[ORF NÖ] Land NÖ, BMVIT und ÖBB schnüren Bahnausbaupaket um 372 Mio. EUR

  • [ORF NÖ] Land NÖ, BMVIT und ÖBB schnüren Bahnausbaupaket um 372 Mio. EUR

    372 Millionen Euro für den Bahnausbau

    Das Land Niederösterreich, das Verkehrsministerium und die ÖBB haben ein millionenschweres Bahnpaket beschlossen. Um 372 Millionen Euro sollen u.a. mehrere Bahnstrecken elektrifiziert werden. Auch die Verlängerung von Bahnsteigen wird geplant.

    Online seit heute, 6.05 Uhr Die Verlängerung der Bahnsteige auf der S-Bahn in und rund um Wien soll künftig längere Züge und somit den Transport von mehr Fahrgästen ermöglichen. Bisher galt dieses Vorhaben an einzelnen Stationen als schwer umsetzbar, dennoch wurde nun vereinbart, mit der Planung zu beginnen. Gemeinsam mit der Stadt Wien soll ein Stufenplan erarbeitet werden, heißt es seitens des Landes Niederösterreich.
    Elektrifiziert werden sollen zudem die Traisental- und Erlauftalbahn, die Kremser Bahn sowie die Strecke Gänserndorf-Marchegg, auf der derzeit noch Dieselloks fahren. Damit will man die Emission von Treibhausgasen sowie Luftverschmutzung und Lärm reduzieren. In Summe werden dafür 187 Millionen Euro investiert. Eine Evaluierung, ob weitere Strecken elektrifiziert werden, soll bis zum Juni 2021 erfolgen.
    186 Mio. Euro für Kamptal- und Puchberger Bahn
    Die Kamptal- und Puchberger Bahn sollen zudem künftig schneller unterwegs sein. Die Kosten für die Entwicklung und den Betrieb dieser beiden Bahnen werden auf 186 Millionen Euro geschätzt. Auch bei der alten Westbahnstrecke, der inneren Aspangbahn, der Nordwestbahn zwischen Tulln und Tullnerfeld sowie auf der Südstrecke zwischen Wien-Meidling und Mödling sind Verbesserungen geplant.
    Die Kamptalbahn soll künftig schneller unterwegs sein. Foto: ÖBB/Kajetan Steiner

    Zahl der Pendler verdoppelte sich in 25 Jahren
    Das vereinbarte Paket soll die Mobilitätswende vorantreiben, sind sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Ludwig Schleritzko (beide ÖVP) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä einig. Rund 30 Prozent des Schienennetzes der ÖBB liegen in Niederösterreich, daher sei es „selbstverständlich, dass wir unter anderem einen Fokus auf die Strecken im Bundesland legen“, sagte Matthä.
    In Niederösterreich nutzen pro Jahr etwa 150 Millionen Menschen öffentliche Verkehrsmitte, vor allem die Bahn. Die Zahl der Pendlerinnen und Pendler hat sich in den vergangenen 25 Jahren verdoppelt.

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