[NÖN] 2,6 Mrd. EUR-Investion der ÖBB in die NÖ. Bahninfrastruktur

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    Die politischen Verantwortungsträger, die ein Verkehrsmittel in Konkurrenz zum andren sehen, dürften eh nicht ganz sauber sein. Zeigt sich in Wien aber eh deutlich, weil man dort ja lieber Ubahnen in die Botanik baut, statt die Schnellbahn zu attraktivieren.

    Und eben, weil man offenbar lieber vor der Stadt Wien auf die Knie fällt, hat man die Schnellbahn zur Pseudo-Ubahn und den Leuten damit das Pendeln mühsamer gemacht, als es eh schon ist, bei den laufenden Störungen auf der Stammstrecke.

    Und ja, am Land ist ein Auto notwendig. Weil das Land dafür gesorgt hat, dass eine Zersiedelung herrscht, dass man ohne oft nichtmal das Notwendigste einkaufen kann, Öffis unter den immer gleichen Argumenten (kein Geld da, zu teuer) eingestellt und Bahnen abgetragen wurden und Straßen geschaffen wurden, die den wenigen noch bestehenden Bahnen das Wasser abgraben.
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    Die politischen Verantwortungsträger, die ein Verkehrsmittel in Konkurrenz zum andren sehen, dürften eh nicht ganz sauber sein.
    Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben!


    Zeigt sich in Wien aber eh deutlich, weil man dort ja lieber Ubahnen in die Botanik baut,
    Das ist Blödsinn! Schau dir die Seestadt an - wie hat es dort vor 10 Jahren ausgesehen, wie wird es in 15 Jahren aussehen? Daher war es die beste Idee, dort die U-Bahn als Erstes zu bauen, alleine wegen der Kosten für eine nachträgliche Errichtung.


    Weil das Land dafür gesorgt hat, dass eine Zersiedelung herrscht
    Wie willst du das verhindern?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
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    4746.001, 4744.001-03x sind mit ETCS ausgerüstet. Die ETCS-4744er fahren (noch) hauptsächlich auf der FJB (REX bzw. S 40), der Westbahn (REX, schnelle REX (REX+), S 50, auch bis St. Valentin) und der Rudolfsbahn Amstetten - Kleinreifling. Nur selten verirren sie sich auf die Stammstrecke.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
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    Der Standard schreibt heute eher kritisch über eine geplante zweite Stammstrecke...:


    Die Wiener S-Bahn braucht Takt statt Tunnels

    Der für Pendler ärgerliche Stau im S-Bahn-Netz ist nicht durch einen Großtunnel unter Wien aufzulösen. Es braucht Optimierung, Takt, Modernisierung und Geld aus den Bundesländer

    Luise Ungerboeck
    10. November 2019, 08:00



    Überfüllte Züge in der Stoßzeit, Verspätungen oder kurzfristige Zugausfälle bescheren vielen Pendlern viel Ärger.
    Foto: STANDARD/Cremer


    Grafik: STANDARD Bei leidgeprüften Öffi-Benützern stößt der Ruf aus Niederösterreich nach einem Großtunnel zwecks Erweiterung des Wiener Schnellbahnnetzes auf offene Ohren. Kaum jemand leidet nicht unter überfüllten Zügen in der Stoßzeit, Verspätungen oder kurzfristigen Zugausfällen, die bisweilen notorisch erscheinen. Doch ist der Bedarf nach Tunnelbohrungen, und milliardenschweren Investitionen tatsächlich gerechtfertigt?

    Die Entwicklung der Pendlerströme und bereits in Bau befindliche Erweiterungen lassen Zweifel am Bedarf aufkommen, legen sogar den Verdacht nahe, dass der Vorstoß nicht primär vom Streben nach stetiger Verbesserung des bestehenden Verkehrsangebots getragen ist, sondern vom Wunsch, den Bund (im Wege der ÖBB) zu Investitionen zu animieren. Denn Verkehrswirtschafter sehen insbesondere im bestehenden Schnellbahnnetz mit seiner Stammstrecke zwischen Wien-Meidling und Floridsdorf (siehe Grafik) jede Menge Potenzial, das es auszuschöpfen gilt.
    • Taktverdichtung Das Drei-Minuten-Intervall, in dem S-Bahn-Züge in der Hauptverkehrszeit (Früh- und Abendverkehr) unterirdisch durch die Stadt geschleust werden, ließe sich auf zweieinhalb Minuten verkürzen, rechnen Verkehrswirtschaftler vor. Auf einem anderen Blatt steht, wer finanziell für den Mehrbedarf an Zugverbindungen aufkommt. Von der ÖBB kommt diesbezüglich keine Aktivität, denn zuständig sind dafür die Bundesländer, also Niederösterreich und Wien. Sie teilen sich die Kosten für Pendlerzüge. Laut Gesetz für den Öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr (ÖPNRV-G) finanziert das Verkehrsministerium nur das Grundangebot, also den aktuellen Dreiminutentaktverkehr. Bis 2029 sind dafür im Bundesvoranschlag elf Milliarden Euro eingestellt.
    • Signalanlagen Der Bund kommt bei einer weiteren Taktverdichtung wieder ins Spiel, denn dafür bräuchte es neue Signalanlagen auf der ÖBB-Stammstrecke, die kürzere Abstände zwischen den Zügen ermöglichen. Die Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) müsste mit dem EU-Zugsicherungssystem ETCS, zumindest aber auf Linienzugbeeinflussung (LZB) aufgerüstet werden. ÖBB-Chef Andreas Matthä hält den Einbau einer Geschwindigkeitsprüfeinrichtung für nützlicher, der in Planung sei.
    • Nadelöhr Rennweg Bei aller Netz- und Taktverdichtung bleibt ein Nadelöhr: der Bahnhof Rennweg. Hier rächt sich der Rückbau von drei- auf zweigleisig in den 1990er-Jahren, seither fehlen Trassen für die Einbindung der Flughafenschnellbahn. Hinzu kommt jede halbe Stunde der City Airport Train (Cat), der ebenfalls eine Trasse braucht und so eine Verdichtung der S7 auf Viertelstundentakt bis Wolfsthal verunmöglicht. Wiewohl es Cat-Hälfteeigentümer Flughafen und ÖBB nicht gern hören: Verkehrsplaner wie der "Arbeitskreis öffentlicher Verkehr" hätten sogar dafür eine pragmatische Lösung: Die Übernahme des Cat ins S-Bahn-Netz bei gleichzeitiger Verlängerung bis Floridsdorf (oder weiter) und Wolfsthal. Profitieren würden die Fahrgäste, sie bekämen den vor 25 Jahren versprochenen Viertelstundentakt auf der S7.
    • Pottendorfer Linie Ab 2024 sollte die Entlastung der Südbahn wirken, Schnellzüge nach Wiener Neustadt werden über die Pottendorfer Linie geführt, und so wird S-Bahn-Kapazität bis Mödling frei.
    "Wir brauchen keine weitere S-Bahn-Stammstrecke", stellt der ÖBB-Chef im Gespräch mit dem STANDARD klar. "Es geht vor allem darum, Projekte zu forcieren, die bereits auf dem Tisch liegen und für Anbindung an die U-Bahn sorgen." Der Lückenschluss Marchegg-Aspern-Meidling (über den Hauptbahnhof) bis Hütteldorf ist in Arbeit inklusive Umweltprüfung für die Verbindungsbahn S80 Meidling-Speising-Hütteldorf.

    Einen Etappensieg hat die Westbahn errungen: Der Verwaltungsgerichtshof lässt die Höhe der Schienenmaut vom Bundesverwaltungsgericht neu berechnen. (Luise Ungerboeck, 10.11.2019)
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    Hier rächt sich der Rückbau von drei- auf zweigleisig in den 1990er-Jahren,
    Genau! Nur, dass dort nie ein "drittes" Gleis lag, geschweige denn ein Zug darauf fuhr! Das Planum war zwar da, aber nie ein Gleis! Die Trasse endete vor der Wand. Die nicht kreuzungsfreie Ausbindung zum damaligen Aspangbahnhof lag gut 300m weiter Richtung Südtiroler Platz.



    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.

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    westbahn schrieb:

    Das ist Blödsinn! Schau dir die Seestadt an - wie hat es dort vor 10 Jahren ausgesehen, wie wird es in 15 Jahren aussehen? Daher war es die beste Idee, dort die U-Bahn als Erstes zu bauen, alleine wegen der Kosten für eine nachträgliche Errichtung.
    selbst bei der Seestadt können wir, ebenso wie über Ideen bzgl. U1 nach Süden oder die bestehende U6 nach Siebenhirten darüber reden, ob es dort eine U-Bahn braucht und nicht auf performante Straßenbahnverbindungen. Sämtliche andre geistreichen Ideen, was U4 und U3 angehen, lass ich jetzt unkommentiert. Nichts desto trotz wurde und wird die Schnellbahn ja immer gegen die Ubahn ausgespielt.
    Stationen wie Lobau oder Hausfeldstraße werden kassiert - mit fragwürdigen Argumenten.

    westbahn schrieb:

    Wie willst du das verhindern?
    Durch entsprechende Vorgaben vom Land. Was ich mich aber so erinnere, hat man ja zumindest dem Wildwuchs an EKZ mehr oder weniger einen Riegel vorgeschoben.

    Draisinenfan schrieb:

    "Wir brauchen keine weitere S-Bahn-Stammstrecke", stellt der ÖBB-Chef im Gespräch mit dem STANDARD klar.
    Vielleicht hat er damit gar nicht unrecht! Bis hier Planungen abgeschlossen sind und überhaupt zu bauen begonnen wird, dauert es noch ewig. Dazu dann ewige Bauzeiten. Wie ich an anderer Stelle schon angemerkt habe, braucht ja sogar ein vergleichsweiser simpler zweigleisiger Ausbau der Pottendorfer Linie schon viel zu lange.
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    Durch entsprechende Vorgaben vom Land.
    Jeder Bürgermeister wäre dumm, wenn er (umgewidmetes) Bauland nicht bebauen ließe, schließlich bringt ihm das bares Geld, ob Wohnhäuser, Gewerbe oder Industrie!


    hat man ja zumindest dem Wildwuchs an EKZ mehr oder weniger einen Riegel vorgeschoben.
    Gibt es da konkrete Beispiele?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

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    5047.090 schrieb:

    Durch entsprechende Vorgaben vom Land. Was ich mich aber so erinnere, hat man ja zumindest dem Wildwuchs an EKZ mehr oder weniger einen Riegel vorgeschoben.

    westbahn schrieb:

    Gibt es da konkrete Beispiele?
    Durch eine entsprechende, bereits erfolgte Novellierung des NÖ ROG soll es EKZ auf der sogenannten grünen Wiese nicht mehr geben. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern wird erst in einigen Jahren zum Tragen kommen. Den Link zum RIS, um im NÖ ROG nachzulesen, brauche ich dir ja nicht legen.
    Das letzte auf der grünen Wiese errichtete EKZ war das G3 in Gerasdorf, das noch auf der Basis einer alten Rechtslage gebaut wurde.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    Ich gehe davon aus, dass du meinst:

    ....

    (4) Bilden mehrere Handelsbetriebe eine bauliche, funktionelle oder organisatorische Einheit, darf die Summe der Verkaufsflächen für zentrumsrelevante Waren in den Fällen gemäß Abs. 2 nicht mehr als 750 m² und die Summe der Verkaufsfläche für zentrumsrelevante Waren an Standorten gemäß Abs. 3 nicht mehr als 80 m² betragen. Eine funktionelle Einheit ist gegeben, wenn angrenzende und straßenseitig gegenüberliegende Grundstücke hinsichtlich ihrer Bebauung ausschließlich oder dominierend für Handelseinrichtungen einschließlich Abstelleinrichtungen für Kraftfahrzeuge genutzt werden, wobei bereits ein einzelnes angrenzendes oder straßenseitig gegenüberliegendes Grundstück diese Einheit bilden kann. Dazwischen liegende Verkehrsflächen unterbrechen die funktionelle Einheit nicht, ebenso Grundflächen (z. B. Grüngürtel und Gewässer) mit einer Gesamtbreite bis zu 14 m sowie schmale Grundstücke mit einer Breite bis zu 40 m.

    ...


    Naja, das kann man leicht umgehen und das wird auch gemacht, wie zum Beispiel bei einem EKZ in der Steiermark (dort ist das Raumordnungsgesetz 100% gleich). Man baut eben mehrere 750m2 große Verkaufsflächen und verbindet diese dann mittels Brücken.... ...war sogar einmal Thema in "Bist du deppert"
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
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