[DE] Niedrigere Mehrwertsteuer soll FV-Tickets verbilligen

  • [DE] Niedrigere Mehrwertsteuer soll FV-Tickets verbilligen

    Niedrige Steuer für Fernverkehr:Scheuer will Bahntickets billiger machen
    Stand: 17.04.2019 04:39 Uhr

    Bahnfahren könnte bald preiswerter werden - zumindest im Fernverkehr. Minister Scheuer will laut Medienberichten die Mehrwertsteuer auf Tickets senken. Damit käme er einem Vorschlag nach, den bereits die Grünen formuliert hatten.
    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will durch eine Steuersenkung Fahrkarten im Fernverkehr der Bahn billiger machen. Die Bahn werde die wichtige Schwelle von 150 Millionen Fahrgästen erreichen, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung.
    "Um auf diesem Weg weiterzugehen und die Bahn noch attraktiver zu machen, brauchen wir auch im Fernverkehr der Bahn die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Tickets von 19 auf sieben Prozent." Dadurch könnten Bahnfahrer im Fernverkehr um bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden, sagte Scheuer. "Wem es mit dem Klimaschutz und dem Umstieg von Auto oder Flugzeug auf die Bahn ernst ist, der muss bei der Steuer ansetzen."
    Statt Verbote, Tempolimits oder Verteuerungen
    Die Forderung nach einer Absenkung der Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets hatte es in der Vergangenheit immer wieder seitens der Grünen gegeben. Im öffentlichen Nahverkehr gilt bereits der geringere Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent.
    Statt zu Verboten, Tempolimits oder dem Verteuern von Mobilität zu greifen, müssten Bahnverbindungen noch attraktiver gemacht werden, sagte Scheuer.
    Scheuer weist Kritik zurück
    Eine positive Bilanz zieht der Minister zudem für die ICE-Strecke Berlin-München, wo sich die Fahrgastzahlen verdoppelt hätten. "Wir haben auf dieser Strecke schon 30 Prozent der Passagiere vom Inlandsflug zum Umstieg auf die Schiene bekommen."
    Kritik etwa seitens der Opposition, er bremse beim Thema Klimaschutz, wies Scheuer zurück. "Das ist Quatsch! Ich werde zum Beispiel jetzt ein Elektromobilitäts-Gesetzespaket vorlegen, an dem sich alle Ressorts beteiligen können. Ich mache Klimaschutz konkret." Scheuer verwies auf die Verantwortung anderer Ministerien. So müsse etwa das Justizministerium ein Wohnungseigentumsgesetz vorlegen, das Regelungen zu Ladestationen für E-Autos im privaten Bereich enthalte. "Das muss schneller gehen", sagte der Minister.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • [DE] CSU-Chef Söder fordert MwSt-Senkung bei Zugtickets

    Weniger Steuern auf Zugtickets:Söder noch grüner als die Grünen
    Stand: 28.07.2019 10:25 Uhr

    CSU-Chef Söder will das Reisen per Bahn günstiger machen - durch geringere Steuern auf Bahntickets. Den Vorschlag hatten die Grünen auch schon gemacht. Doch Söder will sie noch toppen.
    Bahnfahren ist gut für das Klima - zumindest besser, als ins Auto zu steigen oder gar ins Flugzeug. Das ist bekannt. Weniger klar ist, wie die Menschen dazu bewegt werden sollen, lieber in den Zug zu steigen, wenn es teils die teurere und eventuell auch noch die kompliziertere Variante ist.
    Steuer "so weit wie möglich" streichen
    Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat sich in der "Welt am Sonntag" dafür ausgesprochen, über den finanziellen Anreiz den Weg in die Bahn zu bahnen. Er plädierte dafür, die Tickets "so weit wie möglich" von der Mehrwertsteuer zu befreien. So solle die Reise mit der Bahn gerade im Vergleich zu Kurzstreckenflügen attraktiver werden. Derzeit würde ja nicht einmal ein ermäßigter Steuersatz auf Fahrkahrten erhoben. "Das kann so nicht bleiben", betonte Söder.
    Sobald eine Fahrt per Bahn eine Strecke von 50 Kilometern übersteigt, fällt der Steuersatz von 19 Prozent an. Auf Tickets für kürzere Strecken werden - ebenso wie für die Fahrkahrten für S- und U-Bahn sowie für Busse - sieben Prozent erhoben.

    Grüne schon im August 2018 für geringeren Steuersatz
    Neu ist die Idee von billigeren Bahntickets dank geringerem Steuersatz nicht. "Günstige Tickets können mehr Menschen zum Bahnfahren bewegen. Deswegen muss die Mehrwertsteuer im Fernverkehr auf sieben Prozent gesenkt werden." Diese Aussage stammt von Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und er machte sie bereits im vergangenen August. Seine Partei hat sich also bereits vor fast einem Jahr dafür ausgesprochen, an der Steuerschraube zu drehen. Die Grünen schlugen den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent vor.

    Auch Scheuer schloss sich Steuer-Idee an
    Knapp acht Monate später: "Wem es mit dem Klimaschutz und dem Umstieg von Auto oder Flugzeug auf die Bahn ernst ist, der muss bei der Steuer ansetzen." Ein Satz, der wie aus dem Munde der Grünen klingt, in diesem Fall aber auf Bundesverkehrsminister und Söders CSU-Parteikollegen Andreas Scheuer zurückging. Auch sein Ziel: nur noch sieben Prozent Steuern auf Bahntickets.
    Nun springt also auch Bayerns Ministerpräsident sprichwörtlich auf den Steuer-Zug auf - und will noch etwas mehr Gas geben als seine Vorreiter.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Entlastung bei Fernzug-Tickets: Bevölkerung unterstützt Mehrwertsteuer-Senkung
    15. August 2019
    Eine klare Mehrheit der Deutschen fordert eine steuerliche Entlastung bei den Fernzug-Tickets.
    In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey für die Allianz pro Schiene sprachen sich fast 83 % dafür aus, den Mehrwertsteuer-Satz von 19 auf 7 % zu senken. Knapp 64 % sagten dabei, dass die Senkung auf jeden Fall kommen müsse. „Die Menschen drängen darauf, dass der klimafreundliche Zugverkehr steuerlich entlastet wird. Die Bundesregierung muss jetzt handeln“, forderte ApS-Geschäftsführer Dirk Flege am 14.08.2019. (as)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Diskussion über Mehrwertsteuer: Bahn erwägt Senkung der Ticketpreise
    Stand: 10.09.2019 11:51 Uhr

    Mehrere Parteien hatten zuletzt gefordert, die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr zu senken. Kurz vor der Sitzung des Klimakabinetts kündigte Bahnchef Lutz nun an, eine solche Senkung eins zu eins an die Kunden weiterzugeben.
    Von einer Mehrwertsteuersenkung bei Bahntickets im Fernverkehr würden die Kunden nach Unternehmensangaben direkt profitieren. "Den finanziellen Vorteil würden wir mit günstigeren Fahrpreisen eins zu eins an unsere Kunden weitergeben", kündigte Konzernchef Richard Lutz in Berlin an. Das könne einen wertvollen Beitrag dazu leisten, mehr Menschen in die Züge zu bewegen. Zudem würden dann weitere neue Züge gekauft, damit die zusätzliche Nachfrage auch bewältigt werden kann.
    Die Bundesregierung hatte angekündigt, im September zu entscheiden, ob auch bei Fahrten über 50 Kilometer nur noch der reduzierte Satz von sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer an das Finanzamt gehen soll. Am 20. September tagt das sogenannte Klimakabinett.
    "Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts"
    Für die Senkung tritt etwa die CSU ein. Die Grünen haben einen entsprechenden Gesetzentwurf eingereicht. "Die Eisenbahn soll das Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts werden", sagte der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, der CDU-Politiker Enak Ferleman. Die Fahrgastzahl müsse verdoppelt werden.
    Die Bahn hatte zunächst auch erwogen, bei einer Steuersenkung einen Teil des finanziellen Vorteils in die Angebotsverbesserung zu stecken. Nun nannte Lutz es selbstverständlich, dass die Fahrpreise in gleichem Maße gesenkt werden würden.
    Tickets um gut ein Viertel teurer geworden
    Fahrkarten in der zweiten Klasse von ICE und Intercity sind seit der Jahrtausendwende um gut ein Viertel teurer geworden, wie das Bundesverkehrsministerium kürzlich mitgeteilt hatte. Die Steigerung lag damit leicht unter dem Anstieg des Verbraucherpreisindex, der 30 Prozent betrug.
    Im Nahverkehr macht die Bahn nur für etwa jede fünfte Kundenfahrt die Preise selbst, bei den übrigen sind die regionalen Verkehrsverbünde verantwortlich, die Länder und Kommunen vertreten. Im Nahverkehr wurden Fahrkarten seit dem Jahr 2000 um etwa die Hälfte teurer.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Bundesregierung: Kabinett beschließt Steuersenkung für Bahntickets
    16. Oktober 2019
    Das Bundeskabinett hat am 16.10.2019 zwei wesentliche Teile des Klimapakets verabschiedet. Gesammelt sind sie in einem Gesetzentwurf des Finanzministeriums zum Steuerrecht.
    So soll auf Fernverkehrsfahrkarten ab Jahreswechsel nur noch eine Mehrwertsteuer von 7 % erhoben werden. Die errechneten Mindereinnahmen von 500 Mio. EUR soll die höhere Luftverkehrsteuer für Flugtickets
    ausgleichen, die ab dem 01.04.2020 fällig ist. Diese steigt je nach Ticketart um bis zu 76 %. Bis Weihnachten will die Bundesregierung die Maßnahmen als Gesetz beschlossen wissen, was durch ein verkürztes Verfahren in Bundestag und Bundesrat möglich sei. (cm)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Vermittlungsausschuss vertagt: Mehrwertsteuersenkung erst später in 2020
    10. Dezember 2019
    Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat seine Beratungen über die steuerlichen Maßnahmen zum Klimaschutzpaket auf den 18.12.2019 vertagt.
    Eine Arbeitsgruppe soll mögliche Kompromisslinien ausloten. Damit besteht zwar weiter die Möglichkeit, dass die geplante Absenkung der Mehrwertsteuer für Fernzug-Tickets von 19 auf 7 % noch vor Weihnachten verabschiedet werden könnte, eine Umsetzung zum Jahresbeginn 2020 ist aber nicht mehr zu schaffen. Der grüne Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter sagte heute im ARD-Morgenmagazin, die DB habe informell mitgeteilt, dass wegen Softwareproblemen die entsprechende Senkung der Fahrpreise nicht vor dem 1.4.2020 möglich sei. (as)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Da wird Manchen ein Stein vom Herzen fallen...:

    Kommt der Steuerbonus, droht Bahnkunden das Platzproblem

    Der Mehrwertsteuersatz für Bahntickets soll gesenkt werden. Bis zu fünf Millionen zusätzliche Kunden sollen so gelockt werden.
    ...
    Mobilitätsexpertin Jungbluth befürchtet durch die steigende Fahrgastzahl Frust bei den Kunden: „Die Bahn wird ein größeres Qualitätsproblem bekommen“, warnt sie. Schon jetzt seien viele Züge überfüllt, Klimaanlagen fielen aus, Reservierungen würden nicht angezeigt werden. „Die Qualität muss steigen, sonst bekommen Wechsler, die bisher etwa geflogen sind, einen Schock.“

    (gelesen auf welt.de am 5. August...)
  • Deutsche Bahn:Zehn Prozent auf alles?
    Stand: 01.01.2020 10:24 Uhr

    Seit heute 5 Uhr können Bahnkunden günstigere Tickets für den Fernverkehr buchen. Der Konzern senkt die Preise um zehn Prozent. Für alle Tickets? Und was hat das Klimapaket damit zu tun - hier die Antworten.
    Jahrelang schimpften Bahnkunden über stetig teurer werdende Tickets der Deutschen Bahn. Andere nahmen gleich das Auto oder entschieden sich für das Flugzeug. Das soll im neuen Jahr anders werden. Zum 1. Januar hat der Konzern die Preise im Fernverkehr um zehn Prozent gesenkt. Auf diese Weise sollen mehr Menschen mit der Bahn reisen und das Klima geschont werden.
    Welche Tickets werden günstiger?
    Die Fahrpreissenkung betrifft sämtliche Fahrten im Fernverkehr. Sie beziehen sich nicht nur auf die gewöhnlichen Tickets, sondern auch auf Sparpreise und Zusatzkarten, etwa für Fahrräder. Im Nahverkehr hingegen sind die Preise zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,7 Prozent gestiegen, Verbundtarife erhöhten sich teils noch stärker.

    Verkehrsminister Scheuer (links) und Bahnchef Lutz präsentieren werbewirksam die günstigeren Ticketpreise zum 1. Januar.
    Was ist mit der Bahncard?
    Fest steht, dass zum 1. Januar auch die Bahncard 100 um zehn Prozent günstiger wird. Für die Bahncards 50 und 25, mit denen Kunden für Fahrkarten nur die Hälfte beziehungsweise ein Viertel zahlen, gilt das bislang nicht. "Die Deutsche Bahn würde es begrüßen, wenn auch die BahnCard 25 und BahnCard 50 Teil des Mehrwertsteuer-Paketes werden", sagte ein Bahn-Sprecher. Darüber verhandelt der Konzern derzeit mit dem Bund. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, würden auch Bahncard 50 und 25 um zehn Prozent günstiger werden.

    Ab wann kann man die günstigeren Tickets buchen?
    Laut Bahn können Kunden die günstigeren Tickets ab dem 1. Januar um 5 Uhr morgens online und zu den regulären Öffnungszeiten in den Reisezentren kaufen. Grund dafür ist demnach, dass die technische Umstellung der Buchungs-Systeme einige Stunden dauert. Mit den Arbeiten konnte das Unternehmens aufgrund des Bahnverkehrs an Silvester erst so spät wie möglich beginnen. Wer schon davor ein Ticket für eine Fahrt im Jahr 2020 gekauft hat, der zahlte noch den alten, teureren Preis. Erstatten lässt sich diese Differenz nicht.
    Warum werden die Tickets jetzt günstiger?
    Grund ist die neue Klimapolitik der Bundesregierung. Konkret: das Klimapaket der Koalition. Damit mehr Menschen mit der Bahn fahren statt mit dem klimaschädlicheren Auto oder dem Flugzeug reisen, hat die Bundesregierung eine reduzierte Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent für Fernverkehrstickets beschlossen. Diese will die Bahn vollständig an die Kunden weiterreichen.
    Der bundeseigene Konzern rechnet allein durch die Absenkung der Mehrwertsteuer mit einem jährlichen Plus von mindestens fünf Millionen Fahrgästen. Damit die Bahn das möglichst chaosfrei bewältigen kann, braucht es jedoch auch mehr Züge, eine engere Taktung und einen Ausbau des Streckennetzes. Bis 2030 peilt die Bahn den "Deutschlandtakt" an. Für all das erhält die Bahn mehr Geld vom Staat. Mehr als zwölf Milliarden Euro will der Konzern in den kommenden Jahren in den Ausbau und die Modernisierung der Fahrzeugflotte investieren. Damit sollen die Kapazitäten erhöht und Probleme bei der Pünktlichkeit der Züge und den Engpässen im Netz gemildert werden.

    Wie ergibt sich die Preissenkung?
    Eine um zwölf Prozentpunkte gesenkte Mehrwertsteuer ergibt eine Fahrpreisreduzierung von zehn Prozent. Ein Rechenbeispiel: Eine 100-Euro-Fahrkarte kostet mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 119 Euro. Mit sieben Prozent Steuer werden es 107 Euro sein. Differenz: Zwölf Euro. Das sind nahezu jene zehn Prozent von 119 Euro.
    Gilt die niedrigere Mehrwertsteuer nur für die Bahn?
    Sie gilt für alle Anbieter im Schienen-Fernverkehr, der aber zu 99 Prozent von der Deutschen Bahn kontrolliert wird. Ausgenommen vom Mehrwertsteuerpaket sind Fernbusse. Vor allem das größte Fernbus-Unternehmen in Deutschland, Flixmobility mit seiner Marke Flixbus, kritisiert das. Das Unternehmen sieht sich vor allem auf den Nebenstrecken bedroht, wo die Sparpreise der Bahn durchaus mit denen des Bus-Unternehmens mithalten können. Flixbus kündigte deshalb an, gegen die Mehrwertsteuersenkung zu klagen.
    Und was ist mit Bundeswehrsoldaten?
    Bundeswehrsoldaten können ab Anfang Januar alle Züge der Deutschen Bahn kostenfrei für dienstliche und private Fahrten nutzen - sofern sie Uniform tragen. Das hat allerdings nichts mit der Klimapolitik zu tun. Vielmehr geht es hier um eine Vereinbarung zwischen dem Verteidigungsministerium und der Deutschen Bahn. Die Regelung gilt sowohl für den Fernverkehr als auch für die Regionalzüge der Bahn. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will so auch die Bundeswehr im öffentlichen Leben präsenter machen. Soldaten können die Fahrten über ein eigenes Portal buchen und mit einer digitalen Berechtigung ein Ticket lösen. Im Zug müssen sie dann eine Uniform tragen und auch den Truppenausweis vorzeigen. Die Bahn erhält einen Pauschalbetrag von zunächst grob kalkulierten vier Millionen Euro pro Jahr.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Einigung zur Mehrwertsteuer: Alle Bahncards werden günstiger
    Stand: 10.01.2020 13:06 Uhr
    Nicht nur alle Fernverkehr-Bahntickets werden durch die Senkung der Mehrwertsteuer günstiger, sondern auch alle Bahncards. Darauf haben sich Bund und Länder nun geeinigt. Den Rabatt gibt es jedoch erst ab Februar.
    Auch die Bahncards 50 und 25 werden künftig zehn Prozent günstiger. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Mehrwertsteuer-Senkung für Bahntickets auch für diese Bahncards gilt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf die Bahncards "geben wir eins zu eins weiter", sagte der Vorstand des DB-Personenverkehrs, Berthold Huber. Die günstigere Variante soll es den Angaben zufolge dann ab dem 1. Februar geben.
    Konkret heißt das nach Angaben der Bahn: Eine Bahncard 25 kostet für die zweiten Klasse künftig nur noch 55,70 Euro - statt 62 Euro. Wer diese Karte besitze, erhalte 25 Prozent Rabatt auf alle Spar- und Flexpreise. Eine Bahncard 50 für die zweite Klasse soll dann ab 229 Euro erhältlich sein - statt 255 Euro zuvor. Wer diese Karte gekauft habe, erhalte auf jedes Sparticket ebenfalls 25 Prozent Rabatt, auf Tickets zum Flexpreis sogar 50 Prozent Rabatt.
    Gutschein für bestimmte Bahncard-Kunden
    Doch was ist mit den Kunden, die diesen Monat bereits eine Bahncard gekauft haben? Da bekommen nur die Menschen Geld zurück, deren Bahncard als ersten Geltungstag den 1. Februar 2020 oder später aufweist. Sie erhalten laut Bahn einen Gutschein über den Differenzbetrag. "Die DB wird aktiv auf die betroffenen Kunden zugehen, diese brauchen selbst nichts zu veranlassen", heißt es in der Pressemitteilung. Derzeit sind nach Angaben der Deutschen Bahn 5,2 Millionen Bahncards im Umlauf.
    Sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer
    Im Klimapaket von Ende Dezember hatte die Bundesregierung eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf sieben Prozent für den Bahn-Fernverkehr beschlossen. Bereits seit Anfang Januar gelten die reduzierten Ticketpreise bei der Deutschen Bahn. Auch die Bahncard 100 war darin enthalten. Offen war bislang, ob auch die beiden anderen Bahncard-Typen 50 und 25 günstiger werden. Darüber hatten Bund und Länder verhandelt, nun gibt es eine Entscheidung.
    "Wir freuen uns über die schnelle Einigung zwischen Bund und Ländern", sagte Personenverkehrsvorstand Huber mit. "Das ist gleich zum Jahresauftakt ein weiterer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilitätswende."
    Senkung betrifft nur den Fernverkehr
    Mit der Mehrwertsteuersenkung will die Bundesregierung mehr Menschen dazu bewegen, vom Auto oder dem Flugzeug auf die klimafreundlichere Bahn umzusteigen. Die Deutsche Bahn hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass sie eine solche Reduzierung auch für sämtliche Bahncard-Typen begrüßen würde.
    Die Maßnahme betrifft nur den Fernverkehr, der zu 99 Prozent von der Deutschen Bahn kontrolliert wird. Im Regionalverkehr hingegen sind die Preise zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,7 Prozent gestiegen.

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Stand: 16.01.2020 06:48 Uhr
    Bahn-Pendler zahlen zu viel für ihre Tickets
    Mitte Dezember hatte sich die Bundesregierung über das Klimapaket verständigt. Eine Maßnahme: Die kurzfristige Senkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent, und das mit Wirkung zum 1. Januar 2020. Im Nahverkehr wurden auch vorher schon lediglich 7 Prozent Aufschlag fällig. Was die Politiker in Berlin unterschätzt haben: Im Nahverkehr mit Entfernungen von mehr als 50 Kilometern lässt sich diese Regelung nicht umsetzen. Jedenfalls nicht innerhalb von zwei Wochen. Ärgerlich ist das zum Beispiel für Pendler. Sie zahlen bis auf Weiteres 19 Prozent Mehrwertsteuer.
    Frist von zehn Tagen ist zu kurz
    Die Verkehrsverbünde sehen sich im Moment offensichtlich außerstande, den Preisvorteil in gleichem Maße an die Kunden weiterzugeben, wie es die DB im Fernverkehr macht. Der Grund dafür liegt in der Struktur des Nahverkehrs. Der Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE) stellt fest, dass die mehr als 100 Unternehmen, die in Deutschland den Nahverkehr bedienen, die aus dem Bundesgesetz resultierenden Preisänderungen abstimmen, zum Teil genehmigen lassen und dann technisch umsetzen müssten. Dies sei innerhalb einer Frist von zehn Tagen unmöglich, heißt es auf Nachfrage von NDR Niedersachsen.
    Umstellung dauert ein halbes Jahr
    Im Niedersachsen-Tarif sind es allein 14 Unternehmen, die über ein kompliziertes Tarifkonstrukt miteinander kooperieren. Zwar seien sich die Gesellschafter einig, dass die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergegeben werden sollte, dies könne aber voraussichtlich erst etwa in sechs Monaten umgesetzt werden, sagte Thilo Knoblich von Niedersachsen-Tarif dem NDR.
    Was machen die Anbieter mit den Mehreinnahmen?
    Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisiert die lange Umstellungsfrist und die mangelnde Vorbereitung der Anbieter. Die Interessenvertretung merkt an, dass mehr Geld bei den Unternehmen verbleibe, weil nur 7 Prozent abgeführt, aber 19 Prozent Steuer erhoben würden. Diese zusätzlichen Einnahmen sollten zu besseren Angeboten für den Kunden führen, forderte "Pro-Bahn".

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