[OÖN] Salzkammergut-Tourismus plant ÖV-Netzkarte für das gesamte Salzkammergut

  • Nocheinmal : mir ist keine Bauweise bekannt, die da parktiziert werden könnte.

    bei der Koralmbahn gibts einen Bauabschnitt mit Tunnel im Seeton, da wurden Bohrpfähle bis zum stabilen Grund abgeteuft und die Tunnelröhre an diesen Bohrpfählen angehängt.

    nur, wie willst in einer Stadt unter den Häusern Bohrpfähle herstellen?
  • Im übrigen schliesse ich mich der Meinung J-C an, dass eine oberirdische Führung (="Strassenbahn") durchaus ihre Reize hat. Sie ist jedenfalls die schönere und benutzerfreundlichere Lösung und auch verträglicher fürs Stadtbild, weil in Folge ganz viel Blech verschwinden muss. Jedes mal wenn ein Tunnel für den städtischen Schienenverkehr eröffnet wird, hat die Autolobby wieder einmal einen Kampf um die Oberfläche gewonnen.
  • Die SKGLB wurde ja auch nicht wegen Fahrgastmangels eingestellt (im letzten Betriebsjahr wurden noch neues Personal eingestellt), sondern verfehlter Verkehrspolitik, der Bus galt halt als moderner (wem kommt das noch bekannt vor?).

    Ich glaube, sie wäre sowieso nur als 760mm-Lightrail überhaupt zu realisieren: niedrigere Baukosten, einfacher zwischen Landschaft & Siedlung zu zwängen, ...

    Das in Gmunden durchgeführte Projekt der Traunseetram deutet zwar darauf hin, dass man der Bahn eine Zukunft zugesteht, aber irgendwie fehlt mir der Glaube...
  • Es ist bloß schwer ein einmal aufgelöstes Straßenbahnnetz wieder aufzubauen. In Hamburg hat man diese Hoffnung langfristig ja begraben und setzt stattdessen auf U-Bahnen als Allheilmittel... und Busse.

    Die bauen in Hamburg asphaltierte Straßenbahntrassen und verkaufen das als Busspuren. Das zeigt schon eine sehr zwanghafte Abneigung gegenüber der Straßen-/Stadtbahn.

    Und ich hab das Gefühl, dass das in Salzburg eben auch der Fall sein wird. Heißt, unterirdische Lokalbahn ja, oberirdische Straßenbahn nein.

    Wobei man Salzburg zugute halten muss, dass man wenigstens O-Busse hat. Hamburg sucht sein Heil in Elektrobussen...
  • Grad in Salzburg ist der Streitpunkt immer der "Platz", die Strassenbahn braucht zu viel von diesem, drum muss man eine unterirdische Stadt-Regionalbahn bauen...

    Nur, wo ist der zu viele Platz, den die Tram da brauchen würde? Im Strasenraum. Und der soll halt lt. Preuner und Co den Autos gehören.

    Die ischlerbahn ist heute auch normalspurig wiederrealisierbar, da sehe ich nicht das grosse Problem.
  • Das ist - wie so oft - das Problem. Man kann ja nicht den Autos Platz nehmen.
    Oder generell die Sichtweise eines Nicht-Experten? Es gibt in Salzburg oberirdisch den O-Bus, und unterirdisch die Lokalbahn, deren Verlängerung ja schon lang im Raum steht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Politiker an eine Straßenbahn gar nicht erst denken. Oder: "Was hätte die für einen Vorteil gegenüber des O-Busses?"

    Ich gebe euch voll und ganz recht. Eine Straßenbahn wäre deutlich einfacher, kostengünstiger und flexibler zu realisieren, und später auch einfacher, auszubauen, bietet höhere Kapazität, mehr Komfort und sollte vom Straßenverkehr unabhängiger und dadurch schneller sein, wodurch sie auch besser angenommen wird.

    Ich würde sagen, die Ischlerbahn wäre zwar als Normalspur attraktiver/komfortabler/schneller, aber auch als Schmalspurbahn ausreichend (und dadurch flexibler zu bauen und Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erreichen). Aber ich hab das Gefühl, wir träumen hier gerade (und schweifen vom Thema ab) :)
  • Sicher hat Normalspur eine Reihe von Vorteilen.

    Aber man hat sich schon im "Zeitalter des Bahnbaus" für Schmalspur entschieden - und damals war noch viel weniger bebaut und Grundablösen sind wahrscheinlich einfacher/günstiger gewesen.

    Ich glaube auch, dass die Stimmung unter Anwohnern für eine Lightrail-Strecke besser ist: Eine Vollbahn ist deutlich lauter, wirkt wuchtiger, erfordert aufwändigere Bauten, prägt die Landschaft mehr. (Und man sieht, wie sehr sich viele Menschen gegen Bahnen wehren, auch wenn es mir schwer verständlich ist.)
    Über eine Lightrail-Strecke darf sich aus meiner Sicht niemand aufregen, der sich nicht auf über Straßen & Autos beschwert. Eine Strecke wie die Atterseebahn oder Traunseetram hätte (hoffentlich) fast jeder gern in seiner Nähe.

    Außerdem: Besonders gute Einnahmen könnte man mit Nostalgie-Tourismus-Verkehr machen, und das alte Wagenmaterial sind nunmal 760mm, und die ganze Strecke als Dreischienengleis scheidet sowieso aus...
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