[DE] Berlin: Fußballfans-Sonderzug in Brand - mehrere Verletzte

  • [DE] Berlin: Fußballfans-Sonderzug in Brand - mehrere Verletzte

    Sonderzug für Fußballfans brennt am Bahnhof Bellevue
    19.10.19 | 21:56 Uhr

    Foto: Morris Pudwell

    In einem Fernzug ist mitten in Berlin ein Feuer ausgebrochen. Ein Waggon stand nach Feuerwehrangaben voll im Flammen. Der Sonderzug für Freiburger Fußballfans steht am S-Bahnhof Bellevue. Mehrere Menschen wurden durch den Rauch verletzt.
    Am Berliner S-Bahnhof Bellevue ist am Samstagabend der Waggon eines Fernbahnzuges in Brand geraten. Der Wagen habe in voller Ausdehnung gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Kurz vor 22 Uhr sei der Brand weitgehend gelöscht worden.
    Ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagte, mindestens drei Menschen seien durch Rauchvergiftungen verletzt worden.
    Die Feuerwehr ist mit etwa 200 Leuten und mehreren Dutzend Fahrzeugen im Einsatz. Ein Hubschrauber leuchtete den Brandort von oben aus. Fotos von dem Brand zeigen, wie die Flammen aus den Zugfenstern schlugen. Über dem Hansaviertel bildete sich eine dichte Rauchwolke. Die Brandursache ist noch unklar.
    Nah- und Fernverkehr unterbrochen
    Bei dem Zug handelt es sich um einen Sonderzug für Freiburger Fußballfans. Er befand sich nach der Partie des FC Union gegen Freiburg auf der Rückfahrt. Der SC Freiburg hatte am Nachmittag in Köpenick gespielt.
    Der Zug steht auf den Fernbahngleisen neben dem S-Bahnhof Bellevue, er wurde komplett geräumt - ebenso wie zwei S-Bahnzüge in dem Bahnhof. Mehrere hundert Personen mussten die Züge verlassen. Panik sei dabei nicht ausgebrochen, sagte Feuerwehrsprecher Jens-Peter Wilke dem rbb: "Alle verhielten sich ziemlich ruhig und diszipliniert."
    Der Nah- und Fernverkehr durch den Bahnhof wurde eingestellt. Betroffen sind die S-Bahnlinien S3, S5, S7 und S9. Zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten fahren Ersatzbusse. Laut Wilke wird die Sperrung des Fernverkehrs noch mehrere Stunden andauern. Der Betrieb der S-Bahn könne eventuell schon früher wieder aufgenommen werden, so der Sprecher.

    www.rbb24.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Berliner Morgenpost weiß mehr:

    Brennender Zug gehört "Centralbahn AG"

    Zunächst hatte die Feuerwehr gemeldet, es brenne ein S-Bahnzug. Wie sich herausstellte, war aber ein Sonderzug der "Centralbahn AG" betroffen.

    "Die Centralbahn AG ist ein führender Veranstalter von Sonderzügen, geplant und durchgeführt von Mitarbeitern, die zum Teil über 40 Jahre 'Sonderzugerfahrung' mitbringen", heißt es auf der Website des Anbieters. Dieser verfüge über "mehr als 80 Reisezugwagen verschiedenster Bauarten, überwiegend sehr bequeme nostalgische Reisezugwagen, dazu zahlreiche Party-, Speise- und exklusive Salonwagen."

    Bild.de:
  • Na, da scheint wohl ein bisserl Pyrotechnik übrig geblieben zu sein:

    Christian Streich übt nach der Niederlage gegen Union Berlin scharfe Kritik an den Freiburg-Fans. Kurz vor Anpfiff wird im Gästeblock Pyrotechnik gezündet. Trainer Christian Streich vom SC Freiburg hat nach dem 0:2 (0:1) bei Union Berlin Teile des eigenen Anhangs scharf kritisiert. Unmittelbar vor dem Anpfiff war im Gästeblock Pyrotechnik gezündet worden, die das Spielfeld in den ersten Spielminuten in dichten Rauch hüllte. In dieser Phase fiel auch Unions Führungstor durch Marius Bülter.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.















  • Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Laut SWR schließt das EVU Centralbahn einen technischen Defekt aus. Nachzulesen hier:

    (.....)
    Privatbahnbetreiber schließt technischen Defekt aus
    Mittlerweile hat sich der Betreiber "Centralbahn AG" des Privatzuges, der die Fans transportierte, auf seiner Facebookseite geäußert und schließt einen technischen Defekt aus, "da der Brand offensichtlich im Innern eines Abteils in der Wagenmitte ausgebrochen ist, wo es keine Technik gibt. Ein Heizungsschaden, über den spekuliert wurde, scheidet völlig aus, da sich die Technik dazu unter dem Wagen befindet - im Inneren des Wagens verlaufen lediglich Heizwasserleitungen."
    Von Fans, die laut eigener Aussage Insassen des Zuges waren, wird jedoch berichtet, dass die Heizung des Zuges bereits vor Fahrtbeginn geraucht habe und ein Heizungskasten beim Verlassen des Zuges in Brand gestanden habe.
    Es bleibt also Abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben.
    STAND: 20.10.2019, 13:12 Uhr
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Na no na ned: Freiburg-Fans gehen von technischem Defekt des Zuges aus

    Ein vollbesetzter Zug mit angesoffenen und frustrierten Fußballfans, da gibt's wie zahlreiche Beispiele über die Kreativität dieser Untermenschen eindrucksvoll belegen, noch viele andere Möglichkeiten. Hier war definitiv Pyrotechnik die Ursache. Womit sich zwangsläufig auch die Frage stellt, warum sich das ein EVU überhaupt antut, für dieses geistig umnachtete Klientel einen Sonderzug in Verkehr zu bringen? Wenn man die obligatorischen Reinigungen und die Beseitigung der verursachten Schäden in Relation zu den Einnahmen setzt, was bleibt da unterm Strich noch übrig?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
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