Alptraum am Schulausflug...

  • Nachschlag aus den NÖN:

    (.....)
    ÖBB lud Klasse zur Nachschulung ein
    Denn durch einfaches Drücken der Taste hätte sich die Türe sofort wieder geöffnet, die sich wahrscheinlich nur geschlossen hatte, da die Lichtschranke anscheinend nicht lange genug blockiert wurde und deshalb die Türen korrekt nach fünf Sekunden schlossen. Das alles geschehe automatisch, der Triebwagenführer verriegle einzig und allein die Türen vor der Abfahrt, ihn treffe keine Schuld.
    Wiedergutmachung? Die ÖBB lud eine Klasse der Schule nach Floridsdorf zur Nachschulung in Sachen richtiges Einsteigen in einen Zug ein. Denn da, so die Ansicht der ÖBB, müsse der Fehler gelegen haben.
    Karl Mailer, Begleitperson und stellvertretender Obmann der Pendlerinitiative Ladendorf: „Beim Lesen der Antwort hat es mir die Sprache verschlagen.“ Auf den Vorfall selbst und die Schilderung der Lehrerin wurde eher spärlich eingegangen. Er machte sich die Mühe, daraufhin das System zu beobachten, und stellte fest, dass sich die Türen sehr wohl auch unmittelbar nach dem letzten Fahrgast schließen, ohne dass fünf Sekunden verstrichen wären. „Möglicherweise hat das unfehlbare System seine speziellen Zeiteinheiten, denn ein Versagen der Technik kann laut ÖBB ausgeschlossen werden. Da fährt die Eisenbahn drüber.“

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Lichtschranke der Tür würde nicht die Tür schließen lassen, bevor der letzte Fahrgast eingestiegen ist. Die Schlussfolgerung ist unausweichlich, dass die letzten 4 sich eben Zeit ließen mit dem Einsteigen. Es gibt einfach keine andere Version davon. Eine Nachschulung kann da hilfreich sein. Gerade bei größeren Gruppen ist es enorm wichtig, dass das Einsteigen zügig erfolgt, um Verzögerungen zu vermeiden.
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Denn durch einfaches Drücken der Taste hätte sich die Türe sofort wieder geöffnet, die sich wahrscheinlich nur geschlossen hatte, da die Lichtschranke anscheinend nicht lange genug blockiert wurde und deshalb die Türen korrekt nach fünf Sekunden schlossen.
    Vielleicht darf auch derjenige zur Nachschulung mit, der hier im Namen der ÖBB antwortete, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass nach aufgehobener Türfreigabe (oder wie das korrekt heißt), die Betätigung des Knopfes bei sich schließenden Türen beim Desiro ML nichts mehr bringt.

    Meine Erfahrungen mit dem Abfertigungsverhalten mancher Tfzf sind in letzter Zeit auch nicht so positiv. z.B. Vor nicht allzu langer Zeit war ich leider erst 10 Sekunden vor der Abfahrtszeit im Blickfeld des Tfzf, trotzdem ist der Taster ca 2-3 Sekunden vor meinem Erreichen (ca. 5 Sekunden nach planmäßiger Abfahrt) erloschen. Ja ich war zu spät, aber Kundenservice sieht anders aus. Bin die restliche Woche mit dem Auto nach Wien gefahren...
  • Newsflash, ein Tfzf hat einen Fahrplan einzuhalten - das ist besonders auf der Stammstrecke und auch auf Strecken mit eingleisigen Abschnitten (Stichwort Kreuzungen) wichtig. Würde er jetzt die Türfreigabe betätigen, würde das viel mehr als nur 10 Sekunden Verzögerungen bedeuten. Wenn die Tür zu ist, bleibt sie normalerweise auch zu.

    Dass du deswegen gleich das Auto nimmst... entweder du hattest ganz andere Gründe dazu oder es war eine schlechte Ausrede. Du kannst auch einfach rechtzeitig am
    Bahnsteig sein.

    Ich meine hey, ich war auch mal spät dran zum Railjet, um von Wien nach Mürzzuschlag. Die Uhr schlug nichtmal die Abfahrtszeit an und trotzdem war die Türfreigabe zurückgezogen. Ich hab halt eine Stunde gewartet. Mit Skisachen. Hab mich nicht allzu sehr aufgeregt, c'est la vie. Mir war klar, dass die Busse nur alle 2 Stunden an die Talstation fahren und ich deswegen entsprechend erst 2 Stunden später auf die Piste kam. Doch selbst wenn ich einen Führerschein hätte, wär ich nicht auf die Idee gekommen, deswegen das Auto zu nehmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von J-C ()

  • Hätte vermutlich eine knappe Minute gekostet, der Fahrplan auf der S1 ist bis Floridsdorf mehr als locker, da sie wegen dem RJ rechtzeitig in Süßenbrunn sein muss, aber wegen der Taktlage nicht zu früh in Floridsdorf sein darf. Abseits der Stoßzeit bedeutet das je 2 Minuten Aufenthalt in Leopoldau und Floridsdorf. Bei betreffender Schnellbahn war kein RJ dahinter. Ich meine mich an eine vermutlich schon lange nicht mehr geltende Regelung zu erinnern, dass Abseits des dichten Taktes auf Fahrgäste zu warten war.

    Es kamen binnen weniger Tage einige Sachen zusammen und da war dies dann das Tüpfelchen auf dem "i". Sicherlich meine Verantwortung pünktlich am Bahnsteig zu sein, aber Service am Kunden sieht eben für mich anders aus.
  • Wir wissen ja auch nicht, was genau passiert ist. Kann sein, dass die 4 sich erstmal vom Zug entfernten oder derlei Geschichten. Es ist ja auch oft so, dass sich alle Schüler durch 1 Tür zwängen. War der Zug überhaupt pünktlich?

    Das ist eben immer die Frage, was da jetzt genau passiert ist. Soweit haben wir nur die Schilderung der Betroffenen. Aber es kann auch sein, dass sie etwas ausgelassen haben.
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