[KURIER] Anrainerbeschwerden über Lärmbelästigungen am Bhf. Deutschkreutz

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  • [KURIER] Anrainerbeschwerden über Lärmbelästigungen am Bhf. Deutschkreutz

    07.08.2019
    Deutschkreutz: Lärmmessung am Bahnhof
    Anrainern ist es neben dem Bahnhof viel zu laut. Laut ÖBB werden die Ergebnisse der Lärmmessung derzeit ausgewertet.
    Ein Problem, das seit Jahren für Unmut sorgt, ist die von den Anrainern des Bahnhofes Deutschkreutz kritisierte Lärmbelästigung.
    Das Beheizen bzw. Klimatisieren der am Bahnhof abgestellten Waggons auch während der Nachtstunden sowie das Verladen von Holz und Zuckerrüben würden den Bewohnern das Leben schwer machen, sagt Anrainersprecher Helmut Gager. Mit etlichen Schreiben hat er sich bereits an die Behörden sowie die ÖBB gewandt. Die ÖBB haben nun im Juli Lärmmessungen durchgeführt.

    Anrainer Helmut Gager kritisiert Lärm durch Beheizen der Züge und Holzverladungen. © Bild: Privat
    „Die Messungen vor Ort sind abgeschlossen und werden gerade ausgewertet. Mit der Gemeinde sind wir diesbezüglich laufend in Kontakt“, sagt ÖBB-Sprecher Karl Leitner. Noch dieser Woche soll es mit der Gemeinde ein Gespräch geben.
    Für Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) liege die „rascheste und effizienteste Lösung“ in einer Verlegung der Waggons in den Wirtschaftspark. Allerdings sei ohnedies geplant, den Bahnhof umzubauen. Über die Aufteilung der Kosten in der Höhe „zwischen 20 und 30 Millionen Euro“ müsse noch verhandelt werden, sagt Kölly.
    Anrainer- und Pendlergespräch im September

    Anfang September möchte er zur Klärung der Verkehrssituation im Ort ein Pendler-Anrainergespräch abhalten, zu dem auch Vertreter des Landes, der ÖBB und der Raab-Ödenburger Bahn eingeladen werden.

    KURIER
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Find ich schwer in Ordnung.
    Ich nehm an, all jene, die sich aufregen, haben den Bf vor die Tür gesetzt bekommen oder wurden von plötzlichem Zugbetrieb überrascht.
    Wirklich tadellos... ein paar ganz Lustige beschweren sich medienwirksam über angeblichen Lärm und kriegen dann vielleicht sogar, finanziert von der Allgemeinheit, entsprechende Maßnahmen gesetzt. So solls sein!
  • Diese G'schicht'ln mit "wer war früher da" usw. gelten schon lange nicht mehr, zumindest seit es die Schienenverkehrslärm-Immissionsschutzverordnung – SchIV gibt, denn darin heißt es:

    ...
    (2) Das Eisenbahnunternehmen hat Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen, wenn die Beurteilungspegel Lr in den maßgebenden Immissionspunkten nach Realisierung der baulichen Maßnahmen (§ 1) die Immissionsgrenzwerte überschreiten und wenn zum Zeitpunkt der Erteilung der Baugenehmigung für ein von den Immissionen betroffenes Gebäude nicht bekannt sein konnte, daß in diesem Bereich mit erheblichen Lärmbelästigungen durch den Schienenverkehr gerechnet werden muß.
    ...
    § 4. Die Immissionsgrenzwerte sind vom jeweiligen Beurteilungspegel Lr vor Realisierung der baulichen Maßnahmen abhängig und betragen

    1. für die Tagzeit
    – 60 dB, wenn Lr ≤ 50 dB,
    – Lr + 10 dB, wenn 50 dB ≤ Lr ≤ 55 dB, sowie
    – 65 dB, wenn Lr ≥ 55 dB, und

    2. für die Nachtzeit
    – 50 dB, wenn Lr ≤ 40 dB,
    – Lr + 10 dB, wenn 40 dB ≤ Lr ≤ 45 dB, sowie
    – 55 dB, wenn Lr ≥ 45 dB.
    ...