[Krone] Irrtum kostet 210 Euro - Falscher Zug: Vater und Sohn zahlen hohe Strafe

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  • [Krone] Irrtum kostet 210 Euro - Falscher Zug: Vater und Sohn zahlen hohe Strafe

    Die Krone berichtet über ein Missgeschick... Ganz schlau wird man aber nicht daraus, was da jetzt passiert ist...

    Irrtum kostet 210 Euro
    Falscher Zug: Vater und Sohn zahlen hohe Strafe

    (Bild: Andi Schiel)
    Diese kostspielige Zugfahrt von Wien ins nahe Umland werden ein Deutscher und sein Sohn nicht so schnell vergessen. Die beiden Hamburger wollten zu einer Familienfeier nach Wiener Neustadt. Weil sie mit einem Ticket der Wiener Linien irrtümlich im ÖBB-Zug saßen, setzte es eine saftige Strafe.

    Mit dem CAT-Airport-Train in Wien-Mitte angekommen, kauften Werner und Keno I. Tickets nach Wiener Neudorf. Eigentlich wollten die beiden die Lokalbahn nehmen, die bei der Oper wegfährt. Doch als ein Zug mit „Endbahnhof Mödling“ einfuhr, stiegen sie ein.


    Ordentlich draufgezahlt haben zwei Deutsche, weil sie mit dem Wiener-Linien-Ticket im ÖBB-Zug saßen.
    (Bild: Werner I., Andi Schiel, krone.at-Grafik)

    105 Euro je „Schwarzfahrer“ fällig
    „Nach meiner Erkenntnis ist es von Mödling nach Wiener Neudorf nicht weit“, so Herr I. Komisch kam ihnen nur vor, dass es im Zug keine Entwerter gab. Als es hieß „Fahrscheinkontrolle!“ mussten sie 105 Euro je „Schwarzfahrer“ zahlen. Denn ÖBB und Wiener Lokalbahn sind verschiedene Firmen.

    Beide bedauern, dass es keine Lösung zum Nachkauf des richtigen Tickets gab. „Es handelt sich dabei um kein ÖBB-Spezifikum. Auch andere Verkehrsunternehmen verlangen den Erwerb eines gültigen Fahrscheines vor Zustieg“, erklärt Daniel Pinka von den ÖBB.
  • Naaaa! Bitte ned! Das wäre eine Katastrophe, wenn der einen Nasenbohrer hätte! Es lebe hoch die Vasektomie! Aber ich hätte das nie bezahlt! Die können sich meine Adresse aufschreiben und mich dann (in Deutschland) verklagen! Nachdem die Bundesbahnen so gut wie alle Prozesse verlieren, wird's hier auch nicht anders sein. Zur Not wird sich das Gericht (weil der Deutsche mit seinem Kniebeißer ja nicht vorsätzlich schwarzgefahren ist) auf einen Vergleich einigen - auf die Höhe des Fahrpreises....
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • Auf Grund von Beschwerden durch Gäste und User wurde der Passus gelöscht, da sein beleidigender Inhalt eine konkrete Familie betraf.

    Ich bitte um Kenntnisnahme.

    Der Administrator

    Das Fahrgeld eintreiben sollen die ÖBB nicht dürfen, aber dann jammerst, dass Du die Bahnfahrer mit Deiner Minalölsteuer sponsern musst...?
    Was hat das Fahrgeld mit der rechtlich nicht gedeckten, horrenden Nachforderung zu tun? Jederzeit würde ich mich da auf einen Prozess einlassen und die OjeBBs würden einen weiteren Bauchfleck hinlegen!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Denn ÖBB und Wiener Lokalbahn sind verschiedene Firmen.
    Hat weniger mit den Firmen sondern eher damit zu tun, dass die ÖBB nicht nach Wiener Neudorf fährt. (Ich vermute mal die geplante Reiseroute war: Wien Mitte -> Wien Meidling -> WLB -> Wiener Neudorf)
    Kann von Breclav ja auch nicht mit einem Ticket nach Salzburg nach Graz fahren.
  • Oiiida, was san das für Amateure?

    Erstens:

    Die Darstellung ist völliger Blödsinn. Die beiden sind an einer ganz anderen Station als vorgesehen in ein anderes Verkehrsmittel als vorgesehen über eine andere Route als vorgesehen zu einem anderen Preis als vorgesehen eingestiegen. Und dann wundert man sich, dass das so nicht geht. Das ist halt nicht so wie in Hamburg mit den Tarifringen, diese Tatsache hätte denen recht schnell auffallen können.

    Dass die überhaupt den CAT nahmen, mein Beileid.

    Die hätten gleich durch bis an ihr Ziel eine Fahrkarte zum selben Preis lösen können.

    Und nein, ich kenne diese beiden nicht und habe kein Verhältnis zu denen.
  • Nochmal, es wäre direkt am ÖBB-Automaten möglich gewesen, eine Reisekette ans Ziel zu buchen, m.W.n. sind da die Details der Wegbindung dann auch bekannt.

    Dass man das nicht tat, dürfte an der CAT-Werbung liegen, die suggeriert, dass man anders nicht entsprechend ankäme.

    Dabei wäre es doch am schlausten, mit dem Railjet nach Meidling zu fahren und dort die WLB (oder eine Verbindung über Mödling) zu nehmen... wobei der Artikel auch konfus ist. Erst heißt es Wiener Neustadt, dann Wiener Neudorf?
  • Naja, Wr.Neustadt und Wr.Neudorf ist eh fast das gleiche.

    Nur wie sie auf die Schnellbahn gekommen sind, wo sie doch mit der WLB fahren wollten...
    Naja, blöd gelaufen.

    Aber manche Kontrollore könnten durchaus auch Fingerspitzengefühl mitbringen. Irgendwelche Ortsunkundige, die sich quasi verfahren haben, abzocken ist jetzt auch nicht unbedingt notwendig.
    Vielleicht hat der Kontrollor aber auch angenommen man wolle von Mödling per Bus weiter nach Neudorf?
  • Vielleicht hat der Kontrollor es nicht für abwegig gehalten, dass man über Mödling nach Wiener Neudorf wollte... Ich glaube aber, wenn dir als Zub jemand erzählt, er wollte mit der Lokalbahn nach Wiener Neudorf fahren, aber dann kam ihm ein Zug nach Mödling an (oder nach Wiener Neustadt? Who knows, das wird ja vielleicht auch verschwiegen) dass du das auch sehr suspekt finden würdest. Vor allem, wenn du weißt, dass Lokalbahn und S-Bahn an gänzlich verschiedenen Orten abfahren. Es könnte ja auch ganz gut sein, dass die nach Wiener Neustadt fahren wollten, aber ins ähnlich klingende Wiener Neudorf gebucht haben, um Geld zu sparen. Klingt vielleicht abwegig, aber ich würde mich nicht drüber wundern, wenn das schon mehr als einmal passiert wäre.

    Oder man hat überhaupt eine falsche Fahrkarte gekauft. Alleine, dass man beim Automaten der Wiener Linien anstelle der ÖBB gebucht hat, sagt schon was aus...

    Oder, oder oder. Es gibt so viele Faktoren, die in solche Situationen einspielen und der Krone-Artikel hat die Umstände etwas stark verkürzt wiedergegeben....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von J-C ()

  • Okaaaaay, ich glaube ich sollte mich nicht vom Krone-Style falsch informieren lassen.

    Denn dass es 2 verschiedene Unternehmen sind, ist im VOR selbstredend irrelevant. Aber wenn das Ticket das ist, das vorgezeigt wurde, dann ist das Problem ganz woanders:

    Das Ding wurde nicht entwertet und ist damit ungültig.

    Denn eigentlich sollte ja auch der Weg über Mödling möglich sein, die App ruft beide Wege zum selben Preis auf und bei der geographischen Distanz ist es kein Unterschied.

    Was aber nichts daran ändert, dass die beiden

    A) einen unnötigen und teuren Umweg nahmen
    B) Anscheinend allen ernstes vorhatten, die Lokalbahn ab Karlsplatz zu nehmen, wenngleich auch der DB-Navigator die beste Verbindung gezeigt hätte
    C) ihr Ticket nicht gleich entwertet haben. Man kann das Ticket als entwertet ausdrucken lassen. Kann mal passieren, dass man das Entwerten im Eifer des Gefechts vergisst, aber in dem Fall hatte man ja anscheinend von vorn herein vor, das Ticket erst im Zug zu entwerten.

    Andererseits, in Hamburg muss man auch seine Tickets gar nicht erst entwerten, das könnte eine Rolle spielen.

    Fazit: Wenn man schon vorhat, die Bahn zu nutzen, wäre es doch schlau, im vorhinein die beste Verbindung zu finden. Spart Zeit, Gekd und Nerven.

    Gerade für einen Deutschen sollte die Nutzung des österreichischen Tarifs nicht so schwer sein, da kennen wir tatsächlich noch lustigere Tarifsysteme...