[OÖN] Hbf. Wels ist Sanierungsfall

  • [OÖN] Hbf. Wels ist Sanierungsfall

    15 Jahre nach der Eröffnung ist der Welser Bahnhof ein Sanierungsfall
    Von Friedrich M. Müller 09. August 2019 00:04 Uhr

    Voraussichtlich noch bis Mitte September dauert die Sanierung des südseitigen Zugangs zum Hauptbahnhof. Bild: Müller/OÖN

    WELS. Nach Wassereintritt muss Stiege an der Bahnhof-Südseite von Grund auf erneuert werden.

    WELS. Bauhandwerker geben seit einem Monat an der Südseite des Hauptbahnhofes den Ton an: Dort sind Rolltreppe und Stiege noch bis Mitte September gesperrt.
    Die Sanierung ist aufgrund von Witterungsschäden notwendig, heißt es seitens der Bundesbahnen. Offensichtlich wurden Fehler beim Bau der Treppe und des Übergangs zur Passage im ersten Obergeschoß gemacht. Es hat keinerlei Gefälle beziehungsweise Abflusssysteme für Regen- und Schmelzwasser gegeben. Dadurch gelangte Wasser – im Winter vermischt mit Tausalz – an die Metallkonstruktion der seitlichen Glaswände. Diese sind nach 15 Jahren völlig korrodiert und liegen noch als Zeugen auf der Baustelle.
    Die Baufachleute haben nun an der Treppenbasis ein leichtes Gefälle aufgetragen, sodass künftig Wasser gezielt abfließen kann und keinen Schaden mehr anrichtet. Nach Angaben der Bundesbahnen belaufen sich die Sanierungskosten auf rund 250.000 Euro, wobei in dieser Summe auch Reparaturen abseits der Treppensanierung enthalten sind. Eine exakte Summe könne daher nicht genannt werden.
    Rolltreppe wieder in Betrieb
    Eine gute Nachricht gibt es für Reisende, die am Bahnsteig 2 ankommen: Dort ist die Rolltreppe seit heute wieder in Betrieb; sie stand nach einem technischen Gebrechen zwei Wochen lang still.
    Die aktuelle Sanierung ist allerdings nicht die erste bei dem im November 2005 eröffneten Hauptbahnhof. Durch versteckte Baumängel löste sich drei Jahre nach Inbetriebnahme beim Übergang zur Neustadt ein 250 Kilo schweres Glaselement und krachte auf die Gleise. Glücklicherweise wurde bei diesem Zwischenfall niemand verletzt.
    Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst Holzplatten, später neue Glaselemente montiert. Danach war der Übergang auch gegen Wind und Wetter abgedichtet. Zuvor war Feuchtigkeit durch die wenige Zentimeter breiten Schlitze eingedrungen, dadurch begann sich der Bodenbelag zu wölben.

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