[ORF NÖ] Pendlerbefragung: Mehr Züge und günstigere Tickets

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  • [ORF NÖ] Pendlerbefragung: Mehr Züge und günstigere Tickets

    Pendler wünschen sich günstige Tickets und mehr Züge

    Pendler wünschen sich günstige Netzkarten für den gesamten Verkehrsverbund, mehr Züge und mehr Park-and-ride-Plätze. Die Arbeiterkammer hat mehr als 2.000 Pendler aus der Ostregion online befragt. Mehr als ein Drittel braucht länger als 60 Minuten in die Arbeit.

    Online seit heute, 14.40 Uhr Die Ergebnisse der Umfrage wurden am Freitag präsentiert. Gut die Hälfte der Autopendler steigt auf dem Weg zur Arbeit auch mindestens einmal auf Öffis um. Ein Drittel der Befragten war mit der Pünktlichkeit der Züge unzufrieden, etwa ebensoviele mit der Zahl der Zugverbindungen. Auf einzelnen Bahnachsen gab es große Unterschiede, besonders die Nordbahn bekam viele Negativ-Bewertungen.
    Hauptanliegen: Ein dichterer Taktfahrplan
    Die Pendler fordern außerdem bessere Fahrgastinformationen und einen dichteren Öffi-Takt. Rund jeder fünfte Öffi-Pendler gab an, dass er häufig in Bahn oder Bus arbeiten würde, die meisten davon unentgeltlich. 70 Prozent der Befragten pendeln jeden Werktag, also fünfmal pro Woche. „Bessere Öffis sind ein Schlüssel zur Verbesserung des Alltags der Menschen und zur Lösung der Klimakrise. Bus, Bahn und Bim werden angenommen, wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt“, sagte AK-Wien-Präsidentin Renate Anderl und forderte massive Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr.
    Die Arbeiterkammern Niederösterreich, Burgenland und Wien verlangen zehn Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren für den Klimaschutz, davon 5,5 Milliarden Euro für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich. Die Ostregion als bevölkerungs- und verkehrsreichster Teil des Landes müsse davon besonders profitieren. Pendeln sei nicht freiwillig.
    Wieser: „Ausbau und Leistbarkeit muss gegeben sein“
    „77,6 Prozent in Niederösterreich pendeln aus ihrer Wohnortgemeinde aus. Ein Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots ist daher höchst erforderlich, sowohl was die Qualität als auch was die Leistbarkeit betrifft“, sagte AK-Niederösterreich-Präsident Markus Wieser. Denn „wenn öffentlicher Verkehr mit entsprechenden Verbindungen und Angeboten verfügbar ist, dann wird er auch in Anspruch genommen“.
    Mehr als 51.000 Burgenländer pendeln Tag für Tag in andere Bundesländer zur Arbeit – die Hälfte davon nach Wien und ein Viertel nach Niederösterreich. „Das Thema Pendeln hat für das Burgenland eine ganz besondere Bedeutung. Dementsprechend viele Burgenländer – 692 an der Zahl – haben an der Pendler-Befragung teilgenommen“, sagte Gerhard Michalitsch, Präsident der AK Burgenland. Dabei zeige sich eine grundlegende Zufriedenheit mit den Öffi-Verbindungen. Trotzdem gebe es Verbesserungspotenzial.
    noe.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Im KURIER kann man in der Grafik "Zeugnis für die Öffis" durch Anklicken der jeweiligen Pendlerstrecke die Pendlerzufriedenheit abfragen. Eindeitiges Schlusslicht ist die Nordbahn mit ausschlielich negativer Bewertung.

    Bemerkenswert an der Grafik ist die Führung der FJB, die wegen zu geringer Pendlerbeteiligung nicht bewertet wurde, deren Linienführung über Litschau. Siehe Screenshot:



    Screenshot

    Auf der NWB steht die große Zufriedenheit der Pendler mit der Zahl der Zugverbindungen im krassen Gegensatz zur in den Medien immer wieder auftauchenden Forderung nach mehr Zugverbindungen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ob das Jammern über teure Öffi-Tickets tatsächlich berechtigt ist? Einzelfahrscheine mögen ja nicht unbedingt zum Umstieg verleiten, aber rechnet man die Jahreskarte um auf den Preis/Tag, schauts nicht so schlecht aus.

    365 Euro würden natürlich einen gewissen Lenkungseffekt haben, insbesondere auch für Fahrten in der Freizeit, aber da müssten zuvor massiv Kapazitäten erweitert werden.
  • Ja, aber ohne entsprechendes Angebot nützen günstige Tickets nichts. Was hat man von einem günstigen Ticket, wenn der Bus nur alle 2 Stunden oder gar seltener fährt?

    Es muss da schon einen gewissen Ausbau des Angebots geben und da sind so ziemlich alle Bundesländer gefragt. Selbst in Vorarlberg gibt es noch Ecken mit mäßiger ÖPNV-Versorgung...
  • Zu Zeiten, wo es noch eine VOR Gesamtnetzkarte gegeben hat, hat die halt niemand gekauft, obwohl die Gesamtnetzkarte grad mal ein paar Euro mehr gekostet hätte als z.B. eine Jahreskarte Wr.Neustadt-Wien....

    Zugegebenermaßen wurde dieses grottenschlecht (bzw. gar nicht...) beworben, dass niemand, und nicht mal die Busfahrer, es kannten, was tlw. auch ein Vorteil war, wenn man sich blöd stellte, aber so wirklich gieren tun die Leute wohl nicht nach so einem Angebot...

    Da kommen dann die 365 Euro ins Spiel, wo sich selbst der ärgste Autofahrer schwer tut, zu argumentieren, dass das Auto eh billig ist...