[DE] 55 Akku-Flirt für Schleswig-Holstein

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  • [DE] 55 Akku-Flirt für Schleswig-Holstein

    Schleswig-Holstein: Stadler Sieger im XMU-Wettbewerb

    Anlässlich der InnoTrans stellte Stadler erstmals einen Flirt mit Akkuantrieb vor; Foto: C. Müller

    20. Juni 2019
    Stadler soll 55 Triebwagen für Schleswig-Holstein liefern.
    Dies hat Landesverkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) mitgeteilt. Damit ist das zuletzt umstrittene XMU-Vergabeverfahren abgeschlossen – noch läuft aber die zehntägige Einspruchsfrist. Die zweiteiligen Flirt mit Akkuantrieb sollen von einem Fahrzeugvorhalter finanziert werden, der gerade per Ausschreibung gesucht wird. Für die Instandhaltung ist der Hersteller über 30 Jahre zuständig – Stadler will dafür in Rendsburg und Neumünster Werkstätten errichten. Die Reichweite einer Batterieladung liegt bei bis zu 150 Kilometern, die Batterien werden an den heute vorhandenen Oberleitungen vor allem in den Bahnhöfen Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck, Lüneburg sowie auf der Strecke Osterrönfeld – Jübek aufgeladen. Außerdem wird das Land die DB Netz AG beauftragen, an einigen Stellen im Land zusätzliche Ladevorrichtungen zu bauen und bestehende Oberleitungen zu verlängern. Der Einsatz ist in den SPNV-Netzen Nord und Ost vorgesehen. (cm)

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  • Schleswig-Holstein: XMU-Entscheidung rechtskräftig
    01. Juli 2019
    Heute hat das Kieler Wirtschaftsministerium den Auftrag an Stadler im XMU-Verfahren erteilt.
    Die Vergabe sei „rechtsgültig“, so das Ministerium auf Nachfrage. Das Ministerium hatte am 19.06.2019 Stadler zum Sieger in dem technologieoffenen Verfahren zur Beschaffung von lokal emissionsfreien Regionaltriebzügen erklärt. Das Schweizer Unternehmen wird 55 E-Triebwagen mit Batteriezusatzbetrieb liefern. (cm)

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  • Stand: 14.10.2019 13:43 Uhr
    Ab 2022 sollen Akku-Elektrozüge durchs Land rollen
    Verkehrsminister Bernd Buchholz und Jure Mikolčić, Deutschland-Chef des internationalen Bahnherstellers Stadtler, haben in Kiel den neuen Akku-Elektrozug vorgestellt.Der Bahnverkehr in Schleswig-Holstein soll grüner werden: Auf den bisher nicht elektrifizierten Bahnstrecken fahren bald Elektrozüge mit Akkus. Die meisten Regionalzüge im Land fahren noch mit Dieselantrieb. Am Montag haben Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) und Jure Mikolčić, Deutschland-Chef des internationalen Bahnherstellers Stadtler, den Liefervertrag für die 55 neuen Triebwagen unterzeichnet. "Mich freut besonders, dass diese Lösung auch so wirtschaftlich ist", sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur.
    Nachholbedarf bei der Elektrifizierung
    29 Prozent - so groß ist der Anteil an elektrifizierten Bahnstrecken in Schleswig-Holstein und damit der geringste aller deutschen Bundesländer. Mit Hilfe der Elektrozüge gelinge ein Stück der nötigen Elektrifizierung des Bahnverkehrs, ohne in teure Oberleitungen investieren zu müssen, fasste Buchholz zusammen. Die neuen Triebwagen seien nicht nur emissionsfrei, sondern über den Investitionszeitraum gerechnet fahre das Land damit sogar etwas günstiger als mit Dieseltriebwagen. Die Kosten für die Fahrzeuge belaufen sich auf jährlich knapp 80 Millionen Euro. Das Geld soll aus den Regionalisierungsmitteln für den Bahnverkehr kommen, bezuschusst vom Bund.

    Buchholz erhofft sich mehr Wettbewerb
    Das Land kauft die Züge, übergibt sie dann an ein Unternehmen, das wiederum die Züge an einen Betreiber vermietet. Die Ausschreibung dafür läuft bereits. "Wenn das Land das Zugmaterial stellt, dann können sich mehrere Verkehrsunternehmer als Aspiranten darauf bewerben. Das schafft Wettbewerb und das schafft auch schlicht und ergreifend ein bisschen Konkurrenz für die Deutsche Bahn", betonte Buchholz.
    Ab 2022 sollen die ersten Züge rollen
    Die Elektrobahnen vom Typ "Flirt Akku" haben 124 Sitzplätze. Sie sind leiser, barrierefrei, klimatisiert und mit WLAN ausgestattet. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde. Die Akkus sind auf dem Dach montiert. Ihre Reichweite soll bis zu 150 Kilometer betragen. Sie werden an den Oberleitungen vor allem in den Bahnhöfen Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck, Lüneburg sowie auf der Strecke Osterrönfeld-Jübek aufgeladen. Für die Instandhaltung der Wagen soll Stadler verantwortlich sein. Dafür sind in Rendsburg und Neumünster Werkstätten geplant. Die ersten Züge sollen im Dezember 2022 über die Schienen rollen.

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