[ORF Sbg] Land plant Parkhäuser entlang der Salzburger Lokalbahn

  • [ORF Sbg] Land plant Parkhäuser entlang der Salzburger Lokalbahn

    Parkhäuser für Autos von Pendlern geplant

    Das Land Salzburg steht unter Druck, neue Park-and-Ride-Plätze entlang der Hauptverkehrsrouten anzubieten. Pendler sollen so zum Umsteigen gebracht werden, um Staus zu verringern. Geplant sind auch neue Parkhäuser.

    Rund 30 Park-and-Ride-Plätze gibt es derzeit in Stadt und Land Salzburg. Vor allem entlang der stark befahrenen Lamprechtshausener Straße sind zusätzliche Park-Ride-Möglichkeiten dringend notwendig, damit mehr Pendler auf die Lokalbahn umsteigen. Pendlern soll das Umsteigen auf Bus und Bahn noch schmackhafter gemacht werden, um die täglichen Staus zu reduzieren. Verkehrspolitiker kündigen Parkhäuser entlang der Lokalbahn in nördlichen Flachgau an. Zwischen Bürmoos und Lamprechtshausen sollen nun bestehende Parkflächen ausgebaut und auch neue errichtet werden. Auch im Pinzgau und im Pongau gibt es neue Parkplätze für Pendler.
    Landesrat: „In die Höhe bauen nur logisch“
    Die Verhandlungen in den Gemeinden laufen, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP): „Es gibt mehrere Optionen. Wir müssen in mehreren Gemeinden wohl auch in die Höhe bauen, weil der Andrang sehr groß ist. Es wird auch Parkhäuser brauchen. Es geht auch nicht, dass noch mehr Fläche versiegelt wird. Da ist es nur logisch, wenn man da in die Höhe baut.“
    Neue Pendlerparkplätze werden derzeit beispielsweise auch in Abtenau (Tennengau) und Eben (Pongau) gebaut. In Zell am See (Pinzgau) darf jeder, der ein Jahres-, Monats- oder Wochenticket für die Bahn besitzt, gratis parken. Das Stadtzentrum ist ein einziger Park-and-Ride-Platz. Auch Saalfelden (Pinzgau) plant neue Flächen für Pendler, in der Stadtgemeinde sollen 40 zusätzliche Park-and-Ride-Plätze entstehen. Im Land Salzburg gibt es derzeit 4.300 Park-Ride-Stellplätze. In den kommenden Jahren soll diese Zahl auf 8.600 verdoppelt werden.

    ORF Salzburg
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Oh heiliger Sankt Florian! Verschon mein Haus, zünd' and're an!
    Das scheint wohl das Motto vieler Lokalpolitiker zu sein, wie man vielfach sieht. Siehe zum Beispiel HL-Bahn Köstendorf-Salzburg (Link1), Brenner-Nordzulauf (Link2) etc.

    Generell hat man aber den Eindruck, die Medien berichten gerne über Widerstände in der Bevölkerung ("God News are Bad News"), weil das mehr Interesse erweckt. Das ist aufregender und wird mit Aufmerksamkeit gelesen.
    Noch dazu, wenn Protestplakate gezeigt oder gar Feuer entfacht werden. Das zieht Blicke an.
    Verzerrt aber häufig das Bild der Realität, nämlich der gesamten Meinung in der Bevölkerung. Die Befürworter sind immer viel leiser als die Protestierer.

    In den gegenwärtigen Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel und der Förderung des Öffentlichen Verkehrs sollten solche Widerstände eigentlich hintangehalten werden.

    Das aktuellste Beispiel der Berichterstattung über Widerstände kommt wieder aus dem Land Salzburg.

    ORF-Salzburg:
    Widerstand gegen Parkhäuser für Pendler

    Nicht nur die Gemeinden Bürmoos und Lamprechtshausen (Flachgau) wehren sich gegen neue Parkhäuser bei der Lokalbahn. Das Land Salzburg sucht dringend einen Standort im nördlichen Flachgau, damit mehr Pendler auf die Lokalbahn umsteigen.

    Online seit heute, 14.11.2019, 12.37 Uhr
    Die vielen Staus und die Verkehrssituation im Flachgau insgesamt seien prekär, sagt der Bürmooser Bürgermeister Fritz Kralik (SPÖ). Ein großes Parkhaus in der Gemeinde für die Fahrzeuge von Pendlern aus der Region lehnt er aber ab. Ein solches Projekt sei nur an einem Endbahnhof der Lokalbahn sinnvoll, weil sonst noch mehr Verkehr angezogen werde, so Kralik.

    Ausschnitt aus OpenRailwayMap:

    St. Georgen wäre unter Umständen bereit
    Ab kommendem Jahr werden die Jahrestickets für den öffentlichen Verkehr in Salzburg günstiger. Der Andrang auf Pendler-Parkplätze im Flachgau dürfte dadurch größer werden. Positivere Signale zum Thema Parkhaus kommen aus St. Georgen (ebenfalls Flachgau). Er könne sich einen Standort in der Gemeinde grundsätzlich vorstellen, sagt Bürgermeister Franz Gangl (ÖVP). Flächen seien vorhanden, Voraussetzung für ein Ja der Gemeinde sei der Bau eines attraktiven Bahnhofes.
    Keine Ambitionen in Oberndorf und Göming
    Die Stadt Oberndorf will keine zusätzlichen Parkflächen im Zentrum, weil die Belastung wegen des Durchzugverkehrs schon jetzt groß sei, sagt Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ). In Göming sei ein Parkhaus kein Thema, sagt Bürgermeister Werner Fritz (ÖVP). Man habe keine passenden Flächen.
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