Neues Straßenbahn-Museum: Bahn frei für Leipzigs alte Bimmeln

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  • Neues Straßenbahn-Museum: Bahn frei für Leipzigs alte Bimmeln

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    Die LVB hat den Umzug unterstützt, Technik-Chef Ronald Juhrs fuhr in einer der ältesten Bahnen vorFoto: Susann Friedrich

    Artikel von: JÉRÔME NUSSBAUM veröffentlicht am 17.05.2019 - 21:42 Uhr Leipzig – Es ist wie eine Zeitreise ins Jahr 1896. So lange ist es her, dass in Breslau die ersten elektrischen Straßenbahnen für Leipzig gefertigt wurden.

    Damals waren die „Leipziger Elektrische Straßenbahn“ und die „Große Leipziger Straßenbahn“ noch Konkurrenten auf den Gleisen der Messestadt. Jetzt stehen sie friedlich nebeneinander aufgereiht im neuen Straßenbahnmuseum in Eutritzsch.

    Diesen Sonntag, 10 Uhr, öffnet das sanierte Depot in der Apelstraße 1 erstmals für Besucher!
    Der Arbeitsgemeinschaft „Historische Nahverkehrsmittel Leipzig“ war der alte Standort in der Georg-Schumann-Straße zu klein geworden. Anderthalb Jahre dauerte der Umzug. „Hier haben wir sieben Gleise, eine größere Werkstatt und mehr Abstellmöglichkeiten“, sagte Jens Strobel (53), der 2. Vereinsvorsitzende bei einem ersten Rundgang.

    Sieben Gleise, gefüllt mit Leipziger Straßenbahngeschichte: das neue Museum in der Apelstraße in EutritzschFoto: Susann Friedrich Dabei konnte er auch das neueste Sammlerstück präsentieren: einen sogenannten Sommerwagen von 1896. „Es hieß immer, der letzte sei Ende der 1940er-Jahre verschrottet worden. Bis sich ein Rentner bei uns meldete, der den Sommer-Anhänger, als Gartenlaube umfunktioniert, auf einem Spaziergang entdeckt hatte.“

    Nun ist das Fahrzeug eines von 45 im Bestand des Vereins. Darunter auch der Nachbau eines Pferdeanhängers von 1908, ein Turmwagen für die Reparatur von Oberleitungen aus 1960, die jüngste Bahn ist von 1988 – zum großen Teil betriebsfähig.

    Strobel: „Wir achten darauf, dass 15 bis 20 Bahnen eine Straßenzulassung haben.“ So kann man sich eine der historischen Bimmeln sogar mieten – die halbe Stunde ab 190 Euro.