[ORF] Matthä: 6 Std. Bahnfahren besser als Fliegen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • [ORF] Matthä: 6 Std. Bahnfahren besser als Fliegen

    Neu

    ÖBB: Zugsfahren bis sechs Stunden Fahrzeit besser als Fliegen

    Für den Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, ist die Bahn dem Flugzeug auf kurzen Strecken überlegen. „Ich sage: Bis zu einer Fahrzeit von sechs Stunden ist es besser, mit dem Zug zu fahren. Der AUA-Chef sagt drei Stunden. Die Wahrheit wird bei viereinhalb, fünf Stunden liegen“, sagte Matthä heute im Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“.
    Die zwei Erfolgsfaktoren für die Bahn seien eine „gescheit ausgebaute Infrastruktur“ und ein „gutes Angebot“, so Matthä weiter. Auf der Weststrecke gebe es bereits eine gute Infrastruktur. Das nächste Projekt sei nun die Südstrecke bis Klagenfurt, die bis 2026 ausgebaut werden soll. „Dann erfolgt im nächsten Schritt die Modernisierung der Pyhrnstrecke“, sagte Matthä. Diese sei aber vor allem eine für den Güterverkehr relevante Strecke.
    Bahngüterverkehr 2018 erstmals unter 30 Prozent
    In dem Interview bekräftige Matthä zudem seine Forderungen nach „Wettbewerbsgleichheit“ und damit nach einer Abschaffung des Dieselprivilegs, einer höheren Mineralölsteuer sowie einer flächendeckenden Lkw-Maut.
    „Wir brauchen einen Wandel in der Mobilität. Kerosin ist nicht besteuert. Wir habe ein Dieselprivileg, von dem der Transit-Lkw profitiert. Wir haben die höchste Steuer auf grünen Bahnstrom.“ Ein Drittel der Kosten des Straßenverkehrs werde von der Allgemeinheit getragen, während es bei der Bahn nur ein Bruchteil sei, so Matthä. „Ein ökologisch vernünftiger Transport wird derzeit nicht honoriert.“
    Dennoch rechnet der ÖBB-Chef für den schwächelnden Güterverkehrsbereich der Bahn mit schwarzen Zahlen für das laufende Geschäftsjahr. 2018 konnte die Sparte zwar positiv abgeschlossen werden, sie war jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im vergangenen Jahr war der Anteil des Bahngüterverkehrs erstmals unter 30 Prozent gesunken.

    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neu

    dr. bahnsinn schrieb:

    ÖBB: Zugsfahren bis sechs Stunden Fahrzeit besser als Fliegen
    Das meint er wohl für Verbindungen wie Wien - Hamburg oder Wien - Venedig, München - Paris

    Fährt man in einer mittelgrossen Stadt wie Linz oder Salzburg weg, schauts sowieso viel besser für die bahn aus. Und dann kommt es immer auf die Situation an, je depperter der Flughafen liegt, desto besser für die Bahn. So Flughäfen wie München oder Paris CdG animieren ja geradezu zum Bahnfahren.
  • Neu

    Für mich persönlich kommen da noch die Punkte "Sicherheitskontrollen" und "Komfort" dazu.

    Dass man ständig wegen mitgenommener Flüssigkeit usw. genervt wird, kombiniert mit den billigen Sitzen und kaum Platz, spricht mehr als für die Bahn. Auch, wenn man dort länger unterwegs ist. Allerdings rede ich da eher von ICE bzw RJfirst. Die economy bräuchte dringends andere Sitze.