[Der Standard] Brenner-Basistunnel kommt mit einem Jahr Verspätung

  • Die Feuerwehr trainiert aber schon den Ernstfall:

    Großübung im Brennerbasistunnel

    Am Samstag hat die jährlich vorgeschriebene Einsatzübung im Brennerbasistunnel stattgefunden, bei der Feuerwehren, Polizei sowie das Rote Kreuz der benachbarten Ortschaften mitwirkten. Geübt wurde diesmal im Baustellenbereich Pfons-Brenner.

    TT, Online seit gestern, 16.39 Uhr

    Bei der Einsatzübung im Großtunnel im Ortsteil Wolf haben sich heuer rund 140 Personen beteiligt, um sich auf einen möglichen Ernstfall praktisch vorzubereiten.

    Herausforderung unter Tage
    Die Tunnelbaustelle im Wipptal sei die größte Österreichs, erklärte der Bauloskoordinator Michael Kronthaler. „Die gigantischen Dimensionen unter Tage und die Vielzahl der dort arbeitenden Mineure stellen die Einsatzkräfte vor spezielle Herausforderungen.“ Damit im Unglücksfall ein lückenloser Ablauf der Rettungskette gewährleistet sei, müsse der Ernstfall immer wieder realitätsnah geübt werden.

    BBT-SE / Jan Hetfleisch Die Freiwilligen Feuerwehren vor der Übung im Brennerbasistunnel

    Bei der Übung am Samstag wurden unterschiedliche Szenarien durchgespielt, ausgehend von der Alarmierung durch den Leitstand über das taktische Vorgehen beim Rettungscontainer bis hin zum Umgang mit der technischen Infrastruktur unter Tage.

    Im Tunnel sind derzeit fünf Sprengvortrieben áktiv – die Sicherheitsvorkehrungen seien deshalb enorm, erklärte Bauleiter Christoph Esslinger. Wichtig sei vor allem die Kommunikation unter den verschiedenen Hilfsorganisationen. Simulationen seien daher unerlässlich, um allen Rettungskräften unter erschwerten Bedingungen die richtigen Entscheidungen zu erleichtern.
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