[DE] Ba-Wü: Massive betriebliche Probleme bei Go-Ahead

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • [DE] Ba-Wü: Massive betriebliche Probleme bei Go-Ahead

    Verspätungen und Ausfälle
    Probleme bei der Remsbahn nach Betreiberwechsel
    Auf der Remsbahn gibt es seit dem frühen Dienstagmorgen erhebliche Probleme. Reisende berichten von Verspätungen und Zugausfällen. Der neue Betreiber spricht von technischen Problemen.
    Weitere Einzelheiten zu den technischen Problemen konnte eine Sprecherin des neuen Betreibers "Go-Ahead" am Dienstagmorgen nicht nennen. Man entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten.

    Weiter teilte das Unternehmen mit, dass sämtliche Interregio Expresse zwischen Stuttgart und Nördlingen auf der Remsbahn heute nicht fahren. Die langsameren Regionalzüge hingegen schon.
    Auf der Oberen Jagstbahn zwischen Ellwangen und Crailsheim ist der Zugverkehr laut „Go-Ahead“ komplett eingestellt. Dort sollen die Reisenden auf Busse umsteigen. Wann der Zugverkehr auf den betroffenen Strecken wieder normal laufen soll, ist noch unbekannt.
    STAND: 11.6. 2019: 12:43 Uhr

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neuer Betreiber zwischen Aalen und Stuttgart: Ausfälle auf der Remsbahn dauern die ganze Woche an
    Die Interregio-Express-Züge werden wohl die ganze Woche nicht auf der Remsbahn fahren. Das kündigte der neue Betreiber Go-Ahead am Mittwoch an. Am Dienstag gab es Ausfälle und Verspätungen.
    Als Grund für die Probleme werden Software-Fehler genannt. Am Dienstag schon hatte der neue Betreiber Go-Ahead angegeben, dass die Software für die Erstellung der Fahrpläne ausgefallen sei. Auch bei den Bremsen einiger neuer Züge habe es Probleme gegeben, hieß es am Mittwoch.
    Die Zustände bei der neuen Bahn waren am Dienstag zum Teil chaotisch. Zuggäste sprachen nicht nur von Ausfällen und Verspätungen, sondern auch von nicht öffnenden oder schließenden Türen. Im Verkehrsministerium in Stuttgart gab es ein Krisengespräch. Bis Ende der Woche hofft Go-Ahead, die Fehler zu beheben.
    Schwierigkeiten gibt es auch auf der Oberen Jagstbahn zwischen Ellwangen und Crailsheim. Dort ist nach Angaben der Bahn weiterhin ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Dort müssen die Reisenden auf Busse umsteigen.
    STAND: 11.6.2019, 18:56 Uhr

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Solange sich die Politiker in ihren Karossen spazieren führen lassen und keiner auf die Bahn angewiesen ist, wird sich nichts ändern. Denn es fährt in ihren Augen ja eh ein Schienenersatzverkehr.


    dr. bahnsinn schrieb:

    Am Dienstag schon hatte der neue Betreiber Go-Ahead angegeben, dass die Software für die Erstellung der Fahrpläne ausgefallen sei.
    Die Fahrpläne sind doch schon längst erstellt. Geht es um die Umlaufpläne? Wäre auch etwas kurzfristig....

    dr. bahnsinn schrieb:

    Auch bei den Bremsen einiger neuer Züge habe es Probleme gegeben, hieß es am Mittwoch.
    Und die haben eine Zulassung?

    dr. bahnsinn schrieb:

    sondern auch von nicht öffnenden oder schließenden Türen
    Selbige Frage noch ein Mal.


    So vertreibt man auch Fahrgäste, dafür sollten diese Firmen gerade stehen müssen.
  • Baden-Württemberg: Lokführer-Pool auf Landeskosten soll Probleme lösen

    Trotz moderner Fahrzeuge wie VT612, Talent 2 und Flirt 3 läuft bei fast jedem Fahrplanwechsel etwas schief; Foto: Bwegt.

    27. Juni 2019
    Der holprige Start von Go-Ahead mit Verspätungen und Zugausfällen durch defekte Neufahrzeuge zeigt für den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann die Auswirkungen der langwierigen Probleme im deutschen Schienenverkehrssystem.
    Hermann verwies im Landtag auf eine mangelhafte Infrastruktur, die einen erheblichen Investitionsbedarf aufweise, was das Nichtfunktionieren von Weichen und Signalen vor Augen führe. Aber auch die Bahnindustrie komme an ihre Grenzen, wenn massiv Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge bestellt würden und schaffe es nicht mehr, rechtzeitig und in guter Qualität zu liefern. Hermann kündigte an, auf Landeskosten einen generellen Lokführer-Pool zu bilden, um kurzfristige Ausfälle etwa durch krankes Personal sofort ausgleichen zu können. (wkz/cm)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Lieferschwierigkeiten des Herstellers: Abellio muss Züge ausfallen lassen
    Rund um Stuttgart haben die neuen privaten Bahnbetreiber weiterhin Schwierigkeiten. Züge von Abellio können jetzt das Neckartal nicht wie geplant befahren. Zwei Strecken sind betroffen.
    Seit Pfingsten bedienen private Betreiber Bahnlinien im sogenannten Stuttgarter Netz - Startschwierigkeiten sind nicht ausgeblieben. Jetzt kann der private Anbieter Abellio das Neckartal nicht wie geplant befahren. Auf den Strecken zwischen Stuttgart und Pforzheim sowie Stuttgart und Heidelberg kommt es zu Ausfällen, weil es an Triebfahrzeugen mangelt. Von den eigentlich bestellten 16 Fahrzeugen habe der Hersteller Bombardier nämlich nur 2 geliefert.
    DB Regio hilft aus
    Abellio hat von der DB Regio und einem anderen Verkehrsunternehmen Ersatzfahrzeuge ausgeliehen. Das Unternehmen hat angekündigt, es werde voraussichtlich bis August neue Triebfahrzeuge bekommen. Dann will das Unternehmen im Neckartal planmäßig fahren.
    Auch auf anderen Strecken haben Bahnkonkurrenten Anlaufschwierigkeiten. Der Betrieb der Remstalstrecke von Bahnanbieter Go-ahead war durch Softwareprobleme beeinträchtigt.

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Baden-Württemberg: Lokführer-Pool auf Landeskosten soll Probleme lösen
    Damit wird es tatsächlich ernst:

    Ausfälle bei der Bahn: Verkehrsministerium will Lokführer auf Abruf bereitstellen
    Ab dem kommenden Jahr sollen Lokführer auf Abruf dabei helfen, Zugausfälle zu vermeiden. Das baden-württembergische Verkehrsministerium will dafür einen Personal-Pool aufbauen.
    Züge oder S-Bahnen fallen häufig aus, weil Lokführer fehlen. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will deshalb den Zugbetreibern Lokführer zum Ausleihen zur Verfügung stellen. Wenn ganz kurzfristig jemand ausfällt – oder auch für einen Zeitraum über mehrere Wochen und Monate.
    Personalpool bezahlt zunächst Land
    Das Land wird so zum Vermittler: Über eine Leitstelle sollen dann solche Standby-Lokführer von anderen Firmen gemietet und verteilt werden. Den Personalpool und die Leitstelle zahlt erstmal das Land - die Bahnbetreiber sollen aber für die Ausleihe der Lokführer bezahlen.
    So könne ein Teil gegenfinanziert werden, heißt es aus dem Verkehrsministerium - wie viel das zusammen kostet wird noch nicht gesagt. Eine Ausschreibung dazu laufe noch. Denn bis jetzt hat Baden-Württemberg noch keine Lokführer auf Abruf parat. Für den Großraum Stuttgart soll der Personal-Pool zu Beginn des nächsten Jahres bereitstehen. Für ganz Baden-Württemberg dann ab Oktober 2020.

    STAND: 8.7.2019, 17:37 Uhr

    www.swr.de




    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Probleme bei Abellio in Baden-Württemberg: Hermann erhebt schwere Vorwürfe gegen Zughersteller Bombardier

    Weil der Zughersteller Bombardier nicht zuverlässig liefert, kommt es auf Strecken des privaten Bahnanbieters Abellio immer wieder zu Ausfällen. Verkehrsminister Hermann kritisiert das Unternehmen scharf.

    Er habe selten ein derart unzuverlässiges Unternehmen wie Bombardier erlebt, sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Der Zughersteller sei offenbar nicht handlungsfähig.
    Bombardier sollte eigentlich 16 Züge an den privaten Bahnanbieter Abellio liefern, gekommen sind gerade einmal vier. Abellio muss seine Strecken im sogenannten Stuttgarter Netz mit alten Fahrzeugen, unter anderem von der Deutschen Bahn, befahren. Die sind weniger komfortabel und müssen häufig gewartet werden. "Wir sind mehr als verärgert über den wiederholten Lieferverzug und die Hinhaltetaktik von Bombardier", sagte Abellio-Manager Roman Müller.
    Seit Beginn Probleme bei Abellio und Go-Ahead
    Wenn Abellio bis September nicht mindestens elf Züge von Bombardier bekomme, müssten zahlreiche Verbindungen ausfallen. Die Leidtragenden wären letztlich die Fahrgäste, wie schon zum Start von Abellio im Juni. Damals hatte das Unternehmen gemeinsam mit dem Anbieter Go-Ahead den Betrieb auf den Nahverkehrsstrecken des Stuttgarter Netzes von der Bahntochter DB Regio übernommen.
    Bei beiden Anbietern gab es massive Startschwierigkeiten, die sich teilweise über Wochen hinzogen. Abellio fährt unter anderem von Stuttgart nach Heidelberg, Pforzheim und Bruchsal. Zuletzt hatte Verkehrsminister Hermann die Fahrgäste noch um Geduld gebeten. Nun scheint er selbst die Geduld verloren zu haben.
    Bombardier verweist auf schwierige Zulassungsbedingungen
    Bombardier selbst gibt an, dass unter anderem die anspruchsvollen Zulassungsverfahren in Deutschland zu den Lieferengpässen geführt haben. "Speziell auch im Bereich der Software, die diesen Zug steuert, gibt es enorme Anforderungen", sagte Michael Fohrer, Geschäftsführer von Bombardier Transportation. "Wir hatten Probleme, wir haben die gelöst und wir liefern jetzt entsprechend der neuen Lieferpläne."
    "Der Konzern ist offensichtlich international nicht gut aufgestellt, nicht leistungsfähig", sagte Hermann. "Das hat auch damit zu tun, dass man seit Jahren den Konzern umbaut und ständig die Manager wechselt. Das kann nicht gut gehen." Bombardier befindet sich aktuell tatsächlich in einer Umbauphase. In Deutschland schreibt er seit Jahren rote Zahlen. Stellen müssen abgebaut werden. Nicht nur Baden-Württemberg wartet auf Züge von Bombardier. Auch im Saarland, in der Schweiz, in London und New York fehlen Züge.
    STAND: 8.8.2019, 13:57 Uhr

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will deshalb den Zugbetreibern Lokführer zum Ausleihen zur Verfügung stellen.
    Baden-Württemberg/ Hermann: Lokführerpool ist gut angelegtes Geld
    15. August 2019
    Für Landesverkehrsminister Winfried Hermann wird der Lokführerpool, der im nächsten Jahr starten wird, ein Erfolg. Und das, obwohl vielleicht das Land dabei finanzielle Aufwendungen hat.
    Im Interview mit der Wochenzeitung Kontext sagte er: „Aber angenommen wir haben im Jahr drei Millionen Euro Kosten für den Pool, er wird aber nur zu einer Million abgerufen – dann habe ich zwar zwei Millionen scheinbar in den Sand gesetzt, aber ich habe eigentlich das erreicht, was ich wollte: Dass die Züge pünktlich fahren.“ Mit dem Pool sollen die Schwächen des Wettbewerbssystems kompensiert werden. Das Land gibt jährlich über 800 Mio. EUR an Regionalisierungsmitteln für den SPNV aus. Zudem muss das Land darauf achten, dass die Unternehmen „nicht zu viel Rendite, sondern dass sie anständige Arbeit machen“. Nicht einlassen wollte sich Hermann auf Vorwürfe zu Go Ahead, das in Großbritannien als „most-hated business“ gilt. Dies sei in Baden-Württemberg „eine völlig neue Gesellschaft“, die sich vorgenommen habe, „deutlich besser zu werden als die Deutsche Bahn“. (cm)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Go-Ahead: Regelfahrplan ab Schulbeginn nach den Sommerferien
    27. August 2019
    Mit Ende der Sommerferien wird Go-Ahead im Raum Stuttgart zum 12.09.2019 auf den Regelfahrplan umstellen.
    Die IRE-Züge (IRE 1) fahren dann durchgängig von Karlsruhe über Stuttgart und Schwäbisch Gmünd bis Aalen, bisher endeten sie in Schwäbisch Gmünd. Um auf der IRE-Strecke eventuelle Verspätungen auszugleichen, werden die zusätzlichen Züge der DB Regio bis einschließlich 20.10.2019 weiterhin eingesetzt. Auch die Regionalbahn (RB 13) fährt ab September fahrplanmäßig von Stuttgart über Aalen nach Crailsheim und Ellwangen, so das Unternehmen. Die Pünktlichkeitswerte von Go-Ahead bewegten sich in den letzten vier Wochen zwischen 83 und fast 90 %. In den letzten acht Wochen wurde die Pünktlichkeit um durchschnittlich 10 % gesteigert. Go-Ahead veröffentlich derzeit die Wochenstatistik zur Pünktlichkeit. (cm)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Ab dem kommenden Jahr sollen Lokführer auf Abruf dabei helfen, Zugausfälle zu vermeiden. Das baden-württembergische Verkehrsministerium will dafür einen Personal-Pool aufbauen.

    Baden-Württemberg: Aufbau des Lokführer-Personalpools stockt
    25. November 2019
    Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg verhandelt jetzt direkt mit Eisenbahnverkehrsunternehmen und Personaldienstleistern mit dem Ziel, einen Personalpool für Lokführer zu realisieren.
    Damit sollen von März 2020 an Engpässe bei Triebwagenführerinnen und -führern, etwa im Krankheitsfall, kurzfristig behoben werden. Mit diesem neuen Angebot will das Land die Zuverlässigkeit im Nahverkehr weiter verbessern und dafür sorgen, dass zukünftig weniger Züge ausfallen. Die aufgrund der offenen Ausschreibung eingegangenen Angebote wurden von der NVBW (Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg) geprüft und für nicht wirtschaftlich tragfähig befunden. Jetzt soll mit den Interessenten neu und direkt verhandelt werden, um ein für alle akzeptables Ergebnis zu erzielen. (cm)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Baden-Württemberg: Zugausfälle bei DB Regio vor Betreiberwechsel
    03. Dezember 2019
    Im Vorfeld anstehender Betreiberwechsel in Baden-Württemberg kommt es bei Altbetreiber DB Regio zu Zugausfällen wegen Personalmangels.
    Wie Uwe Lahl, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Verkehrsministerium, auf einer Veranstaltung in Heilbronn sagte, habe die Quote der ausgefallenen Zugkilometer bei DB Regio in der vergangenen Woche im Raum Tübingen bei 18 % gelegen. Inzwischen hat DB Regio für die beiden verbleibenden Wochen bis zum Fahrplanwechsel den dauerhaften Entfall einiger Fahrten zwischen Tübingen und Stuttgart sowie Tübingen und Pforzheim bekanntgegeben.
    Wie Lahl weiter ausführte, lag in der gleichen Woche die Quote der Zugausfälle bei den im Sommer neu gestarteten Betreibern Abellio und Go-Ahead zwischen 1,5 und 2,0 %, bei einem im Verkehrsvertrag vereinbarten Zielwert von 1,0 %. Die Pünktlichkeit in diesen Netzen liege inzwischen bei 80 bis 85 % bei einem Zielwert von 94 %. Lahl wiederholte die Kritik an der verzögerten Auslieferung der Neufahrzeuge und deren Störanfälligkeit. Insbesondere aufgrund der fehlenden Fahrzeuge von Bombardier starten auch die Betriebsaufnahmen zum kommenden Fahrplanwechsel mit Ersatzkonzepten. (mb)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Bahn-Betreiber wollen Angebot ausbauen - Lokführer und Züge fehlen
    Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember verspricht die Bahn mehr Auswahl für Fahrgäste in Baden-Württemberg. Doch auch dann wird der Ärger über die Probleme bei den neuen Anbietern wohl nicht verstummen.
    Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember müssen sich vor allem Pendler im baden-württembergischen Regionalverkehr mit geänderten Zeiten und Angeboten vertraut machen. Die wichtigsten Neuerungen gibt es bei den S-Bahnen im Großraum Stuttgart und im Breisgau. Details dazu haben Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sowie Vertreter der Eisenbahnverkehrsunternehmen am Montag in Stuttgart präsentiert.
    Verschiedene Strecken werden mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 von den privaten Bahnkonkurrenten Go-Ahead und Abellio betrieben. Abellio übernimmt am 15. Dezember von der DB Regio die Strecke von Stuttgart über Heilbronn nach Mannheim. Go-Ahead wird neu auf den Linien Stuttgart-Ulm, Stuttgart-Würzburg und Stuttgart-Nürnberg unterwegs sein.
    Verzögerungen bei bestellten Fahrzeugen
    Ärgerlich ist für die beiden Bahn-Betreiber, dass die Herstellerfirmen Bombardier und Stadler noch immer nicht alle bestellten Fahrzeuge geliefert haben. So sind sie gezwungen, mit geliehen Zügen von der DB -Regio zu fahren. Darunter sind auch ältere Fahrzeuge, die nicht den Komfort auf neuestem Stand bieten. Ab Januar will Verkehrsminister Hermann mit allen Verantwortlichen Gespräche über mögliche Entschädigungen für Fahrgäste beginnen.
    "Wir arbeiten mit den Eisenbahnunternehmen intensiv daran, das Angebot im regionalen Schienenverkehr zu verbessern und auszuweiten. Der Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel kann nur gelingen, wenn attraktive Alternativen angeboten werden", so Hermann. Die Lieferprobleme der Zughersteller hätten hierbei große Probleme verursacht.
    "Wir sind mit den Herstellern, die die Fahrzeuge nicht rechtzeitig geliefert haben, in Gesprächen", so Hermann weiter. Es werde ein Treffen im Januar geben. Der grüne Minister bezeichnete Bombardier und Stadler als "Hauptverursacher des Problems" und kritisierte: "Ich hätte nicht gedacht, dass einer der größten Hersteller für Schienenfahrzeuge nicht in der Lage ist, Fahrzeuge nur einigermaßen pünktlich zu liefern. Und ich hätte nie gedacht, dass eine Musterfirma wie Stadler aus der Schweiz nicht pünktlich ist."
    Vertreter der Bahn-Betreiber forderten Entschädigungen für die Lieferprobleme. Diese müssen von den Betreibern direkt bei den Herstellern eingefordert werden, während das Land wegen der Verspätungen seinerseits die Betreiber in Regress nehmen kann. Angaben zur Höhe möglicher Zahlungen durch die Hersteller machten weder die Betreiber, noch das Land
    Eine Stadler Rail-Sprecherin wollte sich zu den Gesprächen nicht äußern. Bombardier wollte erst später Stellung nehmen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jochen Haußmann, forderte einen Entschädigungsfonds des Landes für Pendler. "Man kann nicht einerseits den Umstieg auf den ÖPNV propagieren und dann die Kunden erst monatelang alleine lassen und dann lediglich Gespräche führen wollen", sagte er.
    Nach eigenen Angaben hat Stadler Rail die bestellten Züge im Juni zwar pünktlich an den Betreiber Go Ahead geliefert. Allerdings sei unter anderem wegen der Software in den neuen Zug-Modellen der Sommer-Start nicht reibungslos verlaufen, sagte die Sprecherin.
    Lokführer sind Mangelware
    Neben fehlender neuer Züge ist zum Fahrplanwechsel ein weiteres Problem nicht gelöst: Bei fast sämtlichen Anbietern fehlen Lokführer. "Dieser Beruf ist nach wie vor ein rares Objekt", sagte Go Ahead-Geschäftsleiter Hans-Peter Sienknecht.
    "Es geht nur noch über Quereinsteiger", so Tobias Harms vom Vorstand der Südwestdeutschem Landesverkehrs-AG (SWEG). Probleme seien nicht nur die schwierigen Arbeitszeiten, die Bezahlung und das anstehende Ausscheiden zahlreicher älterer Lokführer. "Vielmehr benötigen wir natürlich bei einem deutlich erweiterten Angebot auf der Schiene auch eine größere Mannschaft", sagte Harms. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer schätzt, dass bundesweit schon jetzt etwa 1.500 Lokführer fehlen, nicht nur bei der Deutschen Bahn, sondern auch bei Mitbewerbern oder im öffentlichen Nahverkehr.
    Verbesserungen im Breisgau
    Das erweiterte Angebot zum Fahrplanwechsel schlägt sich in viele Regionen im Südwesten nieder. Deutliche Verbesserungen gibt es so zum Beispiel im Netz Breisgau Ost-West. Die 150 Kilometer von Endingen am Kaiserstuhl (Landkreis Emmendingen) und Breisach (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) über Freiburg durch das Höllental nach Villingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sind jetzt elektrifiziert.
    Die DB-Regio wird auch neue Fahrzeuge mit Mehrzweckabteilen und WLAN an Bord einsetzen. Werktags wird es einen Halbstundentakt auf der Strecke Breisach-Endingen und Neustadt (Breisgau-Hochschwarzwald) geben, zwischen Titisee und Seebruck fährt die Bahn im Stundentakt. An Sonn - und Feiertagen wird das Angebot erhöht. Zwischen Freiburg und Neustadt verkehren die Züge dann alle 20 Minuten. Auf der Rheintalbahn fährt ab Juni 2020 außerdem stündlich ein Regionalexpress zwischen Basel, Freiburg und Offenburg (Ortenaukreis).
    Westfrankenbahn nimmt Betrieb auf
    Die Westfrankenbahn nimmt den Betrieb im Netz Hohenlohe-Franken-Untermain auf. Auf den Strecken zwischen Heilbronn, Crailsheim (Landkreis Schwäbisch-Hall), Schwäbisch-Hall, Wertheim (Main-Tauber-Kreis) und Hessental wird es verbesserte Takte geben. Auf der Frankenbahn von Stuttgart über Heilbronn nach Würzburg fahren die Züge künftig jede Stunde. Im Schülerverkehr zwischen Lauda (Main-Tauber-Kreis) und Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis) werden zusätzliche Züge eingesetzt. Am Wochenende werden die Regionalbahnen im Maintal im Stundentakt fahren.
    Zum Einsatz werden laut Verkehrsministerium künftig 37 Züge kommen, die Sicherheit der Fahrgäste soll durch die Kamera-Aufzeichnungen in den Fahrzeugen gewährleistet werden.
    Im Stuttgarter Netz wird die Filstalbahn von Stuttgart über Plochingen und Geislingen nach Ulm stündlich fahren. Im kommenden Jahr werden am Wochenende auch nachts Züge auf dieser Strecke unterwegs sein. Im Netz der Murrbahn wird es zwischen Stuttgart und Gaildorf-West ein halbstündliches Angebot geben.
    Um die Betriebsaufnahme auf den neuen Strecken und den Gesamtbetrieb zu stabilisieren, wird Go-Ahead einige Fahrplaneinschränkungen vornehmen. Der Interregio-Express wird zunächst nur zwischen Karlsruhe und Schwäbisch Gmünd verkehren; auf dem Teilstück Schwäbisch Gmünd - Aalen wird der Zug voraussichtlich erst vom 1. Februar 2020 an wieder fahren.
    STAND: 9.12.2019, 14:02 Uhr

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Abellio Baden-Württemberg: DB Regio erbringt Ersatzverkehre

    Abellio hat in Baden-Württemberg deutlich zu wenige Talent 2 für das Stuttgarter Netz; Foto: Abellio

    30. Dezember 2019
    Im Auftrag von Abellio Rail Baden-Württemberg erbringt DB Regio Verkehrsleistungen in der Region Stuttgart mit eigenen Fahrzeugen.
    Dazu hat Abellio mit der DB am 17.12.2019 zwei Verträge abgeschlossen. Konkret geht es für den Zeitraum bis zum 13.6.2020 und Verkehrsleistungen im Stuttgarter Netz 1 Los 1 u.a. auf der Strecke Stuttgart – Heilbronn – Mosbach/Neckarelz. Der Mietvertrag dafür umfasst vier Fahrzeuge: zwei ET 425 und zwei ET 426. DB Regio wird zudem Instandhaltungsleitungen an den Mietfahrzeugen übernehmen. Für die zweite Betriebsstufe des Netzes zum 15.12.2019 hat und kann Bombardier Transportation die bestellten Fahrzeuge nicht fristgerecht liefern. (cm)

    www.eurailpress.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor