[WL] KURIER-Kritik an weiteren Ticket-Verkaufstellen-Schließungen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • [WL] KURIER-Kritik an weiteren Ticket-Verkaufstellen-Schließungen

    10.10.2019
    Immer weniger persönlicher Service: Die Wiener Linien schließen die nächste Verkaufsstelle
    Schalter in Hietzing war laut Verkehrsbetrieben zu wenig ausgelastet. Persönlicher Service ist immer weniger gefragt.
    von Josef Gebhard, Anna-Maria Bauer
    Es sind oft die kleinen Dinge, die in Wien für große Aufregung sorgen. Aktuelles Beispiel: Mit 1. Oktober haben die Wiener Linien ihre Vorverkaufsstelle auf der Kennedybrücke (U4-Station Hietzing) geschlossen. Im unmittelbaren Bereich der Station stehen damit nur noch die Fahrscheinautomaten zur Verfügung. Ihr Ticket-Angebot ist jedoch wesentlich eingeschränkter.
    Hietzings Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) ist empört: „Die Vorverkaufsstelle stellte nicht nur die erste Auskunftsadresse für Touristen oder Einwohner anderer Bezirke dar, die sich nach demidealen Weg zur Weiterfahrt erkundigen möchten. Sie war auch für die Hietzinger und Penzinger Bevölkerung erste Anlaufstelle, wenn es um die Beantragung eines Semestertickets für Studenten oder die Schüler-Freifahrt geht.“
    Insgesamt sind in den vergangenen fünf Jahren vier Vorverkaufsstellen geschlossen worden, 13 gibt es derzeit noch (siehe Grafik).

    © Bild: KURIER-Grafik
    Bei den Wiener Linien betont man, dass sich das Kundenaufkommen immer mehr auf die größeren Standorte (z. B. Karlsplatz) konzentriere. „Die Vorverkaufsstelle in Hietzing hat hingegen seit sechs Jahren rückläufige Frequenzzahlen. Die Entscheidung ist also durchaus auf Basis jahrelanger Aufzeichnungen getroffen worden“, sagt eine Sprecherin zum KURIER.
    Sie verweist auf die zahlreichen anderen Möglichkeiten, an einen Fahrschein zu kommen, die auch zusehends beliebter werden: Automaten in den Stationen, der Online-Shop und die Handy-App der Wiener Linien. Bereits mehr als zwei Drittel der 95.000 Semesterticket-Besitzer würden diese online kaufen, betont die Sprecherin. Weiteres bestehe nach wie vor die Möglichkeit, Tickets in Trafiken zu kaufen, in Hietzing etwa gebe es eine direkt bei der Station.
    Mit Einsparungen beim Personal hätten die Schließungen nichts zu tun, sagt die Sprecherin. Aufgrund der Ausweitung der Öffnungszeiten an den verbleibenden Standorten würden die Mitarbeiter dort benötigt.

    KURIER
    PS.: Die Verlängerung der U1 bis Oberlaa scheint sich noch nicht bis in die KURIER-Grafikabteilung durchgesprochen zu haben. :D
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Das letzte Mal, dass ich eine Verkaufsstelle der Wiener Linien nutzte, war in Erdberg, um mein Semesterticket zu kriegen. Seitdem ich meine MasterCard Debit habe, kaufe ich auch diese nurmehr online. Die, die es brauchen, werden weiterhin ihre Verkaufsstellen haben. Aber es wird immer mehr geben, die haben ihre Fahrkarte auf dem Handy und brauchen für den Stadtverkehr in Wien keine persönliche Beratung.