[ORF Wien] ÖBB weiten Nachtverkehr aus

  • Durchaus möglich. Ich habs nicht so verstanden.

    Der Hinweis auf die Schiebelok deutet jedenfalls auf ein Problem mit der Kupplungslast.


    Mir erscheint ja einmal mehr meine Idee über Luxembourg zu fahren, sinnvoll. Vor Allem wenn es ab nächstem Jahr einen eigenen Zug nach Amsterdam gibt. Dann bedient der Zug nach Amsterdam das Ruhrgebiet und der Zug nach Brüssel bedient Saarland und Luxembourg, also gleich eine ganz andere Gegend.

    Und auch die Verschieberei mit drei Wagengruppen erspart man sich mit dieser neuen Route.


    Ein entsprechend modifizierter Fahrplanentwurf ohne Verschubaufenthalt in Mannheim:


    Wien 19:35
    Salzburg 22:00
    München 23:30/23:50
    Saarbrücken 04:20
    Luxembourg 05:55/06:05
    Brüssel 09:00

    Brüssel 19:00
    Luxembourg 21:55/22:05
    Saarbrücken 23:40
    München 04:10/05:00
    Salzburg 06:30
    Wien 09:00


    Zwischen Wien und München entstünde durch diesen Zug in beide Richtungen eine zusätzliche Tagesrandverbindung


    Zubringer/Verteiler der Kurswagen von/nach Innsbruck bleibt der nj Innsbruck-Nürnberg-Hamburg/Düsseldorf v.v.
    Der Zapadni Express Ex350/Ex351 könnte Kurswagen von/nach Prag beibringen.

    München - Saarbrücken habe ich die Fahrzeit des "Dachstein" zugrundegelegt, wenn der nj an Stuttgart vorbeifährt, hat man zusätzliche 15min Reserve.

    In Luxembourg gibt es nach wie vor einen guten TGV-Anschluss von/nach Paris.
  • grubenhunt schrieb:

    Der Hinweis auf die Schiebelok deutet jedenfalls auf ein Problem mit der Kupplungslast.
    An die Zughakengrenzlast von 450 kN kommt keine 4-achsige Maschine. Es ist einfach der betriebliche Ablauf, der Nachschieben sinnvoller macht. Beim Abhängen der Maschine muss ein Vorspann zuerst vorausfahren und dann auch noch die Fahrstraße verlassen. Bei einer Nachschiebe muss der Zug nur getrennt werden und kann sofort weiterfahren. Zusätzlich weiß ich nicht, ob es bei 3 kV Systemen nicht auch um die Belastung der Oberleitung geht.

    ttgo schrieb:

    Der Wikipedia-Artikel liest sich, als ob der Fakt, dass es sich um 3000V Gleichstrom handelt etwas mit der Leistungsfähigkeit der Lokomotiven zu tun hat?
    Hatte es früher definitiv. In den 80ern wurden dort Maschinen der Reihe 18 eingesetzt, das macht bei 6-achsigen Maschinen 4320 kW // 196 kN. Später die neueren der Reihe 27 4.250 kW // 234 kN. Zu dem Zeitpunkt lieferte die 1044 5.280 kW und 225 kN.
  • Ist nachvollziehbar.

    Jetzt wäre interessant zu wissen, was die Belgien-Vectron kann, auch geschwindigkeitsmässig. Der nj fährt ja über die LGV 2 von Lüttich nach Brüssel, da sollte doch so wie jetzt eine vmax=200 Maschine vorgespannt sein. Ob da zwei 200er drinnen sind?

    Umgekehrt wären die 160 auf der Fahrt via Luxembourg kein Handicap.
  • Aus dem Kurier:

    Brüssel-Nachtzug: Heimreise nicht so klimafreundlich wie Hinfahrt
    Die EU-Abgeordneten der SPÖ kehren mit dem Zug zurück, jene der ÖVP und der Grünen mit dem Flugzeug.

    Sonntagabend fuhr zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder ein ÖBB-Nachtzug von Wien nach Brüssel. An Bord befanden sich österreichische EU-Abgeordnete und ÖBB-Chef Andreas Matthä. Sie ließen es sich bei dem medienwirksamen Ereignis nicht nehmen darauf hinzuweisen, dass Züge viel umweltfreundlicher sind als Flugzeuge.

    Der KURIER hat sich aus diesem Anlass umgehört, mit welchen Verkehrsmitteln die prominenten Fahrgäste wieder in die Heimat reisen.

    Der EU-Abgeordnete Andreas Schieder von der SPÖ fährt tatsächlich wieder mit dem Nachtzug, und zwar heute Donnerstag, nach Wien zurück. Sein Kollege Hannes Heide musste nach Bad Ischl und nahm das Flugzeug.

    Vorbildlich ist der SPÖ-Abgeordnete Günther Sidl: Er hat seit Amtsantritt alle Fahrten zwischen Österreich, Brüssel und Straßburg mit dem Zug zurückgelegt und nimmt auch diese Woche wieder den Zug – allerdings eine andere Zugverbindung als Schieder.

    Die Grün-Abgeordnete Monika Vana musste mit dem Flugzeug nach Wien reisen, da sie in Brüssel bis Dienstagnachmittag Termine hatte und Mittwochfrüh im Nationalrat in Wien in der Europastunde sprechen musste.

    Von den EU-Abgeordneten der ÖVP konnte diese Woche keiner die Rückfahrt nach Wien im Nachtzug antreten. Sie müssen bzw. mussten aus terminlichen Gründen mit dem Flugzeug zurückkehren.

    Die Abgeordneten werden den Nachtzug nicht auf regelmäßiger Basis für die Reise Brüssel–Wien–Brüssel nehmen können, heißt es. „Immer wird es für uns wohl nicht möglich sein, den Nachtzug zu nehmen, dafür ist der Terminkalender als Europaabgeordnete leider manchmal zu voll“, sagt etwa Angelika Winzig, die bereits retour in Wien ist. Für die zahlreichen Schüler- und Besuchergruppen sei der Zug jedoch eine vorzügliche Reisevariante.

    ÖBB-Chef Andreas Matthä ist übrigens ebenfalls nicht mit dem Nachtzug zurückgefahren, sondern weiter dienstlich nach Amsterdam gereist – und hat dafür den Zug genommen.


    kurier.at/wirtschaft/bruessel-…ch-wie-hinfahrt/400733853
  • EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Für die zahlreichen Schüler- und Besuchergruppen sei der Zug jedoch eine vorzügliche Reisevariante.
    Wir sind zu wichtig, aber die anderen sollen.


    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Sein Kollege Hannes Heide musste nach Bad Ischl und nahm das Flugzeug.
    Bad Ischl hat eher einen Bahnhof als einen Flughafen.


    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Vorbildlich ist der SPÖ-Abgeordnete Günther Sidl: Er hat seit Amtsantritt alle Fahrten zwischen Österreich, Brüssel und Straßburg mit dem Zug zurückgelegt und nimmt auch diese Woche wieder den Zug – allerdings eine andere Zugverbindung als Schieder.
    Geht also doch. Solche gehören vor den Vorhang nicht, nicht die restlichen Fotogeilen.

    -----------------

    Die SNCB 18 ist ein 200 km/h Vectron. Mit 8 Wagen würde sie dies zwar prinzipiell schaffen, aber bei Steigungen über 20 Promille (HSL 2) wird es wohl etwas Geschwindigkeit kosten. In ferner Zukunft wird jeder Flügel sein Tfz haben, somit sind die Steigungen dann auch kein Problem mehr.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KFNB X ()

  • KFNB X schrieb:

    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Sein Kollege Hannes Heide musste nach Bad Ischl und nahm das Flugzeug.
    Bad Ischl hat eher einen Bahnhof als einen Flughafen.
    Die relativ banale Tatsache, dass Züge im Gegensatz zum Flugzeug nicht nur am Anfangspunkt und am Endpunkt der Fahrt stehenbleiben, ist halt vielen Leuten, die dieses Medium nur selten benutzen, nicht mehr bewusst.

    Mit einmal Umsteigen in Linz (bei Verspätungsfall schon in Wels) ist er um 09:02 Uhr in Bad Ischl. Ich glaub' nicht, dass es mit dem Flieger irgendwie einfacher, zeitsparender und bequemer geht.

    Deinen Kommentaren zu den anderen Aussagen ist eh nix hinzuzufügen.



    KFNB X schrieb:

    Die SNCB 18 ist ein 200 km/h Vectron. Mit 8 Wagen würde sie dies zwar prinzipiell schaffen, aber bei Steigungen über 20 Promille (HSL 2) wird es wohl etwas Geschwindigkeit kosten. In ferner Zukunft wird jeder Flügel sein Tfz haben, somit sind die Steigungen dann auch kein Problem mehr.

    Ja schon, aber die kann erst ab Aachen vor den Zug, weil sie nicht aus Belgien hinaus kann. (Nota : Auf der Rampe kann man eh keine 200 fahren).

    Sinnvoll wäre es, dass im nächsten Jahr der Zug aus Wien/Innsbruck kommend über die linksrheinische Strecke in Köln HBF einfährt, der vordere Teil nach Amsterdam weiterfährt, der hintere Teil (der die Richtung wechselt) eine neue Maschine bekommt, die ihn ohne weiteres Umspannen nach Brüssel bringt. Und nachdem der Zug über die LGV Liège - Brüssel fährt, sollte diese Maschine 200 fahren können.

    Richtung Amsterdam gilt übrigens das Selbe.
  • Eigentlich interessant - Wien-Paris war schon in den 90ern leicht mit einer vernünftigen Ankunftszeit (etwas um 9 Uhr herum?) schaffbar und damals war über weite Strecken sicher keine Rede von 200km/h. Die Abfahrtszeit glaube ich mich erinnern zu können war irgendwas um 20 Uhr, also ziemlich attraktiv.
    Die Distanz ist in etwa dieselbe wie nach Brüssel und Lokwechsel war sicher auch mehr als ein Mal nötig.
    Scheint, als wären die Bedingungen eher schlechter als besser geworden ?(

    OK, die Slots waren wohl über Jahre hinaus bekannt und entsprechend reserviert und nicht so wie in diesem Fall erst kurzfristig auf die Beine gestellt worden.

    Auf welchen Strecken werden die 200km/h denn momentan überhaupt ausgereizt?
  • Hier Fahrplan und Wagenstand des Ex 262 Orientexpress im Jahr 2004, Abfahrt in Wien war um 20.30, Ankunft in Paris recht spät um 10.25. Die Fahrtdauer wäre heute nicht viel anders. Meines Erachtens sollte man in Wien früher wegfahren, entsprechend in Paris früher ankommen. 19:00 ab 09:00 an, z.B.

    Ein Lokwechsel fand in Stuttgart und Strasbourg statt. In München fuhr er über die Schleife.

    Der von mir oben gepostete Fahrplanentwurf für Wien - Brüssel wäre übrigens in Saarbrücken mit dem Nachtzug Moskau - Berlin - Paris verknüpfbar. Der kommt derzeit (nur Mittwoch) um 03:57 in Saarbrücken an, und fährt um 04:12 nach Forbach weiter. Dort steht er dann mehr als eine Stunde.

    Man könnte also über Saarbrücken jeweils Halbzüge Berlin - Brüssel, Berlin - Paris, Wien - Brüssel und Wien - Paris mit sehr vernünftigen Fahrzeiten führen. In München kann man dann noch Kurswagen von Innsbruck beigeben. In die Gegenrichtung würde das auch funktionieren.
  • Benutzer online 1

    1 Besucher