[ORF Tirol] Beginn der Haupt-Umbauarbeiten am Bahnhof Schwaz

  • [ORF Tirol] Beginn der Haupt-Umbauarbeiten am Bahnhof Schwaz

    Bahnhof Schwaz soll 2021 barrierefrei sein

    In Schwaz ist am Montag der Spatenstich für die Hauptarbeiten zum Bahnhofsumbau erfolgt. Ab dem Sommer 2021 sollen alle Züge am Schwazer Bahnhof barrierefrei erreichbar sein. Dies ist eines von mehreren Projekten der Bahnhofsoffensive der ÖBB.

    Online seit heute, 18.18 Uhr Seit März laufen bereits die Vorarbeiten für den Umbau, im Juli starten dann die Hauptarbeiten, um den Bahnhof Schwaz modern und barrierefrei zu machen. Mit Hilfe dreier Lifte soll die neue Personenunterführung barrierefrei erreichbar sein, für blinde und sehbehinderte soll es ein taktiles Leitsystem geben. Auch die Bahnhofsausstattung wird modernisiert, unter anderem mit Informationsmonitoren und witterungsgeschützten Wartekojen. Die Investitionskosten belaufen sich auf knapp 28 Millionen Euro.
    So soll der Bahnhof Schwaz dann ab Mitte 2021 ausschauen. Grafik: ÖBB

    Seit 2010 wurden im Zuge der „ÖBB-Bahnhofsoffensive“ bereits 19 Bauprojekte fertiggestellt. Umgebaut wurden etwa die Bahnhöfe in Seefeld, Reutte, Bichlbach-Berwang, Fieberbrunn, Brixlegg, Lermoos und Matrei am Brenner. Geplant für die kommenden Jahre sind u.a. Parkdecks in Telfs-Pfaffenhofen und Jenbach, sowie die Modernisierung der Bahnhöfe in Roppen und Kitzbühel.
    red, tirol.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Tiroler Tageszeitung schreibt heute:


    Viele Baustellen am Schwazer Bahnhof, Arbeiten im Zeitplan
    Die Modernisierung des ÖBB-Bahnhofes in Schwaz läuft auf Hochtouren. Stillstand herrscht hingegen auf der Park-&-Ride-Anlage.


    © ÖBB
    Am Schwazer Bahnhof entstehen nicht nur neue Bahnsteige, sondern auch die Unterführung wird samt Liften neu gebaut, damit künftig alle Bereiche barrierefrei erreichbar sind.

    Von Eva-Maria Fankhauser


    Schwaz – Am Schwazer Bahnhof bleibt derzeit kein Gleis auf dem anderen. Es wird gebaggert, abgerissen, aufgebaut, neu verlegt und zerlegt. Denn der Bahnhof wird modernisiert und endlich auch für alle barrierefrei zugänglich gemacht. Darauf hatte die Stadt Schwaz lange gewartet.

    Die Vorarbeiten starteten bereits im März. Im Juni folgte dann der offizielle Spatenstich. Seither ist viel passiert. Arbeiten an den Oberleitungsmasten wurden durchgeführt, zwischen den Gleisen wurden Entwässerungsmaßnahmen umgesetzt und mit den neuen Unterführungen wurde begonnen. Für den Umbau des Mittelbahnsteiges im kommenden Jahr wurde auch bereits das Gleis 4 neu gelegt. Laut ÖBB-Projektteamleiter Harald Schreyer ist man voll im Zeitplan. „Auch die Streckensperre für die Neuerrichtung der Vomperbachbrücke konnte für die Bauarbeiten am Bahnhof Schwaz genutzt werden. Einige wichtige Gleisarbeiten wie die Errichtung zweier Hilfsbrücken für die neue Unterführung konnten während des Schienenersatzverkehres durchgeführt werden“, sagt er. Mitte 2021 soll der Umbau fertig sein.

    In der Zwischenzeit soll aber nicht nur am Bahnhof kräftig umgebaut werden, sondern auch bei der angrenzenden Park-&-Ride-Anlage. Doch dort herrscht derzeit noch Stillstand. Schon lange wird über Pläne für ein Projekt mit Parkplätzen und Wohnraum gesprochen. Immer wieder fiel auch der Name eines Schwazer Inves­tors, der für die Stadt bauen soll – Ludwig Obwieser. „Derzeit schaut es sehr danach aus“, bestätigt Stadtbaumeister Gernot Kirchmair. Doch die Lage ist noch etwas verstrickt. Der Grund gehört den ÖBB, dazu zählt auch die Fläche der Straße. Diese soll ins öffentliche Gut übergehen und auch der restliche Grund für das Projekt soll an die Stadt gehen. „Dazu gibt es einen Vertrag, wo Stadt, Land, VVT und der Investor dran sind. Er steht kurz vor dem Abschluss, liegt derzeit aber bei den ÖBB in Wien“, erklärt Kirchmair.

    Erst, wenn dieser unter Dach und Fach ist, kann die Planung für das Gebäude und die Parkfläche weitergehen. „Wir haben im Sommer aber schon aktiv weitergemacht“, sagt Kirchmair. Vor allem was die Struktur und Höhenentwicklung des künftigen Baukörpers an­gehe. Das wolle man schon im nächsten Bauausschuss im Herbst besprechen. „Wir sind Ende des Jahres Gewehr bei Fuß, wenn die ÖBB ihre Zustimmung geben“, sagt der Stadtbaumeister. Denn die Vorbereitungsarbeiten habe die Stadt bereits getroffen.

    Wie das Projekt aussehen könnte? Möglich sei ein halbes Untergeschoß als Tiefgarage mit rund 140 Stellplätzen – mehr als derzeit. Für Kirchmair kommt eine gemischte Nutzung mit Wohn- und Dienstleistungsflächen in Frage. „Für viele Unternehmer wäre das am Bahnhof sicher ideal. Die Bediensteten hätten eine direkte Öffi-Anbindung in der Inntalfurche“, meint er.
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