Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 12: Brașov (50 B.)

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  • Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 12: Brașov (50 B.)

    Hallo!



    Zum vorherigen Teil der Serie:
    Mit dem Schnellzug durch die Hecke - 11: Bușteni (50 B.)
    mstsforum.info/index.php?topic=3922.0


    Das Video zu dem Teil:





    31. 7. 2018

    Dienstag Mittag war ich mit Regio Călători R 16031 aus Bușteni am Bahnhof von Brașov angekommen.




    Ich bezog mein Zimmer in der Pension Bittner an der Strada Nicolae Teclu nahe des Bahnhofs. Die Gastwirten sind freundlich, Zimmer nett und günstig - ich kann es für einen Aufenthalt in Bahnhofsnähe abseits der Altstadt empfehlen.
    Um halb drei kehrte ich zum Bahnhof zurück.




    Zeit hatte ich mir lassen können, denn IR 347 "Dacia" Wien - Bukarest kam um 14:56 mit eineinhalb Stunden Verspätung daher.




    Viel mehr Zeit blieb draußen allerdings nicht, wenn man sich die Gewitterwand Richtung Gebirge anschaute. Der Chips-verseuchte Softrans Hyperion stand als IR 15932 Brașov - București Nord - Craiova mit Planabfahrt 14:55 bereit.




    641 219 (ex 65-1219) mit verblasstem Sibiu-Wappen ging vom Zug.




    410 009 rollte heran.




    Diese Grasmähdinger sind momentan unglaublich populär in der gesamten Region - ich habe sie auf dieser Reise ziemlich oft im Einsatz gesehen. Für die Ausfahrt des "Dacia" siehe Video bei Minute 23:20.




    Anschließend ging es an der 150er vorbei zum nahen Supermarkt im Einkaufszentrum und ins Zimmer bevor die Gewitterschauer herniederprasselten. Die letzten Tage war ich ohnehin immer gegen 3-4 Uhr Früh aufgestanden, da konnte ein Ruhenachmittag nicht schaden.





    1. 8. 2018

    Am nächsten Morgen um dreiviertel sechs auf dem Weg zum Bahnhof.




    Die detailreich geschmückte "Rumänienlok" 400 734 des Depots Ploiești erwartete mich wie schon am Tag zuvor in der Früh.




    Noch mit müden, roten Augen. Rechts: Auftritt des wahnsinnigen Rangierhobels.









    R 2101 Brașov - Sibiu in Form eines Desiros brachte mich pünktlich um 6:28 nach Codlea (Deutsch: "Zeiden", Ungarisch: "Feketehalom").




    Ich ging rasch ans nördliche Ende der Stadt und bestieg einen von Schafen abgegrasten Hügel. Um 6:59 zeigte sich diesmal pünktlich IR 1928 Sibiu - Constanța mit Kutter.









    Nach den Hitzetagen war es der zweite kühle Morgen. Von der Feuchtigkeit der Gewitter des Vortages stieg Nebel auf und schaffte eine herrliche Stimmung über den Bergen.




    In der Ferne näherte sich wieder ein Desiro als R 2501 nach Făgăraș.




    Mit den 600 mm der Lumix hatte ich davor bis zur Wehrkirche Sfântul Petru in Ghimbav/Weidenbach gezoomt.
    Im Codlea-Panorama darunter ist der Zug ganz links zu entdecken.




    Ich machte es mir an der Aussicht bequem, aß Frühstück, nur gelegentlich kam ein Schwammerlsucher vorbei. Nach neun wanderte ging ich zwecks Motivänderung in die Wiese hinab, allzu große Schlammlöcher vermeidend. Mit einer halben Stunde Verspätung näherte sich IR 473 "Ister" Budapest - Bukarest, während ein paar Tropfen Regen fielen.









    Deswegen ist das Gras so kurz.




    Von Codlea selbst war ich positiv überrascht, es finden sich noch einige lange ursprüngliche Straßenzüge:
    de.wikipedia.org/wiki/Codlea





    Hauptsehenswürdigkeit ist die Kirchenburg aus dem 13. Jhdt.














    Der Bahnhof wurde ebenfalls schön gepflegt - einen Safe im Wartezimmer habe ich bis jetzt noch nirgendwo gesehen. Es könnte damit zu tun haben, dass sich gleich neben dem Bahnhof ein Gefängnis befindet...




    CFR Marfa 800 016 kam mit dem Fahrverschub durch.




    Vier Stunden nach dem "Ister" der nächste Planpersonenzug auf der Strecke: R 2506 Făgăraș - Brașov hat hier 12 Minuten Aufenthalt, denn...




    ... IR 1623 Bukarest - Sibiu kam mit 641 392 des Weges.




    Es blieb noch genügend Zeit die Jimmy-Ausfahrt zu filmen und den Desiro zu erwischen. Rechts ein Bus nach "Wien", so wie auch bald der "Dacia" tatsächlich nach Wien vorbeikommen sollte. Beim Autobus handelte es sich um Werksverkehr zu einer hier angesiedelten Fabrik.




    Regio Călători R 16036 nach Bukarest stand auf Gleis 1 in Brașov bereit.









    Wie öfters beobachtet wurde eine Caravelle am Zugschluss mitgeführt.




    Volles Caravelle-Farbenpotpourri.




    Rangierhobel auf einsamer Mission.




    Heute war der "Dacia" nur 22 Minuten verspätet - Video-Screenshot, wie manch andere Bilder in der Reportage.




    Ich ging zum Quartier und holte meinen Rucksack. Die Wolken schauten wieder ziemlich schwarz aus, besser man wartet am Bahnhof und kommt nicht unnötig in einen Schauer.




    Astra Trans Carpatic IR 15532 nach Bukarest mit dem einen schon bekannten Liegewagen stand zum Einsteigen bereit.




    Vehikel-Auffächerung - für die Eisenbahn besteht hier keine Einbahn.




    He - wer sagt, man muss ins Nirgendwo reisen um Heckenschnellzüge zu fotografieren? Einfach zur Ausfahrt Brașov Centrale - hier fährt jeder Schnellzug durch die Hecke.




    Der verrückte Rangierhobel stiftete Verwirrung und stellte die Garnitur des R 3533 nach Sighișoara einfach irgendwohin an den Bahnsteig.




    Nach vollendetem Werk.




    Pünktlich um 16:20 legte der Regen los.




    Regio Călători R 16341 dieselte Richtung Zărnești...




    ... just als IR 346 "Dacia" Bukarest - Wien eine Minute verfrüht einrollte.




    Endlich passt das Coladosen-Design genau.














    Ebenso überpünktlich wurde man von der Fahrdienstleiterin im kessen Schirm abgefertigt.




    Die kreative Pause des Rangierhobels war beendet: endlich wurde meine Garnitur bereitgestellt - IR 01746 nach Constanța. Am nächsten Tag war es wieder wolkenlos angesagt - Schwarzes Meer, wir kommen! :)
    lg,
    Roni

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