[DE] F 21 ante portas? Machbarkeitsstudie für den Frankfurter Fernbahntunnel

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • [DE] F 21 ante portas? Machbarkeitsstudie für den Frankfurter Fernbahntunnel

    Kosten von 3,5 Milliarden Euro: Bund und Bahn prüfen Fernbahntunnel für Frankfurt
    Veröffentlicht am 16.09.19 um 15:20 Uhr

    Ob er kommt, ist noch unklar. Doch wenn er kommt, wird es teuer: Bund und Bahn wollen prüfen lassen, ob ein Fernbahntunnel mit unterirdischen Gleisen am Frankfurter Hauptbahnhof machbar ist.

    Es wäre ein Projekt, das nicht nur kostentechnisch an Stuttgart 21 erinnern würde. Das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn haben am Montag bekanntgegeben, den Bau eine unterirdischen Fernbahntunnels samt angeschlossener Bahnsteige unterhalb des Frankfurter Hauptbahnhofs prüfen zu lassen.
    Eine Machbarkeitsstudie soll die Kosten und technischen Voraussetzungen klären sowie Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Mit Ergebnissen der Studie wird im Frühjahr 2021 gerechnet.
    Vom Kopf- zum Durchfahrtsbahnhof
    Das derzeitige Konzept sieht den Bau eines neuen Tunnels vor, der den Hauptbahnhof von West nach Ost unterqueren und dort an vier neue, unterirdische Gleise angeschlossen werden soll. Diese sind als Ergänzung der bisherigen oberirdischen Gleise gedacht.
    Nach Vorstellung von Bahn und Bund soll damit der Frankfurter Hauptbahnhof von einem Kopf- zu einem Durchfahrtsbahnhof werden. Die Fahrzeit für Fernverkehrszüge, die Frankfurt passieren, könnte damit um bis zu acht Minuten verkürzt werden.
    Vorteile auch für den Nahverkehr
    Außerdem, so die Theorie, stünden durch die Verlagerung des Fernverkehrs unter die Erde oberirdisch größere Kapazitäten für den Nah- und Regionalverkehr zur Verfügung. Derzeit teilen sich Fernzüge und Regionalbahnen noch das Bahnhofsvorfeld. Probleme im Fernverkehr führen daher des Öfteren auch zu Verspätungen im Frankfurter ÖPNV.
    Eine der Fragen, welche die Machbarkeitsstudie klären soll, ist die nach der Verbindung des Tunnels in Richtung Osten. Möglich wären sowohl Varianten nördlich des Mains über Hanau als auch südlich des Mains über Offenbach. Bereits jetzt steht jedoch fest, dass die Pläne ihren Preis haben. Mit 3,5 Milliarden Euro rechnen die Planer - laut erster Schätzung.

    www.hessenschau.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor