[Diverse Medien] Die VOR-Fahrplan-Misere

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  • [Diverse Medien] Die VOR-Fahrplan-Misere

    Karlstein: Wegen Busfahrplan-Änderungen kommen Schüler zu spät

    Mehrere HTL-Schüler schaffen es nicht mehr rechtzeitig in Schule. Nachbesserung nötig.


    Von Michael Schwab. Erstellt am 04. September 2019 (06:00)
    Der Bus der Linie 766 kommt nur drei Minuten vor Unterrichtsbeginn in Karlstein an.Foto: Michael Schwab

    Eine böse Überraschung wartete zu Schulbeginn auf mehrere Schüler der HTL Karlstein: Aufgrund von Busfahrplan-Änderungen kommen sie in der Früh nicht mehr rechtzeitig in die Schule. Betroffene Eltern wandten sich an die NÖN-Redaktion.
    Besonders schlimm sind die Gemeinden Gastern, Kautzen und Thaya betroffen, aus denen rund zehn Schüler keine brauchbare Verbindung am Morgen mehr haben. Bisher fuhr der Bus von Kautzen nach Waidhofen gegen 6.45 Uhr ab, und kam um 7.19 Uhr in Waidhofen an. Dort gab es dann einen direkten Anschluss nach Karlstein. „Jetzt fährt der Bus 15 Minuten später und kommt um 7.32 Uhr in Waidhofen an. Der Anschlussbus fährt aber nach wie vor wie früher und ist daher nicht mehr erreichbar“, schildert eine betroffene Mutter die Problematik. Erst gegen 10.30 Uhr würde ihr Sohn mit dem nächsten Bus nach Karlstein kommen.
    Auch die rund 25 Schüler, die mit der Linie Groß Siegharts-Raabs nach Karlstein fahren, haben nun Probleme, rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um 7.55 Uhr in der Schule zu sein. Der Bus kommt nämlich laut Fahrplan erst um 7.52 Uhr an, rechnet man dann noch die erforderliche Wegzeit von der Haltestelle zur Garderobe und zur Klasse hinzu, kommt man bestenfalls „auf den letzten Drücker“ zum Unterricht, und bei der kleinsten Verspätung des Busses zu spät.
    Fahrplan der Linie 761 wird geändert
    Georg Huemer, Pressesprecher im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) konnte am Montagnachmittag erste positive Ergebnisse vermelden. „Nachdem wir von der Schule in Karlstein vor wenigen Tagen Informationen erhalten haben, dass auch Schüler aus Kautzen (und Umgebung) in den Einzugsbereich gehören, konnten unsere Planungsexperten sehr rasch mit dem betreffenden Busunternehmer eine Verschiebung der Fahrpläne der Linie 761 (Kurs 106) vereinbaren“, sagt Huemer: „Der Bus wird künftig rund 10 Minuten früher in Kautzen abfahren, sodass sich der Umstieg auf die Linie 721 in Waidhofen ausgehen wird. Derzeit prüft das zuständige Busunternehmen die Verfügbarkeit von Fahrern und Bussen und ab wann die Fahrplanänderung tatsächlich schlagend ist.“
    Er bittet um Verständnis, dass diese Maßnahme nicht von heute auf morgen umsetzbar sei. Bei über hundert neu geplanten Buslinien im Waldviertel (die NÖN berichtete) gebe es leider in einigen Fällen kurzfristigen Verbesserungsbedarf. Man habe schon im Mai Schulen und Gemeinden auf die Änderungen aufmerksam gemacht, betont Huemer. Diese Infos seien aber von einigen Schulen erst kurz vor Schulanfang wahrgenommen worden.
    Für die knapp kommenden Schüler der Linie Groß Siegharts-Raabs plant die HTL eine interne Lösung: Der Unterricht soll statt 7.55 Uhr um 8 Uhr beginnen, die Mittagspause wird um fünf Minuten gekürzt.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hier gleich noch eine ähnlich gelagerte Geschichte, diesmal aus dem Südwesten Niederösterreichs:

    Neuer Fahrplan: Schülerbusse fahren nicht mehr

    Eltern aus Ybbsitz beklagen fehlende Postbus-Linien, die für ihre Kinder für den Weg zur und von der Schule in Waidhofen zentral waren.


    Von Andreas Kössl. Erstellt am 04. September 2019 (04:16)
    Seit Montag ist der neue Fahrplan des Verkehrsverbunds Ost-Region in Betrieb. Ybbsitzer Eltern beklagen fehlende Schülerbus-Verbindungen.Foto: VOR

    Am Montag trat das neue Regionalbuskonzept des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) in Kraft. Doch was die Verkehrsplaner des VOR als verbesserte Linienführung preisen, verärgert Ybbsitzer Eltern, deren Kinder in Waidhofen die Schule besuchen. Der Grund: Zwei der von den Schülern am meisten frequentierten Busse wurden mit Schulbeginn vom Fahrplan gestrichen. Nach Meinung der Eltern wurden sie nur unzureichend ersetzt. Das betrifft sowohl den Weg zur als auch den Weg von der Schule.
    In der Früh fällt nun der ÖBB-Postbus 1666, der bislang von Scheibbs über Gresten und Ybbsitz nach Waidhofen fuhr, weg. Mit diesem Bus fuhren die Ybbsitzer Schüler um 6.45 Uhr von der Ortsmitte ab und kamen um 7 Uhr bei BRG und HAK in Waidhofen an. Dieser Bus sei oft schon ab Ortsmitte voll besetzt gewesen, berichtet eine Mutter aus Ybbsitz, deren Kinder das Waidhofner Gymnasium besuchen. Der Ersatz sei unzureichend.
    Seit Montag müssen die Schüler nun wählen, welchen Bus sie zur Schule nehmen: Fahren sie um 7 Uhr in Ybbsitz mit dem Bus ab, so kommen sie bei BRG und HAK um 7.19 Uhr an. Um 7.25 Uhr beginnt die Schule. Für manche Eltern ist das zu knapp.
    Lange Wartezeit oder Eile vor Schulbeginn
    Die Abfahrtszeit des Busses davor wurde jedoch von 6.26 Uhr auf 6.22 Uhr vorverlegt. Dieser Bus kommt schon um 6.41 Uhr bei der Bürgerspitalkirche in Waidhofen an. Die Schüler müssten somit 44 Minuten warten, bis der Unterricht anfängt.
    Verärgert sind die Eltern auch darüber, dass auch der ÖBB-Postbus, der bislang um 13.05 von BRG und HAK abfuhr und um 13.18 Uhr in Ybbsitz Ortsmitte ankam, vom Fahrplan gestrichen wurde. Schließlich ist am Gymnasium meist um 13 Uhr Schulschluss. Somit war diese Linie die ideale Verbindung nach Hause. Nun müssen die Schüler aber bis 13.40 Uhr warten, bis es wieder heimwärts geht.
    Knapp wird es auch für die HTL-Schüler. Nach sechs Stunden ist dort um 12.40 Uhr Unterrichtsende. Bleiben drei Minuten Zeit, um den Bus nach Ybbsitz um 12.43 beim Landesklinikum zu erwischen. Geht sich das nicht aus, fährt der nächste Bus dann erst wieder um 13.43 Uhr.
    Nachdem die Ybbsitzer Eltern die Änderungen im Busfahrplan zur Kenntnis genommen hatten, kontaktierten sie den Verkehrsverbund Ost-Region über die Service-Telefonnummer. Die Antwort, die sie zu hören bekamen, war jedoch äußerst unbefriedigend. Die Schüler würden sich schon daran gewöhnen und ansonsten müssten die Eltern halt Fahrgemeinschaften bilden, hieß es.
    „Diese Antwort ist natürlich ein No-Go“, sagt VOR-Pressesprecherin Christina Bachmaier. „Normalerweise sind unsere Mitarbeiter aber sehr freundlich und zuvorkommend.“
    Mit Ressourcen, das Beste rausgeholt
    Grundsätzlich habe man bei der Fahrplanerstellung versucht, dass mit den vorhandenen Ressourcen für eine möglichst große Gruppe das Beste rauskomme. Es seien auch keine Linien gestrichen, sondern höchstens umgeschichtet worden. Die Ankunft des Schülerbusses um 7.19 Uhr in Waidhofen sei zwar knapp, gibt die VOR-Pressesprecherin zu. Durch Zubringer in Scheibbs und Gresten sei dies aber der frühest mögliche Zeitpunkt, an dem der Bus in Waidhofen ankommen kann, gewesen.
    „Sofern es keinen Stau gibt, geht sich das aber aus, da die Haltestelle gleich vor der Schule ist.“ Was den Bus um 13.40 Uhr am Nachmittag betrifft, so habe man sich da mit dem Taktfahrplan der Bahn abstimmen müssen.
    Den Ärger der Eltern könne sie bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, sagt Bachmaier, verweist aber im Gegenzug auf die moderne Busflotte, die nun mit WLAN, USB-Steckdosen und Klimaanlage aufwartet. Nach dem Start des neuen Busfahrplans am Montag werde es nun Fahrgastzählungen und Evaluierungen geben, kündigt die VOR-Pressesprecherin an. „Wir werden schauen, wo noch Verbesserungen nötig sind, und wenn möglich Feinjustierungen vornehmen.“

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Den Ärger der Eltern könne sie bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, sagt Bachmaier, verweist aber im Gegenzug auf die moderne Busflotte, die nun mit WLAN, USB-Steckdosen und Klimaanlage aufwartet.
    Hilft halt wenig, wenn man bei den Stationen warten muss.

    Hat die Waidhofner HTL noch Samstags Unterricht? Ansonsten kommt man da eh selten nach der 6. Stunde raus.
  • Auch in Amstetten gehen die Wellen hoch:

    Eltern erbost: Ärger über neue Fahrpläne in Amstetten

    Der Schulbeginn bescherte vielen Kindern in Amstetten eine böse Überraschung. Sie konnten an gewohnten Bushaltestellen nicht aus- oder einsteigen. Die Eltern protestieren beim Verkehrsverbund Ost-Region.


    Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. September 2019 (15:06) Der Bus der Linie 645, der um 13.36 in Mauer abfährt, fährt durch die Fahrplanänderung nicht mehr durch Greinsfurth. Kinder mussten an der B121 in der Höf aussteigen. Provisorisch hält der Bus nach Intervention der Neuen MIttelschule und von Eltern seit Freitag auch in der Leinerstraße am Rande Greinfurths.
    Der Verkehrsverbund Ost-Region hat mit 2. September seinen Fahrplan gravierend verändert, was dazu führte, dass Kinder in der Früh an Haltestellen vergeblich auf ihren Bus warteten, weil diese nicht mehr angefahren werden. Andere Schüler mussten wiederum bei der Heimfahrt an ungewohnter Stelle aussteigen.
    Ein Beispiel: Die Linie 645 zwischen Waidhofen an der Ybbs und Amstetten führte bisher durch Greinsfurth. Gerade jener Bus, der um 13.36 Uhr in Mauer hält und von Greinsfurther Kindern, die dort die Mittelschule besuchen, zur Heimfahrt genutzt wird, fährt um 14 Uhr aber nicht mehr durch den Ortsteil.
    „Unsere Kinder mussten daher in Höf an der B121 aussteigen und dann zu Fuß heimgehen. Das sind rund 1,9 Kilometer, denn den Weg beim Sägewerk können sie nicht nutzen, weil das Betriebsgelände ist. Sie mussten also über den Hundeabrichtungsplatz ausweichen. Die Alternative wäre, entlang der Straße bis zur Einfahrt nach Greinsfurth zu gehen, was wegen der vielen Autos sehr gefährlich wäre und derzeit wegen der Baustelle ohnehin nicht möglich ist“, erklärt die Mutter eines betroffenen Kindes.
    Was die Eltern besonders ärgert: Sie wurden über die Fahrplanänderung im Vorhinein nicht informiert.
    Direktorin hat interveniert
    Die Bürger intervenierten natürlich bei der Stadt und baten auch die Neue Mittelschule in Mauer um Hilfe. Direktorin Elfriede Geirhofer bewies Einsatz und Hartnäckigkeit und erreichte immerhin, dass seit Freitag die Kinder aus Greinsfurth zumindest in der Leinerstraße aussteigen können. „Das ist zwar keine optimale Lösung, aber besser als die Haltestelle in der Höf. Ich habe auch allen Eltern geraten, sich beim Verkehrsverbund zu beschweren. Wir als Schule haben auf die Fahrplangestaltung leider keinen Einfluss.“
    Zahlreiche empörte Eltern wandten sich natürlich auch an die Gemeinde. Mauers Ortsvorsteher und SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner berichtet, dass die Probleme das ganze Stadtgebiet betreffen.
    „Das geht vom Osten, wo teilweise Haltestellen aufgelassen und Linien neu geführt werden, bis eben hinaus nach Mauer und Hausmening. Teilweise passen die Fahrzeiten auch mit dem Schulbeginn oder dem Unterrichtsende nicht mehr zusammen. Wenn den Kindern vom Läuten der Glocke bis zur Abfahrt des Busses nur sechs Minuten bleiben, dann kann sich das jetzt schon nicht ausgehen und im Winter, wenn sie sich erst anziehen müssen, noch weniger“, sagt der SP-Politiker.
    Stadt verlangt Fahrplananpassungen
    Was Wagner besonders ärgert: „Eltern, die sich beim VOR beschwert haben, wurde gesagt, sie sollen sich an die Gemeinde wenden. Wir haben aber keinen Einfluss auf die Fahrplangestaltung und wir wurden über diese gravierenden Änderungen auch nicht im Vorfeld informiert. Wir tun aber alles, um Verbesserungen herbeizuführen.“
    Bei Hermann Gruber von der Schulverwaltung laufen die Fäden zusammen. Er nimmt die Beschwerden entgegen und listet sie akribisch auf.
    Bürgermeisterin Ursula Puchebner forderte schriftlich die Rücknahme der Fahrplanänderungen, damit für die Schüler wieder der pünktliche und sichere Transport zur Schule und wieder nach Hause gewährleistet wird.
    Verkehrsverbund Ost will nachjustieren
    Beim Verkehrsverbund Ost-Region weist man den Vorwurf, nicht ausreichend auf die anstehenden Fahrplanänderungen hingewiesen zu haben zurück: „Es hat Infomails an die Gemeinden gegeben und wir haben auch noch im Juni Folder an die Schulen geschickt. Es war bekannt, dass mit 2. September neue Fahrpläne kommen und wir haben auch auf die Website hingewiesen, auf der man sich alle Veränderungen im Vorfeld ansehen hätte können. Natürlich ist es ob der Größe des Gebietes, das wir betreuen, nicht möglich, alle Betroffenen auf jede einzelne Änderung gesondert hinzuweisen“, erklärt Pressesprecherin Christina Bachmaier.
    Der Verkehrsverbund sei auch immer wieder mit dem Wunsch konfrontiert, die Fahrzeiten der Buslinien zu verkürzen. Gerade deshalb ziehe man Haltestellen aus den Ortskernen heraus – wie etwa im Falle Greinsfurth. Zudem sei es für die Busfahrer sehr schwierig, die sehr niedrige Bahnunterführung zu passieren. Da müssten sie sehr langsam fahren und das bringe ihren Zeitplan durcheinander.
    „Wir wissen, dass gerade der Schulanfang eine sehr emotionale Zeit ist und sind auch dankbar, wenn wir Rückmeldungen bekommen. Wir stehen nun auch in Kontakt mit der Stadt und auch mit vielen Eltern und unsere Planer bemühen sich, nötige Feinjustierungen vorzunehmen. Manche Veränderungen werden auch noch diese Woche in Kraft treten“, sagt Bachmaier.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ebenso im Bezirk im Gmünd:

    Bezirk Gmünd: Neue Fahrpläne sorgen für Frust zum Schulbeginn

    Unmut bei Eltern und Kindern: mehrere Bushaltestellen nicht angefahren, überlange Fahrzeiten aus Harbach. Abgeordnete Göll: „Leite alles ans Land weiter.“


    Von Anna Hohenbichler, Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 04. September 2019 (06:17)

    Böses Erwachen für etliche Kinder zum Start ins neue Schuljahr am vergangenen Montag: Sie warteten an diversen Haltestellen im erweiterten Großraum Gmünd auf den Schulbus – doch der kam nicht. Die Ursache sind Änderungen im Busfahrplan im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der wie berichtet mit 5. August in Kraft getreten war und seither mehrfach für Probleme gesorgt hatte. Bis Redaktionsschluss wurde die NÖN mit mehreren Problemfällen konfrontiert:
    Großdietmanns: Eltern brachten ihre Kinder in der Katastralgemeinde Ehrendorf nach halbstündiger Wartezeit mit dem Auto zur Volksschule Dietmanns: Der Bus war nach Auskunft von Eltern erst gegen 8.15 Uhr abgefahren – viel zu spät natürlich.
    Der Schülertransport sei ins System vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) übergegangen, zusätzliche Vereinbarungen gab es nicht, sagt VP-Bürgermeister Erhart Weißenböck, selbst Ehrendorfer: „Vor der Umstellung ist der Schulbus von Höhenberg, Unterlembach und Eichberg nach Dietmanns gefahren, dann weiter nach Ehrendorf und Wielands.“ Der zweite Teil der Route werde nun nicht mehr bedient.
    Den Grund ortet Georg Huemer, Pressesprecher im VOR, nach ausführlicher Problemsuche: „Es ist offenbar zu einem folgenschweren Kommunikationsproblem gekommen. Wir konzentrieren uns auf eine raschest mögliche Lösung und bitten um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten.“ Auch, dass die Kinder nun beim Kirchenplatz statt bei der Schule aussteigen müssen, werten Eltern und der Bürgermeister als Verschlechterung.
    Waldenstein: Mit ähnlichen Problemen sind Eltern und Kinder in der Nachbargemeinde Waldenstein konfrontiert: Die Bushaltestelle in unmittelbarer Volksschul-Nähe wird nicht mehr angefahren, Busse halten jetzt beim Stopp bei der Feuerwehr.
    Dazwischen liegt ein Fußweg mit Querung der Landesstraße. – Für VP-Bürgermeister Alois Strondl keine gute Lösung: „Wir wurden nicht gefragt, ob die Haltestelle bei der Volksschule notwendig ist.“ VOR-Sprecher Huemer: „Die Bushaltestelle bei der Schule ist nicht konzessioniert. Deshalb können wir sie nicht anfahren.“ Dafür sei die Gemeinde zuständig.
    Liege es tatsächlich nur an der Konzessionierung, werde man die Voraussetzungen natürlich schaffen, so Strondl. Er steht in Kontakt mit Land NÖ und dem Busunternehmen. Er setze alles daran, dass der Stopp bei der Schulhaltestelle wieder komme, versichert Strondl. Um die notwendige Straßenquerung zu entschärfen, werde einstweilen ein neuer Schutzweg angestrebt.
    Moorbad Harbach: Hier geht es um Fahrzeiten zwischen Maißen und Gmünd von über einer Stunde, einen fehlenden Halt in Maißen sowie fehlende Verbindungen zwischen Harbach und Gmünd. „Eltern müssen ihre Kinder etwa vom Gymnasium abholen“, so Bürgermeisterin und Abgeordnete Margit Göll. Ihr seien generell etliche Klagen zu Ohren gekommen, so Göll: „Ich leite alles an das Land weiter. Dort wurde mir versprochen, dass der Schülerverkehr bald wieder auf der Reihe ist.“
    Schrems: Als Irrtum hat sich indessen eine Nachricht aus Kleedorf erwiesen. Bürgermeister Karl Harrer: Schwierigkeiten mit der Verbindung zu den Schremser Schulen hätten sich als Fehlmeldung herausgestellt.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Der Verkehrsverbund sei auch immer wieder mit dem Wunsch konfrontiert, die Fahrzeiten der Buslinien zu verkürzen. Gerade deshalb ziehe man Haltestellen aus den Ortskernen heraus – wie etwa im Falle Greinsfurth.


    NÖN
    Und ich hab immer gelesen, dass der Bus soooo viel beliebter als die Bahn ist, weil er ueberall durch die Ortschaften durchfaehrt und quasi vor der Haustuer stehenbleibt. Jetzt ist er aufeinmal zu langsam. Komisch.
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Was die Eltern besonders ärgert: Sie wurden über die Fahrplanänderung im Vorhinein nicht informiert.
    Der VOR hat ja nichts besser zu tun, als ein Verzeichnis zu führen, welcher Schüler wann und wie von A nach B fährt und das noch hinterlegt mit der Kontaktadresse der Eltern.
    Selber informieren ist wohl nicht mehr drin?

    Was sagt die Direktorin dazu, dass sie im Juni informiert wurde?
  • grubenhunt schrieb:

    Und ich hab immer gelesen, dass der Bus soooo viel beliebter als die Bahn ist, weil er ueberall durch die Ortschaften durchfaehrt und quasi vor der Haustuer stehenbleibt. Jetzt ist er aufeinmal zu langsam. Komisch.
    Dürfte nicht immer so sein, wie ein Bericht in HEUTE zeigt.
    Demnach müssen Schüler von Gym bzw der NMS Waidhofen/Thaya aus Großgerharts zu einer Haltestelle 1,2 km außerhalb des Ortes an der B36 pilgern. Klingt mir recht durchdacht.
  • Voller Schulbus: Achtjähriger musste aussteigen

    Weil ein Bus völlig überfüllt war und sich seine Türen nicht mehr schließen ließen, musste ein achtjähriger Volksschüler aus Gablitz (Bezirk St.Pölten) auf dem Weg in die Schule aussteigen. Die Mutter des Buben kritisiert den Betreiber, den Verkehrsverbund Ost-Region.

    Online seit heute, 19.47 Uhr Der Volksschüler sei bereits in den Bus eingestiegen, als der Busfahrer bemerkt habe, dass sich die Türen nicht schließen ließen, schildert die Mutter des Kindes, Raphaela Staudinger, die Vorkommnisse der vergangenen Woche. „Da mein Sohn genau bei der Tür stand, forderte ihn der Busfahrer auf, auszusteigen“, so die Mutter des Kindes gegenüber noe.ORF.at. Der Bub habe das nicht weiter hinterfragt, erzählt sie, und sich dann auf die Bank bei der Bushaltestelle gesetzt. Dort habe sie ihn dann weinend aufgefunden und mit dem Auto in die Schule nach Pressbaum (Bezirk St. Pölten) gefahren.
    VOR: „Wir entschuldigen uns vielmals“
    Raphaela Staudinger stellte kurze Zeit später den Busfahrer zur Rede, um herauszufinden, warum er ein achtjähriges Schulkind aus dem Bus geworfen habe. „Er hat dann recht pampig reagiert, danach habe ich mich gleich an den VOR gewandt“, so die Mutter aus Gablitz (Bezirk St. Pölten). Dort habe man ihr versprochen, den Vorfall sofort zu überprüfen.
    Georg Huemer, Sprecher des Verkehrsverbundes Ost-Region, äußerte gegenüber noe.orf.at, dass der Busfahrer definitiv nicht richtig gehandelt habe. „Er hätte ältere Kinder bitten müssen, auf den nächsten Bus zu warten, der eine Minute später gekommen wäre. Einem achtjährigen Kind ist es nicht zuzumuten, dass es in einer solchen Situation so flexibel reagiert und einfach einen anderen Bus nimmt“, so Huemer.
    „Deshalb möchten wir uns für diesen Vorfall vielmals entschuldigen, vor allem bei der Mutter des Kindes.“ Man habe eine kleine Überraschung für den Buben vorbereitet, damit man das auch wiedergutmachen könne, so der Sprecher des VOR.
    Überfüllte Schulbusse sind keine Seltenheit
    Doch nicht nur im Wiener Umland quetschen sich Schüler förmlich wie Sardinen in die Busse der VOR-Linien, um in die Schule zu gelangen. Viele Eltern wandten sich an noe.ORF.at, um ihre Erfahrungen mit den teils schwierigen Schulwegen ihrer Kinder zu schildern. So auch Astrid Brack aus Kilb (Bezirk Melk). Ihre Tochter besucht das Stiftsgymnasium in Melk und pendelt von Loosdorf mit dem Bus dorthin.
    „Die Kinder stehen dicht gedrängt im Bus, keiner bekommt einen Sitzplatz. Meine Tochter ist nicht sehr groß und wird förmlich zwischen größeren Kindern und Schultaschen eingezwängt. Sie bekommt da oft die Panik“, schildert die Mutter. Dass die Kinder im Bus stehen müssen, kann sie nicht verstehen. „Im Pkw muss man Kinder nach strengen Vorschriften in Kindersitze setzen und vorschriftsgemäß angurten, während sie im Bus über einen längeren Zeitraum ungesichert stehen und sich oft nicht einmal anhalten können. Das ist absurd.“
    Die Situation sei nur zu Schulbeginn problematisch
    Dem VOR seien all diese Sorgen und Bedenken der Eltern bekannt: „Wir haben jedes Jahr zu Schulbeginn die gleichen Beschwerden und Anfragen“, berichtet Unternehmenssprecher Huemer. Sobald der Stundenplan in den Schulen finalisiert sei und die Schüler nicht alle zur selben Zeit fahren würden, werde sich die Situation sehr schnell entspannen, betont er. Das zeige auch die Erfahrung der vergangenen Jahre. Zudem würde ohnehin geprüft, welche Strecken besonders frequentiert würden. „Dort, wo wirklich Bedarf ist, werden wir zusätzliche Busse einsetzen“, verspricht Huemer.
    Für Raphaela Staudinger, Mutter jenes Buben, der den Bus am Weg zur Schule verlassen musste, reichen diese Versprechungen nicht. „Das ist nicht nur zu Schulbeginn so, sondern der Bus ist das ganze Jahr lang voll“, sagt sie. Es müsse einen zusätzlichen Bus geben, damit alle Schülerinnen und Schüler einen Platz finden, fordert die Mutter.
    Barbara Tschandl, noe.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    „Wir haben jedes Jahr zu Schulbeginn die gleichen Beschwerden und Anfragen“, berichtet Unternehmenssprecher Huemer. Sobald der Stundenplan in den Schulen finalisiert sei und die Schüler nicht alle zur selben Zeit fahren würden, werde sich die Situation sehr schnell entspannen, betont er. Das zeige auch die Erfahrung der vergangenen Jahre. Zudem würde ohnehin geprüft, welche Strecken besonders frequentiert würden. „Dort, wo wirklich Bedarf ist, werden wir zusätzliche Busse einsetzen“, verspricht Huemer.
    Und wie wärs mit der genau umgekehrten Vorgangsweise? Erst auf Verdacht vielleicht sogar ein paar Busse zu viel und dann nach Bedarf reduzieren?
  • Es läuft doch fast überall der Schülerverkehr unter dem Deckmantel des Linienverkehrs, ansonsten müsste es ja Sitzplätze geben. Zahlen hier die Gemeinden an das Land?

    Der Schulbeginn wird sich bei den meisten nicht verschieben, also glaube ich nicht, dass sich in der Früh etwas verändert. Und wenn es jedes Jahr so ist, warum kann man dann nicht vorplanen und einfach die erste Woche zusätzliche Busse zu anderen Zeiten führen?


    dr. bahnsinn schrieb:

    „Er hat dann recht pampig reagiert, danach habe ich mich gleich an den VOR gewandt“, so die Mutter aus Gablitz (Bezirk St. Pölten).
    Sicherlich nicht unbedingt kundenfreundlich, aber was soll er machen? Und dass man den gesamten Bus umschlichtet, damit ältere aussteigen, kann auch nur von einem Büromitarbeiter stammen.