Heidenreichstein - Neues Gleis und neue Lokführer für Schmalspurbahnverein

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Heidenreichstein - Neues Gleis und neue Lokführer für Schmalspurbahnverein

    Heidenreichstein
    Neues Gleis und neue Lokführer für Schmalspurbahnverein
    Zwei neue Lokführer hat der Schmalspurbahnverein.
    Volle Züge schon vor offiziellem Saisonbeginn.


    Von Stefan Hawlicek. Erstellt am 30. Juni 2019 (04:00)
    gefunden in der NÖN

    Hawlicek
    Prüfer Franz Wagenhofer mit WSV-Lehrführer Harald Herdin, den beiden neuen WSV-Lokführern Johannes Schendl und Jochen Glanznig (1. Reihe) sowie Preeya Glanznig, Zugchef Patrick Miedler, WSV-Schatzmeisterin Annemarie Trisko und WSV-Obmann Manfred Schwingenschlögl.

    Der Waldviertler Schmalspurbahnverein (WSV) baut sein Team an Lokführern weiter aus. Mit Jochen Glanznig und Johannes Schendl haben wieder zwei Mitglieder ihre Lokführerprüfung erfolgreich absolviert und den Personalstand damit auf zehn WSV-Lokführer erhöht. „Es ist schön zu sehen, dass ein Verein seinen Mitgliedern eine dermaßen fundierte Ausbildung zukommen lässt, mit der beide Prüflinge sowohl den theoretischen wie auch den praktischen Teil auf Anhieb bestanden haben“, erklärt Prüfer Franz Wagenhofer vom Amt der NÖ Landesregierung.

    Mit den beiden Neo-Lokführern kann der WSV in der nächsten Zeit zudem auch verstärkt auf Mitglieder setzen, die nicht aus der Region stammen. Jochen Glanznig, im Brotberuf Unternehmensberater, kommt aus Poysdorf im Weinviertel, Johannes Schendl, im Brotberuf Mitarbeiter der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG), wohnt in der Wachau.

    1.200 Stunden ehrenamtlich geleistet
    In den vergangenen Monaten haben die WSV-Mitglieder wieder unzählige Stunden in die Erhaltung der historischen Fahrzeuge und der rund 13 Kilometer langen Strecke investiert. Ein großer Brocken war die komplette Neulage eines 500 Meter langen Gleisabschnittes, in den im März und April an die 1.200 Arbeitsstunden geflossen sind. Am Fahrzeugsektor wird eifrig an der Wiederinbetriebnahme der ehemaligen ÖBB-Diesellok 2092.04 gearbeitet. Sie soll Ende des Jahres wieder mit eigener Kraft unterwegs sein können.

    Mit der aus Rumänien stammenden Gastlokomotive „Poldi“ kann der Verein außerdem auf eine speziell für den Bauzugdienst dringend notwendige, zweite betriebsfähige Diesellokomotive zurückgreifen.
    Das Fahrgastaufkommen zwischen Heidenreichstein und Alt- Nagelberg hat sich bereits in der Vorsaison ausgesprochen erfreulich entwickelt. „Noch vor dem offiziellen Saisonstart am 13. Juli konnten wir etwas mehr als 2.000 Fahrgäste in unseren Sonder- und Themenzügen begrüßen“, freut sich WSV-Obmann Manfred Schwingenschlögl. Auch der erstmals in Verkehr gesetzte Teddybärzug hat mit einer Auslastung von stolzen 96 Prozent aus dem Stand weg alle Erwartungen deutlich übertroffen.

    Als Publikumsmagnet sollen sich auch in der Saison 2019 die Doppelausfahrten aus dem Bahnhof Alt-Nagelberg entpuppen, bei denen der Wackelstein Express des WSV rund zwei Kilometer neben den Zügen der NÖVOG fährt.