[ORF] ÖBB überlegen Einsatz von Smart-Ticketing

  • [ORF] ÖBB überlegen Einsatz von Smart-Ticketing

    ÖBB tüfteln an neuem Smart-Ticketing

    Die Österreichischen Bundesbhnen (ÖBB) prüfen ein Smart-Ticketing-Programm, das den Fahrscheinkauf via Smartphone vereinfachen soll. In Vorarlberg ist das Modell derzeit im Testbetrieb.

    Online seit heute, 13.41 Uhr Das Modell wird dabei auf seinen bundesweiten Einsatz geprüft. Der Kauf einer „Fahrkarte am Smartphone“ (Fairtiq) wird, so wie es regional etwa in Vorarlberg im Einsatz ist, über eine eigene App mit einem Wisch am Handy erledigt.
    System soll Tarif automatisch optimieren
    Die Kunden registrieren sich, melden sich beim Einsteigen am Handy an, checken beim Aussteigen aus und erhalten für die tatsächlich zurückgelegte Streckenlänge die Rechnung, ohne sich im vorhinein mit den Tausenden Tarifen der Bahn auseinandersetzen zu müssen. Das System „optimiert“ dabei auch den Tarif.

    Die ÖBB bewege sich von der bisherigen Rolle als Eisenbahn- und Transportunternehmen hin zu einem umfassenden Mobilitätsdienstleister, sagte ÖBB-Personenverkehrsvorständin Michaela Huber am Donnerstag beim Börsianer-Festival in Wien. Neue Player am Markt motivierten zu Innovationen. Es reiche nicht mehr nur das Angebot von Bahnhof zu Bahnhof. Es gehe um die gesamte Angebotskette von Haustür zu Haustür.
    Akku-Züge auf Probefahrt
    Zudem schicken die ÖBB in diesen Wochen strombetriebene Akku-Züge auf Probefahrt. Getestet wird zudem der automatisierte Fahrbetrieb von Zügen, und auf den Straßen ein „Digi-Bus“. Im ländlichen Raum testet die ÖBB u.a. einen Postbus-Shuttle, der abgerufen werden kann, als Ergänzung zu den Taktverkehren, um schneller zum Bahnhof zu kommen – ebenfalls über App oder Telefon kurzfristig zu buchen.
    Eine akkubetriebene Zuggarnitur der ÖBB in Bad Radkersburg auf einer ersten Probefahrt im Sommer An Alternativen testet das Unternehmen den Einsatz von Batterie und Wasserstoff getriebenen Bussen. Im Zugsbetrieb laufen Probefahrten mit dem Cityjet Eco, ein mit Akkus betriebener Zug, der jetzt im September seine ersten Strecken zurückgelegt hat, im Oktober wird der Test im Salzburger Land und im November in der Steiermark bei Bad Radkersburg weitergeführt.
    „Alle nicht elektrifizierten Strecken testen“
    „Wir müssen alle nicht elektrifizierten Strecken testen, zu allen Jahreszeiten, wo dieselbetriebene alte und laute Züge im Einsatz sind, wo es bergauf geht“, sagte Huber. „Für das Kamptal wäre dies eine gute Lösung“, so die Managerin nach den ersten Testfahrten des Akku-Zugs.
    red, wien.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wobei das ganze mit der Zuverlässigkeit steht oder fällt. Während ich jahrelang keine Probleme hatte, ist heuer das Ticket-Kaufen mit der App immer wieder ein Graus (App ladet ohne Ende bzw. die App springt zurück auf die Startseite der App). So geht es sich manchmal nicht aus, dass die Karte tatsächlich gekauft ist, bis ich in den Zug einsteige.
  • Jetzt ist es fix. Die ÖBB steigen mit Fairtiq ins GPS-Ticketing ein:

    ÖBB planen GPS-Ticketing

    Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) planen die Einführung von GPS-Ticketing mit dem Schweizer Anbieter Fairtiq. Das Smart-Ticketing-Programm soll den Fahrscheinkauf via Smartphone vereinfachen. Geplanter Start für das Pilotprojekt ist Anfang 2020.

    Online seit heute, 13.10 Uhr Beim GPS-Ticketing müssen sich Kunden zunächst die App aufs Smartphone herunterladen und sich mit den Zahlungsdaten registrieren. Dann genügt beim Ein- und Aussteigen ein kurzes Wischen am Handy, die Fahrt wird von der App registriert und abgerechnet.
    Ein- und Aussteigen der Kunden wird aufgezeichnet
    Der Vorteil für die Kunden ist laut ÖBB, dass sie sich nicht mit den Tarifen der Bahn auseinandersetzen müssen, denn das System wählt den günstigsten Tarif aus. Mittels GPS-Tracking wird die Fahrt des Kunden von Fairtiq aufgezeichnet.
    Fairtiq-Gründer Gian-Mattia Schucan betonte gegenüber den „Salzburger Nachrichten“, dass die Bewegung der Kunden nur zwischen Ein- und Ausstieg verfolgt werde. Wer beim Aussteigen das Wischen vergisst, wird von der App daran erinnert. Laut Schucan ginge Fairtiq mit den Daten sensibel und DSGVO-konform um, gesammelt werde nur so viel wie nötig. Im öffentlichen Verkehr in Vorarlberg gibt es GPS-Ticketing seit einem Jahr, in Linz seit August. Auch in der Schweiz wird Fairtiq verwendet.
    red, wien.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • In der Schweiz gibt es das schon länger und man kann mit Interesse verfolgen, wie sich der verrechnete Fahrpreis durch nachträgliche Gutschriften anpasst. Das ist z.B. bei längeren Umsteigevorgängen der Fall, wenn dann doch der günstigere, durchgehende Tarif verrechnet wird. Dennoch ist es ein „Kulturbruch“, und man wird auch sehen, wie die zahlreichen überlappenden Tarife abgebildet werden.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan
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