[ORF Nö] Gipfeltreffen der LH

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  • [ORF Nö] Gipfeltreffen der LH

    Eher wenig Neues bei diesem Gipfeltreffen:

    Keine Förderungen mehr für Individualverkehr

    Man müsse die Allianz stärken, um die Probleme jetzt zu lösen, die sich schon absehbar im Verkehr auftun. 270.000 Menschen pendeln täglich nach Wien ein, der öffentliche Verkehr müsse weiter ausgebaut werden, auch um die Klimaziele zu erreichen, so Ludwig. Den wohl radikalsten Schritt kündigte Doskozil in diesem Zusammenhang an: Es seien Verhandlungen schon weit gediehen, die Förderung des Individualverkehrs per Auto für Pendler nach Wien völlig einzustellen, um diese in stärkerem Maß als bisher auf die Schiene zu bringen.
    Auch Mikl-Leitner und Ludwig sprachen von Anstrengungen, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. Mikl-Leitner erneuerte ihre Forderung, über eine dritte Stammstrecke in Wien nachzudenken. Einer Verlängerung der U-Bahn nach Niederösterreich erteilten beide Landeshauptleute eine Absage. Für Ludwig zu teuer im Vergleich zur Effektivität, Mikl-Leitner betonte die vorhandenen Möglichkeiten mit den Schnellbahnen.

    Immerhin ist der Unsinn der U-Bahnverlängerungen vom Tisch. Der Rest mal wieder Absichtserklärungen ohne jegliche konkrete Maßnahme bzw. erneut die zusätzliche Stammstrecke in Wien.

    Spannend, wie man sich das im BGLD vorstellt.

    Quelle: noe.orf.at/stories/3000875/
  • 5047.090 schrieb:

    Ich meinte eher, wie man sich die Verlagerung auf die Schiene gedacht hat.
    So wie sich der LH eher nebulos vorstellt. Nachzulesen auf www.kurier.at:

    19.06.2019
    Zentrale Bahnhöfe: Doskozils Idee für Wien-Pendler
    Landeshauptmann Doskozil schlägt zentrale Verkehrsknotenpunkte im Norden und Süden als Lösung für Pendlerverkehr vor.
    Rund 270.000 Menschen pendeln täglich aus dem Umland nach Wien ein. Darunter befinden sich auch viele Burgenländer, in Pannonien gibt es circa 50.000 tägliche Auspendler in andere Bundesländer – der Großteil davon fährt nach Wien.
    Beim „Unique-Talk“ am Montagabend diskutierten die drei Landeshauptleute der Ostregion – Michael Ludwig, Hans Peter Doskozil (beide SPÖ) und Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) – über aktuell wichtige Themen der am stärksten wachsenden Region Österreichs, darunter war auch der Verkehr. Dabei ließ der burgenländische Landeshauptmann mit einer Aussage aufhorchen: Es gebe bereits weit gediehene Verhandlungen, die Förderung des Individualverkehrs per Auto für Pendler nach Wien zurückzufahren, um diese in stärkerem Maß als bisher auf die Schiene zu bringen.
    „Neuer Denkansatz“
    Dabei gehe es eher um die grundsätzliche Diskussion, wie der Verkehr in einer wachsenden Region in den kommenden Jahren besser in den Griff zu bekommen sei, heißt es dazu auf eine KURIER-Anfrage aus dem Büro von Doskozil.
    Die Aussage beziehe sich nicht auf eine mögliche Änderung der Pendlerpauschale, wird von einem Sprecher versichert. Vielmehr sei angedacht, mittelfristig je einen zentralen Verkehrsknotenpunkt für das Nord- und das Südburgenland zu schaffen, wo die burgenländischen Pendlerströme gebündelt werden sollen – idealerweise an Bahnhöfen.
    „Das wird aber natürlich nicht von heute auf morgen gehen, schließlich ist das ein ganz neuer Denkansatz“, sagt ein Doskozil-Sprecher. Hintergrund dessen sind auch die seit einigen Jahren laufenden Diskussionen rund um die geplante Bahnschleife Eisenstadt, deren Baustart sich immer wieder verschiebt und durch die die Fahrtzeit nach Wien verringert werden soll.
    Zentrale Bahnhöfe?
    Neben der Beschleunigung des Pendlerverkehrs gehe es laut Doskozil aber auch darum, den Verkehr umweltschonender zu gestalten, also die Verlagerung auf die Schiene zu forcieren. Als mögliche Standorte für einen nördlichen burgenländischen „Zentralbahnhof“ werden die Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf genannt – konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, wird versichert, wohl aber „enge Verhandlungen mit Bund und ÖBB“.
    Die Umsetzung eines Verkehrsknotenpunktes im Süden müsse laut Auskunft des Büros des Landeshauptmannes „gut überlegt“ sein und sei natürlich „schwieriger“, weil die Infrastruktur, also Bahnhöfe, nicht vorhanden sei. Durchaus denkbar sei allerdings eine grenzüberschreitende und von der EU geförderte Lösung mit Ungarn.
    Lob für den Vorstoß zur Ausweitung des Angebots öffentlicher Verkehrsmittel gibt es von den burgenländischen Grünen. Die beziehen sich in ihrer Aussendung allerdings hauptsächlich auf eine Umstellung der Pendlerpauschale, die aber von Doskozil gar nicht konkret angedacht wurde.



    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die Umsetzung eines Verkehrsknotenpunktes im Süden müsse laut Auskunft des Büros des Landeshauptmannes „gut überlegt“ sein und sei natürlich „schwieriger“, weil die Infrastruktur, also Bahnhöfe, nicht vorhanden sei. Durchaus denkbar sei allerdings eine grenzüberschreitende und von der EU geförderte Lösung mit Ungarn.
    Jennersdorf gehört also nicht mehr zum Burgenland?
    Ansonsten könnte ich einer Wiedereröffnung der Güssinger Bahn schon etwas abgewinnen. :D
  • Stimmt, das wäre selbst mit einem Regionalzug Jennersdorf - Sopron - Wiener Neustadt und von dort ohne Halt nach Wien in 3h10 zu schaffen. Würde man einen Burgenlandexpress mit gestrafftem Fahrplan führen, käme man wohl auf 2h50.

    Aber, wieder einmal, wie wärs mit der Neuerrichtung von Oberwart - Szombathely?

    Andererseits, die Fahrzeit vom Bus wird die Bahn dort nie oder nur sehr schwer erreichen. Also, warum nicht die Busse über die Südautobahn bis nach Wiener Neustadt am Bahnof zu führen und dort steigt man in die Bahn um? Möglicherweise braucht man dort schon eine Busspur, um den Stau zu umfahren.

    Die Mittelburgenländer bringt man über die Schnellstrasse nach Mattersburg, vielleicht kriegt man sogar genug Fahrgäste für einen Zug nur mit Halt in Wiener Neustadt zusammen, wenn der zum Beispiel schon aus Sopron kommt.

    Und die Busse über die Südautobahn führt man nach Wiener Neustadt am Bahnhof und dort steigt man in die Bahn um und fährt staufrei nach Wien. Oder man macht den Umsteigeknoten in Grimmenstein zu den Rex aus Richtung Hartberg, die von dort eh beschleunigt nach Wiener Neustadt und Wien fahren.
  • grubenhunt schrieb:

    Andererseits, die Fahrzeit vom Bus wird die Bahn dort nie oder nur sehr schwer erreichen. Also, warum nicht die Busse über die Südautobahn bis nach Wiener Neustadt am Bahnof zu führen und dort steigt man in die Bahn um? Möglicherweise braucht man dort schon eine Busspur, um den Stau zu umfahren.
    Warum bis Wiener Neustadt? Man könnte z.B. Petersbaumgarten direkt an der Abfahrt Grimmenstein aufwerten.
  • Fast ganz meine Worte ;)

    grubenhunt schrieb:

    Oder man macht den Umsteigeknoten in Grimmenstein zu den Rex aus Richtung Hartberg
    zugegeben, das Posting war in der Hinsicht ein bissl unübersichtlich.

    Beim Bahnhof Grimmenstein eine Kehrschleife samt P+R Parkplatz und Bushaltestelle anlegen. Diese Schleife könnten auch Fahrzeuge Aspang kommend benutzen, um nach Graz weiterzufahren.

    Oder, man entwickelt den Knoten mit weit geringerem Aufwand, wie Du vorschlägst, in Petersbaumgarten.
  • Hier eine Skizze :


    rot die Kehrschleife, schwarz der P+R-Parkplatz und die Wendeschleife der Burgenlandbusse.

    Dadurch ist ein sehr einfaches, rasches Umsteigen zur Bahn möglich, und es gibt keinen zusätzlichen Verkehr in den umliegenden Orten, im Gegenteil, der Halbanschluss Edlitz-Aspang wird indirekt zum Vollanschluss und Burgenlandbusse und P+R Nutzer belasten nicht die umliegenden Ortschaften.
  • Man hatte früher einmal einen direkten Zugang zum Rauchhaus (Museumsbauernhaus) in Mondsee vom Autobahnparkplatz aus. Ich weiss allerdings nicht, ob es den immer noch gibt, glaube aber, eher nicht mehr, das Luftbild bei googlemaps dürfte veraltert sein.

    Dort war sicher nicht mehr als ein "Gartentürl", auf dem irgendwas draufstand, dass man sich beim Durchschreiten auf Autobahngelände begibt und dass das kein Fussweg ist...

    Wobei der dortige (ehemalige?) Parkplatz überhaupt super für park+visit" geeignet wäre, nichteinmal 5min vom Zentrum, würde es Autofahrten ebendort vermeiden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()