[Jena] Schussattentat auf Straßenbahn

  • [Jena] Schussattentat auf Straßenbahn

    Schuss auf Straßenbahn in Jena: Jugendliche unter Schock
    Erneut ist in Jena auf eine Straßenbahn geschossen worden. In der Nähe der Haltestelle Sportforum zersplitterte die Scheibe einer Bahn. Bereits Anfang des Jahres waren Straßenbahnen angegriffen worden.

    In Jena ist erneut auf eine Straßenbahn geschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, hörte eine 17-jährige Insassin am Montagabend nahe der Haltestelle Sportforum einen lauten Knall. Eine Scheibe splitterte. Die Jugendliche erlitt einen Schock. Die übrigen Fahrgäste blieben den Angaben nach unverletzt.
    Womit geschossen wurde, ist noch unklar. Laut einer Polizeisprecherin suchen Ermittler am Dienstag das Umfeld nach weiteren Spuren und dem Projektil ab. Geprüft werde zudem, ob es einen Zusammenhang mit ähnlichen Angriffen gibt. Bereits im Januar und Februar war in Jena auf Straßenbahnen geschossen worden - im Stadtzentrum und in Lobeda-Ost.
    STAND: 12. November 2019, 11:21 Uhr

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Bereits im Januar und Februar war in Jena auf Straßenbahnen geschossen worden - im Stadtzentrum und in Lobeda-Ost.

    Schüsse auf zwei Straßenbahnen in Jena geklärt
    Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der im dringenden Tatverdacht steht, im Januar auf vorbeifahrende Straßenbahnen in Jena geschossen zu haben. Die Ermittlungen zu ähnlichen Vorfällen im November laufen weiter - denn zu diesem Zeitpunkt saß der Mann bereits in Haft.
    In Jena wurde dieses Jahr mehrfach auf Straßenbahnen geschossen.Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger
    Ein 39-jähriger Mann steht im dringenden Tatverdacht, im Januar in Jena-Lobeda und am Volksbad auf vorbeifahrende Straßenbahnen geschossen zu haben - mit Stahlkugeln.
    Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, vollstreckten Beamte der Landespolizeiinspektion Jena bereits Anfang November einen Haftbefehl gegen einen Jenaer. Er stehe im dringenden Tatverdacht, am 27. und 28. Januar mit einer Zwille Stahlkugeln auf vorbeifahrende Straßenbahnen geschossen zu haben. Während der Vorfälle in Jena im November saß der Mann bereits in Haft.
    Wie die Polizei mitteilte, verfügt der Beschuldigte über keinen festen Wohnsitz. Er befand sich demnach bei seiner Festnahme in der Wohnung einer Bekannten. Er versuchte zu flüchten und versteckte sich in dem von der Polizei umstellten Gebäude. Der Fluchtversuch misslang. Die Beamten fanden den Mann und führten ihn dem Haftrichter vor, der Untersuchungshaft anordnete. Gegen die Bekannte wurde ein Verfahren wegen Strafvereitelung eingeleitet, da sie einem gesuchten Straftäter Unterschlupf gewährt hatte.
    Suche nach Täter vom November geht weiter
    "Damit befand sich der Beschuldigte zum Zeitpunkt des neuerlichen Vorfalls mit einer Straßenbahn am Abend des 11. November bereits in Haft", heißt es in einer Mitteilung der Polizei vom Mittwoch. Somit komme der Mann für diesen Vorfall als Täter nicht in Frage. Die Ermittlungen laufen weiter. Selbst ein möglicher Materialfehler an den Scheiben könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.
    Auch ein Zusammenhang mit den zerstörten Straßenbahnscheiben in der Nacht zum 16. November in der Naumburger Straße sei eher unwahrscheinlich. Wie die Polizei mitteilte, stand "offenbar ein politisches Motiv bei den Tätern im Vordergrund".
    Nach den Schüssen auf Straßenbahnen im November hatte die Polizei mitgeteilt, nach einem Zusammenhang zwischen den Taten zu suchen.
    Durch die Schüsse im Januar entstand an den Bahnen Sachschaden von mehreren Tausend Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden.

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