[ORF Wien] ÖBB weiten Nachtverkehr aus

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  • grubenhunt schrieb:

    Dort fährt um 05:37 der erste ICE nach Köln, welcher um 06:33 in Köln ankommt. Wenn der nj zwischen dem letzten Güterzug und dem ersten ICE fahren würde, käme er um etwa 06:30 in Köln an, könnte um 06:45 weiterfahren, wäre um 07:10 in Düsseldorf und um etwa 09:30 in Amsterdam.
    Nein, wäre er nicht, denn auf der Schnellfahrstrecke Frankfurt - Köln wird nie ein lokbespannter nightjet fahren können, die Strecke ist echten Hochgeschwindigkeitszügen vorbehalten. Auch Güterzüge fahren dort keine.
  • Tatsächlich, die Deutschen können genauso deppert wie die Franzosen sein. Wobei sie das wenigstens nur einmal waren.

    de.wikipedia.org/wiki/Schnellf…3%B6ln%E2%80%93Rhein/Main

    Gibt es also in Richtung Wien - Amsterdam nur ein Beschleungigungspotential von 46min in Nürnberg und 20min zwischen Frankfurt Flughafen und Köln, insgesamt etwa 1h

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  • Die Wirbelstrombremse hat mit den Steigungen nix zu tun, die sind dort nur vorgeschrieben, damit der TGV nicht fahren darf. Protektionismus ueber technische Vorschriften.

    Das Problem ist vielmehr, dass bei so engen Kurvenradien und starken Ueberhoehungen die Mindestgeschwindigkeit bei 200km/h liegt, diese aber auf den steilen Rampen von lokbespannten Zuegen nicht gehalten werden kann.
  • grubenhunt schrieb:

    Dann hätte man [...] auch Direktwagen von/nach Innsbruck für die belgischen/britischen Schifahrer.
    Der neue Nachtzug nach Brüssel wird nun tatsächlich auch von Innsbruck angeboten:

    Ab Jänner 2020 bringt Sie der Nightjet sonntags und mittwochs ab Wien (20:38) und Innsbruck (20:44) bequem und umweltfreundlich in die Hauptstadt der Europäischen Union. Ab Köln hält der Zug in Aachen, Liège und Brüssel. Die planmäßige Ankunftszeit in Brüssel-Nord ist 10:45 und in Brüssel-Midi 10:55. Retour geht es montags und donnerstags ab Brüssel-Midi um 18:04 und ab Brüssel-Nord um 18:16 mit Halten in Innsbruck um 09:14 und in Wien um 08:27. Tickets für diese Verbindung sind ab 15. November 2019 im ÖBB Ticketshop buchbar.
    nightjet.com/reiseziele/belgien.html
  • Seit heute gibts für den Zug (nj 50490) nach Brüssel einen überaus provisorischen Fahrplan in Scotty, z.B.: So. 23.02.2020

    Nürnberg ab 02:00
    Aachen 08:37/09.00
    Liège-Guillemins 09:43/46
    Brüssel Nord an 10:45
    Brüssel Zuid an 10:55

    Die Halte zwischen Nürnberg und Aachen sind nicht angegeben, und man findet an den Verkehrstagen des Zugs nach Brüssel immer noch den Zug nach Düsseldorf mit den üblichen Fahrzeiten, die aber überhaupt nicht zu den Fahrzeiten nach Brüssel passen.

    Erstens fährt der nj40490 nach Düsseldorf erst um 02:46 in Nürnberg ab, zweitens kommt er erst um 08:15 in Köln an, und in 22 Minuten den Zug von Köln nach Aachen verbringen, schafft grad einmal der Spock mit dem Beamen.

    Idem in Gegenrichtung.
  • richtig.

    Wenn man uebrigens die Ankunfts- und Abfahrtszeiten in den anderen Bahnhoefen so wie die Abfahrtszeit in Nuernberg um 46min nach vor verlegt, passt das durchaus zusammen.

    Man wird wohl noch an den exakten Fahrzeiten tuefteln. Gespannt bin ich auch, ob der Zug nicht noerdlich von Koblenz ans rechtsrheinische Ufer wechselt. Muesste man in Koeln nicht stuerzen. Bonn fiele allerdings als Halt flach.
  • grubenhunt schrieb:

    Gespannt bin ich auch, ob der Zug nicht noerdlich von Koblenz ans rechtsrheinische Ufer wechselt.
    Genau das tut er. Von 06:59 bis 07:01 ist nämlich (heutiger Stand scotty) ein Halt in Bonn-Beuel, das rechtsrheinisch liegt, vorgesehen.

    Ansonsten sind alle Halte zwischen Frankfurt Süd und Koblenz um 50 Minuten nach vor verlegt. Die Abfahrtszeit in Nürnberg ist allerdings nun wieder mit 02:46 angegeben. Stellt sich also die Frage, wie man in 1h45min von Nürnberg nach Frankfurt kommen will :D

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  • ÖBB und Deutsche Bahn verhandeln über mehr Nachtzugsstrecken
    Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verhandeln mit der Deutschen Bahn über weitere Nachtzugsstrecken, wie das „Handelsblatt“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtete. Angedacht würden neue Verbindungen durch Deutschland, zum Beispiel zwischen Berlin und Brüssel. Für 2020 hat die ÖBB bereits einige neue Nightjet-Verbindungen angekündigt.
    Er sei derzeit mit DB-Chef Richard Lutz im Gespräch, „wie wir solche Kooperationen ausbauen können“, so ÖBB-Chef Andreas Matthä. „Reich wird man mit den Nachtzügen nicht, aber für die Positionierung des Unternehmens ist das sehr wichtig“, sagte Matthä zu der Zeitung. Die aktuelle Klimadebatte liefert derzeit Rückenwind für den Ausbau des Nachtzugsnetzes.
    Derzeit betreiben die ÖBB 26 Nightjet-Strecken. In den kommenden Jahren sollen weitere dazukommen. So startet im neuen Jahr eine Verbindung von Wien nach Brüssel und im Jahr darauf von Wien nach Amsterdam. Auch eine Verbindung bis nach Schweden sei „nicht uninteressant“, hatte Matthä bereits im Oktober bei einer Pressekonferenz gesagt.

    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Deutsche Welle berichtet schon mal von einem Ausbau des Nachtzugverkehrs bei der DB:

    DB: Bald wieder im Zug schlafen?
    Seit drei Jahren sind Schlafwagen bei der Deutschen Bahn (DB) Geschichte. Das könnte sich vielleicht ändern: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen ihr Nachtzuggeschäft ausbauen und dafür mit der DB kooperieren.


    "Wir sind in Gesprächen und würden es begrüßen, wenn die Deutsche Bahn als Kooperationspartner einsteigen würde", sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä der "Wirtschaftswoche". Diskutiert werde über "unterschiedliche Kooperationsmodelle".

    "Wir könnten stärker beim Ticketvertrieb zusammenarbeiten oder Nachtzüge gemeinsam betreiben - wir könnten auch über eine gesellschaftliche Verschränkung nachdenken, um gemeinsam die Expansion der Nachtzüge in Europa voranzutreiben", sagte Matthä. Die Deutsche Bahn hatte sich vor drei Jahren aus der Nachtzugsparte verabschiedet.

    1999 gab es bereits DB-Nachtzüge, sie fuhren nicht einmal 20 Jahre, bis sie wieder von der Schiene genommen wurden.

    Mit den Schweizern läuft‘s schon
    Die Partnerschaft mit den Schweizerischen Bundesbahnen zeige, "wie erfolgreich eine Kooperation laufen kann". "Wir fahren zusammen von Zürich nach Berlin beziehungsweise Hamburg", sagte Matthä. Auf den beiden Strecken führen etwa hunderttausend Passagiere pro Jahr - mit Zuwachsraten von zuletzt über zehn Prozent.

    Die ÖBB betreibt dem Bericht zufolge 18 eigene Nachtzug-Linien unter der Marke Nightjet und acht Nachtzugstrecken mit Partnern, unter anderem mit der Schweizer Bahn SBB.

    Auf Anfrage teilte die Bahn am Donnerstag in Berlin mit, ein eigenes Angebot mit klassischen Schlaf- und Liegewagen sei derzeit nicht geplant. Allerdings betreibe der Konzern ein Netz an Intercity- und ICE-Zügen, die über Nacht mit Sitzwagen unterwegs sind. Dieses Angebot werde weiter ausgebaut, teilte ein Bahnsprecher mit.

    dk/sti (rtr, afp, dpa)
  • Und www.tagesschau.de berichtet heute auch darüber:

    Steigt die Bahn wieder ein?
    Stand: 05.01.2020 11:02 Uhr
    Museumsreife Schlafwagen und ausgelegene Pritschen brachten der Deutschen Bahn Millionenverluste. Die Österreicher zeigen hingegen, wie das Nachtzug-Geschäft gehen kann. Steigt die Deutsche Bahn wieder ein?
    Einsteigen, einschlafen - aufwachen, aussteigen: Nachtzüge bieten eine bequeme Möglichkeit, zu reisen. Vor allem in Mitteleuropa nehmen immer mehr Menschen den Nachtzug - sie nutzen dabei etwa das Angebot der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die ihre Nachtzüge durch Deutschland, Italien, die Schweiz und Österreich fahren lässt.
    Die Deutsche Bahn ist raus. Sie hatte das Geschäft vor drei Jahren abgestoßen. Ihre rund 40 Jahre alten Schlaf- und Liegewagen vermachte sie den ÖBB, weil sie mit ihnen Millionenverluste einfuhr. Seitdem müssen Kunden der Deutschen Bahn nachts in Intercity und ICE im Sitzen reisen. Die Österreicher investierten dagegen in das Geschäft und ließen neue Züge bauen.

    Reisende haben es sich in einem Nachtzug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf der Fahrt von Zürich nach Hamburg bequem gemacht.
    Klimadebatte fördert Umdenken
    Auch wegen der Klimadebatte setzt nun ein Umdenken bei der Deutschen Bahn beziehungsweise beim Eigentümer des Staatskonzerns ein. "Ich bin dafür prinzipiell offen", antwortete Verkehrsminister Andreas Scheuer der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage nach einem Wiedereinstieg ins Nachtzuggeschäft. Der CSU-Politiker verwies auf laufende Gespräche mit den Staatsbahnen Österreichs und der Schweiz.
    In welcher Form sich die Deutsche Bahn engagieren könnte, ist offen. Es helfe kein Schnellschuss, warnte Scheuer. "Wenn wir wieder Nachtzüge bereitstellen, brauchen wir auch die entsprechenden Züge dafür." Bei vielen Reisenden dürften die museumsreifen Schlafwagen und ausgelegenen Pritschen der Bahn noch in Erinnerung sein. Mit ihnen wäre der Konzern wohl kaum konkurrenzfähig.
    Gemeinsame Nachtzüge mit den ÖBB?
    Derzeit sei kein eigenes Angebot mit klassischen Schlaf- und Liegewagen geplant, hatte die Deutsche Bahn zum Jahreswechsel klargestellt. Allerdings werden unterschiedliche Kooperationsmodelle diskutiert, wie ÖBB-Chef Andreas Matthä kürzlich der "Wirtschaftswoche" sagte. "Wir könnten stärker beim Ticketvertrieb zusammenarbeiten oder Nachtzüge gemeinsam betreiben." Man könne die Expansion auch in einem Gemeinschaftsunternehmen vorantreiben.
    Auch die Schweizerischen Bundesbahnen wollen mehr Nachtzüge und dafür die Zusammenarbeit mit den ÖBB vertiefen, wie ein Sprecher sagte. Zürich sei nach Wien die zweitgrößte Drehscheibe für Nachtzugfahrten in Europa. Neue Strecken könnten auch durch Deutschland führen.

    Reisende gehen zu einem Nachtzug (EuroNight) der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), der zur Abfahrt nach Wien im Bahnhof Hamburg-Altona bereit steht.
    Nach Angaben des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, hatte die Deutsche Bahn nach 2016 ihre verbliebenen 81 Schlafwagen verkauft. Wie teuer es wäre, in das Nachtzuggeschäft wieder einzusteigen, konnte er nicht sagen. Für die speziellen Fahrzeuge müssten auch die Werkstätten und Reinigungsanlagen umgebaut werden. "Hierfür wären hohe Investitionen notwendig."
    Bislang war der Bund zurückhaltend. "Aufgrund des schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnisses" plane man nicht, dafür Geld bereitzustellen, ergänzte Ferlemann in seiner Antwort von Anfang Dezember. Die Regierung begrüße die Kooperation mit Eisenbahnen, die solche Spezialverkehre wirtschaftlich betreiben könne.
    ÖBB erwirtschaftet leichtes Plus
    So wie die ÖBB. Die Österreicher lassen ihre Nachtzüge durch Deutschland, Italien, die Schweiz und Österreich fahren, von Mitte Januar an auch bis Brüssel. 2019 seien die Fahrgastzahlen um etwa zehn Prozent gestiegen, sagte ein Sprecher. Die ÖBB erwirtschafteten damit ein leichtes Plus. Mit gut eineinhalb Millionen Kunden bleibt es zwar ein Nischengeschäft, Konzernchef Matthä hält aber Ausschau nach weiteren Wachstumsmöglichkeiten. Die ÖBB betreibt 18 eigene Nachtzug-Linien unter der Marke Nightjet und acht Nachtzugstrecken mit Partnern, unter anderem mit der Schweizer Bahn SBB. Die Partnerschaft mit den Schweizerischen Bundesbahnen zeige, "wie erfolgreich eine Kooperation laufen kann", sagte Matthä. "Wir fahren zusammen von Zürich nach Berlin beziehungsweise Hamburg."
    "In Deutschland schläft die Bahn, in Österreich der Kunde - und kommt dabei noch ausgeruht und pünktlich ans Ziel", kritisierte FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic. Die Bahn solle sich an den ÖBB ein Beispiel nehmen. "Gerade im gehobenen Segment ist Komfort für Reisende ausschlaggebend und der Nachtzug mit Schlafwagen eine attraktive Alternative zum Flugzeug." Spannend wäre dafür etwa eine Verbindung Berlin-Paris - die hatte die Bahn 2014 eingestellt.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Politiker-Gesichtsbad im Nachtzug nach Brüssel

    EU-Delegation: Mit dem Nachtzug nach Europa

    Übermorgen, Sonntag, Abend fährt Österreichs erster, direkter Nachtzug nach Brüssel. An Bord: Österreichs ÖVP-EU-Delegation von Othmar Karas bis Angelika Winzig.


    Von Michaela Fleck. Erstellt am 17. Januar 2020 (12:43)
    Mit Nightjet von Wien (oder St. Pölten) nach Brüssel. Foto: ÖBB / Harald Eisenberger
    Abfahrt: 20.38 Uhr, Ankunft: 10.55 Uhr, Nightjet 50490 - das ist der jüngste am Nachtzug-Fahrplan der ÖBB. Der fährt diesen Sonntag zum ersten Mal von Wien Hauptbahnhof (mit Halt auch in St. Pölten) nach Bruxelles-Midi, also: Brüssel Mitte. Und den nimmt zur Premiere auch ein Großteil von Österreichs ÖVP-Delegation im EU-Parlament.
    Parlamentsvizepräsident Othmar Karas, Neo-Delegationsleiterin Angelika Winzig, ihre Stellvertreterin Simone Schmiedtbauer, Schatzmeister und Gerasdorfer Lukas Mandl und Barbara Thaler, stellvertretende Verkehrssprecherin der EVP - sie alle fahren am 19. Jänner mit dem Zug in Europas "Hauptstadt". Thaler: "So geht umweltfreundliche und leistbare Mobilität mit Komfort".

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