Pressemitteilung: Bei Arbeiten für U5 - Bauarbeiter stoßen auf komplett erhaltene U5 der alten Römer

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  • Pressemitteilung: Bei Arbeiten für U5 - Bauarbeiter stoßen auf komplett erhaltene U5 der alten Römer

    Bei Arbeiten für U5: Bauarbeiter stoßen auf komplett erhaltene U5 der alten Römer
    von Die Tagespresse

    Bei Grabungsarbeiten für die neue U5 stießen Bauarbeiter auf gut erhaltene Überreste einer U-Bahn der alten Römer. Die Bahn mit der Liniennummer 5 wird von Archäologen auf der zweite Jahrhundert nach Christus datiert. Muss jetzt alles, was wir über die Römer zu wissen glaubten, infrage gestellt werden?

    WIEN – Mit großen Augen bestaunt Archäologe Florian Prorok die fast vollständig erhaltene Infrastruktur. „Eine Sensation. Wir haben sogar Spuren entdeckt, die Rückschlüsse auf die damaligen Ernährungsgewohnheiten in der römischen U-Bahn liefern“, sagt er und zeigt auf ein mumifiziertes Kebab mit alles, das ein Römer auf einem Sitz liegen lassen hat.

    Ein einem Tongefäß, das im Waggon herumliegt, entdeckt das Team um Prorok außerdem Rückstände eines alkoholischen Gerstensafts, der aus der Gegend des heutigen Ottakrings stammen dürfte.

    Verstörende Artefakte
    Für Stirnrunzeln sorgt ein weiteres Fundstück: Prorok zeigt auf ein Stück Pergament unter einem Sitz, auf dem völlig belanglose Nachrichten mit zahlreichen Rechtschreibfehlern zu lesen sind. Diese huldigen den damaligen Herrschern und wurden offenbar an den Eingängen aller Stationen zur kostenlosen Entnahme angeboten. „Der Sinn und Zweck dieses Gratis-Pergaments wird wohl für immer ein Rätsel bleiben“, so Prorok nachdenklich.

    Das komplexe Tunnelsystem zieht sich durch ganz Wien. An der Stelle des heutigen Happel-Stadions orteten Archäologen ein Kolosseum, wo laut ersten Erhebungen erwischte Schwarzfahrer wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden, wenn sie keine 115 Sesterzen zahlen und sich vor den Kontrolloren auch nicht ausweisen konnten.

    Neuzeitlicher Fund
    Einen kuriosen Fund aus der Neuzeit machten die Bauarbeiter in der Nähe der neuen U5-Station Frankhplatz: einen Bunker, den Archäologen auf das Jahr 2018 datieren und der offenbar Herbert Kickl gehört, da an den Wänden 600 Fotos von Herbert Kickl hängen.

    Der Ex-Innenminister hat sich offenbar gut auf den Untergang vorbereitet. Das Bunker-Inventar besteht aus 50 kg Frolic-Trockenfutter für Vilimsky, einem Krone-Hit-Volksempfänger, 900 Fantasieuniformen, sowie einem umgedrehten Glas mit Buchstabenkreis, um via Tischerlrücken mit Jörg Haider zu chatten.