[NÖN] Ausbau der Pottendorfer Linie: Zores bei den Grundeinlösen

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    Ebreichsdorf: Enteignungen drohen entlang der Pottendorfer Linie

    Laut ÖBB konnte man sich für den Neubau der Bahnlinie in der Region Ebreichsdorf mit 14 Grundeigentümern nicht einigen.


    Von Thomas Lenger. Erstellt am 10. Oktober 2019 (03:48)
    Mit 14 von 106 Eigentümern im Bauabschnitt Ebreichsdorf des Neubaus der Pottendorfer Linie konnte die ÖBB bisher keine Vereinbarung treffen. Acht davon liegen im Bereich der „Smart City“ rund um den Bahnhof Ebreichsdorf. Foto: Lenger

    Mit 14 von 106 Eigentümern im Bauabschnitt Ebreichsdorf konnten die ÖBB im Zuge des Neubaus der Pottendorfer Linie bisher keine Vereinbarungen treffen. Acht davon liegen im Bereich der „Smart City“ rund um den neu zu errichtenden Bahnhof zwischen Unterwaltersdorf und Ebreichsdorf. Jetzt wurden erste „Enteignungsverfahren“ eingeleitet.
    ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif erklärt dazu: „Grundsätzlich ist anzumerken, dass mit allen Grundeigentümern ein Konsens über die Notwendigkeit des Projekts besteht. Doch acht der offenen 14 Grundeinlösefälle befinden sich im Bereich des Planungsgebietes der ‚Smart City‘. Dieses Raumplanungsprojekt zielt langfristig auf eine städtebauliche Entwicklung hin. Dieses groß angelegte Projekt weckte bei den Grundeigentümern offenbar die Erwartung, dass es sich bereits um Bauland handeln würde und dass deswegen entsprechende Baulandpreise zu erzielen wären.“
    Bauverzögerungen sind nicht zu erwarten
    Aber ohne das ÖBB-Projekt gebe es das Projekt „Smart City“ gar nicht und die ÖBB könnten auch keine Flächen ablösen, die verbaut werden sollen. „Die Einleitung der Verfahren bedeutet nichts anderes, als dass diese offene Frage an Sachverständige ausgelagert wird“, sagt Seif. Mit Verzögerungen im Bauablauf sei aus heutiger Sicht nicht zu rechnen. Zu den drohenden Enteignungen sagt SP-Bürgermeister Wolgang Kocevar: „Ich habe natürlich keine Freude, wenn es zu solchen Enteignungen kommt. Aber es gibt ein Bundesgesetz, das vorsieht, dass übergeordnete Infrastrukturprojekte nicht durch Einzelne blockiert werden können.“
    In den kommenden Tagen beginnt für das „Smart-City“-Projekt ein „Boden-Management-Projekt“ mit Anrainern und Experten. Dabei sollen konkrete Beispiele für die Nutzung des Bereiches erarbeitet werden.

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