190 neue Doppelstockzüge für die ÖBB

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  • 190 neue Doppelstockzüge für die ÖBB

    In der heutigen ÖBB-Bilanzpressekonferenz wurde unter anderem erwähnt, dass in den nächsten Tagen eine Ausschreibung für bis zu 190 Doppelstockzüge veröffentlicht werden wird.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Was steht denn im Betreff und im Text, hm? Tipp: Derzeit gibt es 325 Doppelstockwagen, die ersetzt gehören und die Eurofima-Wagen sollten wohl nach dem zweihundertsten Upgrading auch einmal substituiert werden, oder?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.

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  • Es ist zwar von "Doppelstockzügen" die Rede, es geht aber doch um Doppelstock-Elektrotriebwagen. Grundlage der Ausschreibung ist der Verkehrsdienstvertrag mit dem VOR.

    Dazu gibt es bereits folgende Fakten:

    Der Verkehr wird ab Dezember 2019 mit den vorhandenen Fahrzeugen weitergeführt werden. Dazu steht für den VOR folgendes Fahrzeugmaterial zur Verfügung:

    36 Stück 4020
    1 Stück 4023
    67 Stück 4024/4124
    112 Stück 4744/4746
    13 Stück 5022
    59 Stück 5047
    112 Stück Wendezugwagen
    294 Stück Doppelstock-Wendezugwagen

    Diese für den Betrieb ab Dezember 2019 zur Verfügung stehenden 694 Fahrzeuge sollen in weiterer Folge ersetzt werden. Der Verkehrsdienstvertrag sieht vor, dass nicht barrierefreies Wagenmaterial durch 100 und 150 Meter lange Doppelstock-Elektrotriebwagen ersetzt werden, die durch breite Doppeltüren und einem großen Auffangraum für einen raschen Fahrgastwechsel sorgen. Zusätzlich zu den Doppelstock-Elektrotriebwagen sollten 75 Meter lange Elektrotriebwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160km/h beschafft werden. Für den Betrieb auf Strecken ohne Oberleitung sollten Hybridfahrzeuge die Diesellokomotiven und Dieseltriebwagen ablösen. Für jene Strecken, auf denen diese neuen Personentriebwagen zum Einsatz kommen, gilt der Verkehrsdienstvertrag ab Dezember 2019 nicht nur zehn Jahre, sondern 15 Jahre! Mit diesen Zahlen kann man nun ausrechnen, welche Anzahl an Triebwagen erforderlich ist, um den ab Dezember 2019 bestellten Verkehr abzudecken.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Ich steh auf den Komfort dieser Züge und mit den Auffangräumen und der veränderten Türsteuerung geht es gar nicht so schlecht. Ich hoffe damit werden die Talent 1 von der Stammstrecke fern gehalten. Denn der lange Achsstand wird die selben Probleme wie zu Beginn bringen.

    Nur für den Ersatz nicht barrierefreier Fahrzeuge würden vermutlich rund 30 Doppelstockgarnituren und rund 40 Hybridfahrzeuge reichen.
  • Nur für den Ersatz nicht barrierefreier Fahrzeuge würden vermutlich rund 30 Doppelstockgarnituren und rund 40 Hybridfahrzeuge reichen.
    Du willst 36 4020er und 112 einstöckige Stadtschüttler durch 30 Dosto-Garnituren ersetzen? Du willst 59 5047 durch 40 Hybridfahrzeuge ersetzen? Gut, bei den 5047ern wird es sich vielleicht ausgehen, weil die eine oder andere Strecke noch d'ran glauben wird. Zusätzlich sind jedoch im neuen VDV auch Leistungserweiterungen vorgesehen und schlussendlich möchte man scheinbar - erstmals seit Bestehen von Eisenbahnen in Österreich - die Stammstrecke "sauber" bekommen, also nicht lahme Enten und störungsanfällige DOSTOs fahren lassen. Und dann darf man nicht vergessen: Zum Ende des neuen VDV sind sowohl die norddeutschen Krabbenkutter (5022) als auch die Enten (Talent 1) am Ende ihrer Lebenszeit angelangt, also sollte rechtzeitig(!) für Ersatz gesorgt werden! Und die 190 neuen Züge bedeuten ja nicht, dass "alle auf einmal" kommen werden.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Bei den Doppelstockgarnituren bin ich an der Addition gescheitert, sollten ~40 sein.

    Wenn ich von den 59 das Schweinbarther Kreuz abziehe, die höhere Verfügbarkeit moderner Garnituren und den Wegfall der Doppel- bis Dreifachgarnituren (Fassungsvermögen von fast vier 5047 je 75m Garnitur) berücksichtige, bin ich grob auf die 40 gekommen.
  • Interessant wird übrigens die sehr detaillierte Leistungsbeschreibung. Gut, man hat sich ja ein Jahr Zeit genommen... Etwa, ob auch Teildoppelstockzüge wie der Desiro HC zugelassen werden könnten!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Link[ (Auftrag.at, PDF)
    Link (TED)

    Vorgestern wurde die Ausschreibung veröffentlicht. Folgende Daten kann ich daraus lesen:

    Höchstgeschwindigkeit: 160 (optional 200)
    Zuglänge mit Stückzahl:

    105 Meter: 30
    135 Meter: 5
    160 Meter: 60

    Insgesamt 95 Züge also.

    Ich schätze, bei den "190" Zügen hat man sich verhört.
    Auch ist erwähnt, dass die Züge auch vom Betreiber des CAT abgerufen werden können.
  • Muss mich das mit Sorge erfüllen, dass in dem ganzen Text kein Wort über "Sitzplätze" verloren wird...?

    So lieblos, wie die tlw. in Rail- und Cityjet angeordnet sind, nur um noch mehr Leute reinpferchen zu können, könnte man fast auf die Idee kommen, dass man Sitzplätze ganz einsparen will, dann brächte man noch mehr Leute unter...

    ?(
  • Desiro HC mit 105, 131, 158 m käme damit in Frage, aber mit 4000 / 3290 kW wohl etwas knapp für 200 km/h. Ob man mehr unterbringt?

    Wie genau man es mit den Längen nimmt? Der längste KISS liegt bis jetzt bei 156 m, häufig bei ~150 m. Dafür gibt es auch angetriebene Zwischenwagen.

    106 / 133 / 159 ... auf 5er-Schritte gerundet: 105 / 135 / 160 .... Twindexx ... der Wunschkandidat?

    Und seit dem DB-EC gäbe es da auch noch Taloo 22 als Option, aber mit 4 angetriebenen Achsen und 3.200 kW wohl etwas schwachbrüstig.

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    PS: Bei 5x 135 m klingt dies nicht wirklich nach Wiener Stammstrecke, sondern eher nach REX-/IC-Verkehr