[ORF Kärnten] Bau der Koralmbahn in Kärnten im Zeitplan

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  • [ORF Kärnten] Bau der Koralmbahn in Kärnten im Zeitplan

    Koralmbahn-Bau geht planmäßig voran

    Jetzt in den Sommerferien fährt kein S-Bahn-Zug zwischen Klagenfurt und Bleiburg. Grund ist der Bau der Koralmbahn-Strecke zwischen Klagenfurt und Graz. Geht sie – wie geplant – 2026 in Betrieb wird zumindest tagsüber nicht der gesamte Güterverkehr dort fahren können.

    Online seit heute, 8.06 Uhr An der Drauquerung, am neuen Bahnhof Mittlern und an der Bleiburger Schleife wird derzeit am intensivsten gearbeitet. Zwischen Klagenfurt und Grafenstein fährt jetzt schon der S-Bahn-Verkehr auf der Neubaustrecke. Jetzt kommt ein weiterer Teil beim Tunnel Lind zwischen Grafenstein und Stein im Jauntal dazu.
    ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch sagt, das bestehende Streckengleis werde von der Altbaustrecke auf die neue Strecke „verschwenkt“. Parallel dazu erfolgen Gleisbauarbeiten; außerdem werden Kommunikationseinrichtungen und Sicherungstechnik eingebaut. „Wir werden mehrere hundert Kilometer Kabel verlegen“, so Posch.
    Die Arbeiten sind aufwendig, da die Altbaustrecke die Neubaustrecke mehrmals quere. Es müssten Ramen aufgeschüttet und Gleisschotter ausgebracht werden. Zudem werde die Oberleitung installiert. „Ein Arbeitspaket, an dem wir während der Sommerferien arbeiten.“
    Derzeit keine Verzögerungen
    Im Koralmtunnel geht der Vortrieb weiter. Wann der Durchschlag in der Nordröhre erfolgt, kann noch nicht gesagt werden. Es fehlen noch zwei Kilometer. Derzeit gebe es bei den Tunnelvortriebsmaschinen, anders als in der Vergangenheit, keine Probleme und Verzögerungen, sagt Posch: „Wir sind voll im Zeitplan.“
    Ab 2026 sollen im Zweistundentakt schnelle Railjetzüge zwischen Graz und Klagenfurt verkehren. Dazwischen Intercityzüge. Auch die S-Bahn-Züge werden auf der zweigleisigen Strecke unterwegs sein. Tagsüber wird ein Teil des Güterverkehrs daher weiterhin auf der jetzigen Bahnstrecke zwischen Bruck an der Mur, Neumarkt und Klagenfurt unterwegs sein.

    ORF Kärnten
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ramen da nichts zu suchen hat

    Tagsüber wird ein Teil des Güterverkehrs daher weiterhin auf der jetzigen Bahnstrecke zwischen Bruck an der Mur, Neumarkt und Klagenfurt unterwegs sein.

    Bei jeder lustigen Variante, die ein Knoflacher oder sonst ein Lacher hervorgebracht hätte, wäre das ein Problem geworden. Wie auf der Westbahn ist es natürlich absehbar, dass der Güterverkehr tagsüber nich hineinpasst. Das ist aber selbstverständlich kein Konstruktionsfehler, sondern tatsächlich wieder ein Beweis für die Eleganz beider Projekte.

    Dank des Semmering-Basistunnels wird die Betriebsabwicklung der Güterzüge wesentlich vereinfacht, dank der Koralmbahn wird zwischen Bruck und Klagenfurt die Kapazität erhöht. Die dort eingesetzten IRs werden dank der Haltepolitik wesentlich besser mit dem Güterverkehr harmonieren können als beim derzeitigen Konzept.

    Gleichzeitig kann der Fernverkehr 1 Stunde schneller als bisher rollen.

    Eine Strecke über die Wechselbahn zum Beispiel hätte das nicht gebracht, erst recht keine mehr als fragwürdige Trassierung über Ungarn.

    Kurz gesagt, dieser Artikel insgesamt macht mich schon irgendwie glücklich.