12.10 im Technischen Museum Wien

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  • Hier zwei, von außerhalb des Firmengeländes aufgenommene Fotos von Erwin Tisch, die die äußerlich aufgearbeitete Lok zeigen. Dem Vernehmen nach soll die Lok auf dem Areal des Technischen Museums unter Dach witterungsgeschützt aufgestellt werden. Da auf den Fotos bereits ein Autokran zu sehen ist, dürfte der Abtransport unmittelbar bevorstehen:



    Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 25. 9. 2019
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die Lok wurde lediglich um 90° gedreht. Die Arbeiten dürften also noch weitergehen.
    Hier ein aktuelles Foto von heute Vormittag. Wie an den neben der Lok aufgestellten Baucontainern sowie an der provisorischen Überdachung zu erkennen ist, ist die äußerliche Aufarbeitung voll im Gange:

    Foto: Erwin Tisch, aufgenommen am 29. 9. 2019
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Lieber Erwin! Unabhängig wer die Fotos im Profiforum "verwendet", sie sind nur verlinkt, demnach nicht physisch kopiert. Das Tenderfoto hingegen ist als Anlage zum Posting gespeichert und ist daher nur für registrierte User sichtbar. Es hier ohne Einwilligung des Rechteinhabers herzukopieren wäre doch ein Urheberrechtsverstoß und wir sind hier doch alle 110% gesetzestreu, oder? :P
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • westbahn schrieb:

    Und nachdem ich kein Arzt bin, maße ich mir auch keine (Fern)Diagnose an!
    Ich auch nicht, weshalb ich auch keine Ferndiagnose gestellt, sondern lediglich eine allgemeine Feststellung gemacht habe. So wie jene auf den Zigarettenpackungen: "Rauchen kann Ihre Gesundheit gefährden!" Diese richtet sich auch nicht an eine bestimmte Person, sondern an jeden Raucher. Der kann sich nun angesprochen fühlen oder auch nicht.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ORF Wien:

    Schwerste Dampflok fährt ins Museum

    Mit einem Spezialtransport ist die schwerste Dampflok, die jemals in Österreich gebaut wurde, ins Technische Museum gebracht worden. Sie ist insgesamt 138 Kilogramm Tonnen
    schwer und war einst mit rund 120 Stundenkilometer unterwegs.

    Online seit heute, 18.14 Uhr

    Die Lok der Baureihe 214 oder 12 war in jeder Hinsicht eine Lok der Superlative. „Die Räder haben einen Durchmesser von 1,96 Meter. Das war für Lokomotiven üblich, denn die Zwölfer wurde für die Westbahn gebaut, um die Fahrzeiten zu verringern“, so Thomas Winkler vom Technischen Museum Wien gegenüber „Wien heute“.

    Schneller auf der Westbahn
    „Mit den Lokomotiven, die noch aus der Monarchiezeit über waren, war die Fahrzeit für die Strecke Wien-Salzburg fünfeinhalb Stunden. Und mit diesen neuen starken Lokomotiven konnte man 100 und später sogar 120 km/h fahren und konnte die Fahrzeit fast um eine Stunde verringern, also auf viereinhalb Stunden.“

    1936 wurde sie in der Lokomotivfabrik Wien-Floridsdorf gebaut

    Lok mit Geschwindigkeitsrekord
    Die Lokomotive hält den Geschwindigkeitsrekord für österreichische Dampflokomotiven. Während einer Probefahrt konnte sie 154 Stundenkilometer erreichen. Dafür mussten die Heizer pro Stunde rund 40 Kilogramm Kohlen schaufeln.




    Bild: Technisches Museum Wien
    Die Lok selbst bringt ohne den Tender 114 Tonnen auf die Waage. Der Tender wiederum wiegt 24 Tonnen

    Transport ins Museum als Herausforderung
    Die letzte erhaltene Lok der Baureihe 214 oder 12 wurde nun ins Technische Museum Wien transportiert. Die Achsen und die Lokomotive wurden für den Transport voneinander getrennt. Sonst hätte es Probleme mit der Durchfahrtshöhe und auch mit dem Gewicht gegeben.
    Jetzt werden Lok und Achse – wie es in der Fachsprache heißt – noch „verheiratet“. Wenn die Gigantin dann auf ihren Rädern steht, bekommt sie noch ihren Schmuck in Form von hunderten Messingteilen. Es wird also noch einige Wochen dauern bis sich die schwerste und schnellste Dampflok ihrer Zeit in voller Pracht präsentieren im Technischen Museum kann.


    red, wien.ORF.at
    Link:
    Technisches Museum Wien
  • ORF Wien schrieb:

    Sie ist insgesamt 138 Kilogramm schwer...
    Das hat Werner oben eh schon ausgebessert.

    Aber nicht nur die Lok ist laut ORF-Angaben zu leicht, auch die Heizer hatten nicht viel zu tun:

    ORF Wien schrieb:

    Dafür mussten die Heizer pro Stunde rund 40 Kilogramm Kohlen schaufeln.
    Soll wohl 40 kg pro Minute heißen.

    Die Lok mit dem größte Raddurchmesser ist sie nicht. Das ist die 310.23 mit 2,14 m. Und die einzige 12er in Österreich ist sie auch nicht. Die 12.14 wurde zwar nicht in Österreich gebaut, aber sie ist als Lok der Reihe 12 eingestellt.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Vielen Dank an dr. bahnsinn für die freundlichen Kommentare und technischen Korrekturen.
    Auch der geänderte Thread-Titel passt jetzt perfekt.

    Die mit noch größeren Rädern bestückte 310.23, jetzt beheimatet im Heizhaus Strasshof und fallweise im Einsatz für Nostalgiefahrten, stand ja bis in die 1980er Jahre, leise vor sich hinrostend und gemeinsam mit anderen Fahrzeugen auf einer Wiesenfläche neben dem Technischen Museum Wien an der Stelle, wo heute das Radisson Blu Park Royal Palace Hotel steht. Bis sie dann zur Wiederbelebung und Aufarbeitung abtransportiert wurde.

    Bemerkung am Rande: Ein früherer Studienkollege war damals Direktor des Technischen Museums. Er hatte die Idee, eine Brücke von besagtem Wiesengelände neben dem Technischen Museum über die Linzerstraße zum Westbahnhof-Gelände zu bauen, um die Museums-Fahrzeuge des TMW auf Westbahn-Geleisen fahren zu lassen.
    Mit dieser Idee hat er sich nicht durchsetzen können.

    Sehr erfreulich ist, dass die 310.23 offenbar wieder fahrtauglich ist.
    Ihr Kohleverbrauch ist auch gewaltig: Zwei Tonnen Kohle für eine Semmering-Fahrt.
    Das klingt schon viel plausibler als der von dr. bahnsinn zu Recht bemängelte Wert aus der ORF-Meldung über die 12.10: 40 Kilogramm Kohle pro Stunde.

    Auch sehr erfreulich ist, dass die 12.10 jetzt aufpoliert (aufgearbeitet?) wurde und zumindest einen würdigen Aufstellungsplatz bekommen hat.
    Ob sie dort lange stehen wird? Oder ob sie gar jemals aus eigener Kraft wird fahren können?
    Zumindest Letzteres ist wohl stark zu bezweifeln: Kosten, Aufwand / Nutzen??