Umsturz beim Verband der Eisenbahnfreunde - VEF

  • Umsturz beim Verband der Eisenbahnfreunde - VEF

    Und weil die österreichischen Rostsammelvereine offenbar immer mehr versumpfen, hier gleich die nächste Episode! Mit der Absetzung des langjährigen Leiters der Fahrzeugerhaltung im Eisenbahnmuseum Schwechat gab es heuer im VEF einen weiteren Paukenschlag. Im Übereifer wurde dazu gegenüber dem langjährig (ver)wirkenden Mann auch noch ein Betretungsverbot ausgesprochen, das rechtlich eine Satire darstellt*, da der VEF in Schwechat nur einer von drei Vereinen ist, die auf dem Museumsgelände ihre "Wirkungsstätte" haben. So gingen der einstimmigen Vorstandsentscheidung mehrere, schriftlich dokumentierte Ersuchen, Hinweise und Aufforderungen voran, sich an Vorstandsbeschlüsse zu halten. Fortgesetzte Uneinsichtigkeit den Regeln des Vereines gegenüber hat schließlich zu dieser unausweichlichen Maßnahme führen müssen. Auch bei den Eigentumsverhältnissen der Fahrzeuge ist die Situation so, dass viele gar nicht dem VEF gehören. Daher beschäftigen die Vorkommnisse bereits die Rechtsanwälte, wodurch Mittel und Energien, aber auch menschliche Ressourcen vergeudet werden, die besser für die Fahrzeugerhaltung Verwendung finden sollten. Auslöser für diesen Konflikt war - etwas vereinfacht - die überdachte Hinterstellung von drei WLB-Fahrzeugen in Schwechat, deren sofortiger Abtransport von WLB-Gleisen durch die Führung der Badnerbahn verlangt worden war! Die Beiwagen dürften aufgrund der Haltung der WLB nicht - obwohl möglich - auf eigener Achse überstellt werden, sondern mussten per Tieflader abtransportiert werden. Wer von der derzeitigen Leitung denkt, dass die Fahrzeuge jemals wieder aufs Netz kommen werden, träumt! Das trifft insoweit viele Menschen persönlich, die für die weit gediehene Aufarbeitung des BW 43 bereits eine namhafte Summe gespendet haben - der Beiwagen wartet eigentlich nur mehr auf den Einbau der aufgearbeiteten Drehgestelle und daraus resultierende Restarbeiten. Historisch wertvolle Fahrzeuge wurden, um Platz für die WLB-Wagen zu erhalten, ins Freie gestellt und teilweise auf dem Gleis der Dreherbahn dem Vandalismus überlassen. Und wieder zeigt sich, welche Komiker und narzisstische Pfeifen in diesen Vereinen agieren, denen es scheißegal ist, was mit den 'schützenswerten' Fahrzeugen passiert... Hauptsache, sie setzen sich durch und der Kamper ist/war da ein ganz besonderer Fall:

    Sein diktatorischer Führungstil war schon ein wenig eigenartig. Kamper hat doch auch vielen ein Betretungsverbot*) ausgesprochen, nur weil sie nicht zu allem "Ja" und "Amen" sagten. Das, was gestern ausgemacht war, ist morgen hinfällig, nur weil's ihm plötzlich anders besser gefiel. Viele Eisenbahnfreunde wurden vergrämt, weil es mit ihm nicht einfach war. Nur seine Meinung war die einzig Richtige, eine Diskussion gab es nicht. Es war "sein" Museum nicht das des Vereines oder der Mitarbeiter. Der Bruch mit den Straßenbahnern des VEF, die Causa 4030 und TMW, 1020.03, 5041.03 und 1041.15 - da gab/gibt schon einige Baustellen.

    Wer jetzt jedoch denkt, dass es nun "besser" wäre? Weit gefehlt: Christian Peschl kann's noch besser als der Kamper!

    Weiters: Das Gelände wurde schon lange vor dem VEF vom Klein- und Feldbahnverein "bespielt" und der VEF ist in Schwechat vertraglich nur Untermieter. Eine Begehung durch die Rechtsanwälte der beiden Parteien ergab, dass dem VEF auf dem Areal fast nichts gehört und auch das TMW verärgert ist. Wenn das TMW irgendwo eine Abstellmöglichkeit finden könnte, wäre z.B. der 4030.201 (schon Jahre nicht mehr zugelassen, viel Geld und Arbeit wurde investiert) sofort abgezogen. Aber - frei nach Ben Akiba - das ist alles schon dagewesen und Einblicke in alte Protokolle und Dokumente zeigen, dass derartige Vorgänge beim VEF eine lange Tradition haben.

    *) Hochinteressant: Die Anmaßung irgendwelcher Vereinsdiktatoren, ein Betretungsverbot auszusprechen! Das geht nämlich gar nicht! Ein Betretungsverbot kann ausschließlich ein Polizeibeamter aussprechen, wie im §38a SPG festgeschrieben ist. Und Hausverbot geht auch nicht, mangels "Haus" am Gelände: Hausrecht ist die Bezeichnung für das Recht über die Benutzung eines geschützten Raumes z.B. Wohnung oder Geschäftsraum verfügen zu dürfen.

    Abtransport von Schrottfahrzeugen aus Schwechat zum Zerleger:

    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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