3.10 bis 17.12: Floridsdorfer Bezirksmuseum: 150 Jahre LOFAG

  • 3.10 bis 17.12: Floridsdorfer Bezirksmuseum: 150 Jahre LOFAG

    Lokomotivfabrik-Schau ab 3.10. im Bezirksmuseum 21

    Das Bezirksmuseum Floridsdorf (21., Prager Straße 33, „Mautner Schlössl“) zeigt von Donnerstag, 3. Oktober, bis Dienstag, 17. Dezember, eine Sonder-Ausstellung mit dem Titel „Die Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf – Die ‚LOFAG‘“. Grund für die Präsentation ist die Gründung des Unternehmens im Jahr 1869, also vor genau 150 Jahren. Mit Fotoaufnahmen, Dokumenten und weiteren Schriften beleuchtet die Schau die bewegte Geschichte eines Betriebes, der früher ein Zentrum der „Wiener Arbeiterbewegung“ war. Besucherinnen und Besucher dieser neuen Ausstellung erfahren wissenswerte Dinge über die Fabrik in der Brünner Straße, die zeitweise bis zu 1.500 Beschäftigte hatte.

    Eintritt frei: Sonntag (10-12 Uhr), Dienstag (15-17 Uhr)

    Von der Produktion mehrerer Lok-Typen und dem Maschinenbau bis zu argen Kriegsschäden und den Jahren des Wiederaufbaus bietet die Ausstellung
    einen umfassenden Rückblick. Ein interessantes Detail: Der vormalige Wiener Bürgermeister und österreichische Präsident Franz Jonas (1899 –
    1974) war für einige Zeit in dem großen Eisenbahn-Werk angestellt. Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 3. Oktober, hält Mathias
    Schneider einen Vortrag über das Themenfeld „NS-Faschismus in der ‚LOFAG‘“. Eröffnet wird die Sonder-Ausstellung durch den Bezirksvorsteher des 21. Bezirkes, Georg Papai. Der Eisenbahn-Kenner und Prinzipal des „Gloria-Theaters“, Gerald Pichowetz, nimmt an der Auftaktveranstaltung teil. Beginn: 19.00 Uhr (Eintritt kostenlos). Offen ist das Museum jeweils am Sonntag (10.00 bis 12.00 Uhr) und am Dienstag (15.00 bis 17.00 Uhr). Generell ist der Zutritt gratis. An Feiertagen und an schulfreien Tagen sind die Museumsräume stets gesperrt.
  • Ich habe gestern Nachmittag die Ausstellung, die von zahlreichen älteren Männern, vermutlich ehemaligen LOFAG-Mitarbeitern, bevölkert war, besucht.

    Stellvertretend für die zahlreichen sehenswerten Fotos aus privaten Sammlungen ehemaliger Mitarbeiter und Lokportraits ein leider undatiertes Foto, das die große Montagehalle zeigt und das mich ein wenig ratlos zurücklässt. Aber vielleicht gibt es im Forum jemanden, der das Rätsel lösen kann. Zunächst das Foto:
    Bildquelle: Ausstellung "Die Floridsdorfer Lokomotivfabrik 1869 - 1969"

    Auf dem Foto ist links oben die 2020.01 zu sehen. Weiters kann man in Bildmitte eine fast fertige 2095er (vermutlich die Nr. 11) und links eine weitere 209er5 erkennen, sowie zahlreiche 2067er in verschiedenen Fertigungsphasen und rechts oben den Lokkasten einer Lok der Reihe 2143. Soweit alles klar, aber mein Problem ist, dass laut Wikipedia die Fertigung der Reihe 2095 im Jahr 1962 endete und ebenfalls laut Wikipedia die Fertigung der Reihe 2143 erst 1964 begann. Ergo könnten gleichzeitig in Bau befindliche Lokomotiven der Reihen 2095 und 2143 nicht zur selben Zeit auf einem Foto zu sehen sein. Kann es sein, dass es sich bei der 2143er um die Prototypmaschine handelt, die bereits zu Beginn der 1960er-Jahre gebaut wurde, mit der Serienproduktion aber erst 1964 begonnen wurde? Ich bitte um Hinweise. Danke im Voraus.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Aufgrund der Eckfenster vermute ich die diesel-elektrische LDE 1450.
    Rechts im Vordergrund eine 2041?

    Beides könnte zutreffen. Allerdings wurde die LDE 1450 laut dieser Seite auch erst 1964 gebaut. Ich muss gestehen, dass ich bei dem von mir vermuteten 2143-Lokkasten gar nicht so genau geschaut habe, sondern fix angenommen habe, es müsse sich um einen ebensolchen handeln. Danke jedenfalls für die Aufklärung.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die 2095.11 (18155/1962) wurde am 22.08.1962 abgeliefert, die Letzte (2095.15 (18159/1962)) am 19.09.1962. 2143.01 (SGPZ 18264/1965) wurde am 17.07.1966 geliefert. Die ÖBB 2020.01 (nicht zu verwechseln mit der BBÖ 2020.01) mit der Fabriksnummer SGPF 18111/1960 wurde 1960 gebaut und erst am 08.04.1968 übernommen. Die 2041.001 (SGPF 18173/1960) wurde am 15.10.1968 übernommen.


    Aufgrund der Eckfenster vermute ich die diesel-elektrische LDE 1450.
    Die ÖBB 2020 hatte keine Eckfenster? Und die LDE war doch nie blau!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • westbahn schrieb:

    Die ÖBB 2020 hatte keine Eckfenster? Und die LDE war doch nie blau!
    Das hat eh niemand behauptet, dass die ÖBB 2020.01 keine Eckfenster gehabt hätte und die LDE 1450 blau gewesen sei. Die 2020.01 ist am linken Bildrand zu sehen und die vermutliche LDE 1450 am rechten Bildrand hinter der vermutlichen 2041.001. Von einer blauen Farbgebung der LDE 1450 war hier nie die Rede.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • westbahn schrieb:

    Die ÖBB 2020 hatte keine Eckfenster? Und die LDE war doch nie blau!
    Links im Bild ist die fertige 2020 (LDH 2200) zu sehen, somit kann es nicht der Rohbau rechts im Bild sein. Das ist die vermutete LDE 1450 (wurde nie in das ÖBB Nummernschema integriert), aber die ist mit 18174/1964 tatsächlich auch eigentlich "zu spät".
    Bei den BDZ 04 hatte ich nur die offiziellen Baujahre im Kopf und die sind auch erst später. Wenn früher damit begonnen wurde, dann gut möglich.
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