70 Jahre PIKO

  • 70 Jahre PIKO

    Sonneberg: Modellbahnhersteller PIKO wird 70
    Wer am Samstag, den 22. Juni, beim inzwischen elften "Tag der Offenen PIKO-Tür" dabei sein möchte, fährt am besten mit dem Zug. Erstens, weil alle Modellbahnfans natürlich auch die echte Eisenbahn lieben und zweitens, weil man sich die nervige Suche nach einem Parkplatz sparen kann. Vom Bahnhof Sonneberg aus fährt ein kostenfreier Pendelbus zum Firmengelände.

    Sonderzüge nach Sonneberg
    Von Ilmenau aus zum Beispiel reisen Sie mit dem Dampfsonderzug der Rennsteigbahn an. Auch von Magdeburg, Leipzig und Berlin aus fahren Sonderzüge. Von Erfurt aus fährt der Spielzeugexpress und von Dresden der PIKO-Express. Möglichkeiten, entspannt nach Sonneberg zu kommen, gibt es also reichlich. Und auch aus der näheren Umgebung wie zum Beispiel von Eisfeld, Coburg oder Neuhaus aus kommen sie per Zug zum großen Fest der Modellbahnliebhaber. Wer aber dennoch auf sein Auto nicht verzichten möchte - direkt in Firmennähe gibt es einen großen Parkplatz.
    Bei PIKO erwartet alle Fans am Samstag ein Paradies. Die Firma zeigt ihr Sortiment in den vier Spurgrößen G, H0, TT und N. Gäste können den Mitarbeitern in der Produktion über die Schultern schauen und mit den Konstrukteuren fachsimpeln. Worauf sich viele Fans sicher schon freuen, sind die Sondermodelle, die extra für den Tag der offenen Tür herausgegeben und produziert werden. Wie zum Beispiel den Interzonenzug D 439 Köln. Dieser Zug ist im Original zwischen Hamburg, Lübeck und Rostock gependelt.
    Werksführungen bei laufender Produktion
    Der Tag der offenen Tür bei PIKO läuft von 9 bis 17 Uhr. Während der gesamten Zeit werden Werksführungen bei laufender Produktion geboten. Außerdem gibt es einen Extra-Verkauf für Oldies und Sonderposten. Die kleinen Modelleisenbahnfans können mit der großen G-Spielanlage spielen oder sich auf der Hüpfburg austoben. Wer mag, darf auch Waggons bemalen. Und natürlich gibt es jede Menge Modelleisenbahnanlagen zum Staunen und als Inspiration für die eigene Anlage zu Hause. Immer ein beliebtes Souvenir ist für die Sammler ein PIKO-Modell mit dem eigenen Bild als Aufdruck.
    Seine Ursprünge hat PIKO übrigens in Chemnitz. Noch vor der Gründung der DDR lief im ehemaligen Siemens & Halske Werk 1948 die Produktion von Modelleisenbahnen an. 1952 wechselte der Betrieb nach Oberlind bei Sonneberg. Damals wurden die Modelle unter dem Handelsname PIKO vertrieben. Ausgesprochen steht die Abkürzung PIKO für Pionier Konstruktion.
    1949, also vor 70 Jahren, gilt als die eigentliche Geburtsstunde des heute weltberühmten Modellbahnherstellers. Damals wurde nämlich ein extra Produktionszweig gegründet. Heute gilt PIKO neben Märklin, Fleischmann und Roco als vierter großer Hersteller mit einem Komplettangebot in den Modellbaugrößen G, H0, TT und N. In Sonneberg beschäftigt das Unternehmen etwa 200 Mitarbeiter und im chinesischen Chashan weitere rund 400.

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