WESTbahn sowohl beim VAI als auch beim BMVIT am Radar!

  • "Anders als bei der überwiegend vom Steuerzahler finanzierten Staatsbahn werden die elfte und zwölfte Arbeitsstunde bei den Privatbahnen allerdings nicht fürstlich abgegolten."
    Lustig! Ich keine keinen ÖBBler, der in einem 12-Stunden-Dienst die letzten beiden Stunden als Überstunden abgegolten bekommt, und bei der Feuerwehr ebenso, in den Spitälern, bei der Polizei... Aber es muss ja einen Grund geben, weswegen man als Standard-Abo-Kunde 10% bei der Westbahn bekommt. *KLICK* Der Standard = Unabhängiger Qualitätsjournalismus? Was zahlt der Haselsteiner für die Propaganda? In Ungerböck-Artikel Sinn hineinzuinterpretieren ist wohl ein vergebliches unterfangen! Was da gemeint ist, wäre aber interessant zu wissen. Übrigens: Der Überstundenzuschlag ist in § 10 Arbeitszeitgesetz festgelegt.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Auch bei ÖBB-Produktion geht es derzeit rund: Nach dem Mord (siehe *HIER*) an Werner Haubenwallner, Instruktor, Leitung fachliche Bildung ÖBB Produktion durch seine Geliebte, Michaela Lohner, ÖBB-Bildungsmanagerin (Suizid nach dem Mord), ist in Wörth bei der Lokführerausbildung Stillstand angesagt. Bei einem aktuellen Ausbildungskurs wurden bei den Teilnehmern, die die Prüfung positiv bestanden haben, im Nachhinein wegen Formalfehler wieder aberkannt. Man ist auch dahinter gekommen, dass die Prüfungen nicht wie vorgesehen, an einem Tag abgehalten wurden, außerdem steht im Raum, dass man seit Jahren Staatsprüfungen vor einem Einzelprüfer ablegte, protokolliert wurden von Haubenwallner jeweils kommissionelle Prüfungen. Betroffen sind alle Personen, die vor keiner Kommission die Prüfung abgelegt haben. Denen droht allen die Aberkennung ihrer Berufseignung.

    Die Prüfungen sind durch eine Kommission durchzuführen: § 16. (1) TFZf-VO Die Prüfungskommission für die Abnahme der Triebfahrzeugführerprüfung setzt sich aus jeweils einem Prüfungskommissär für die technische Teilprüfung, für die betriebliche Teilprüfung und für die praktische Teilprüfung (Prüfungsfahrt) zusammen. Dies bedeutet, dass die erworbenen Dokumente ungültig sind.

    Wenn man sich jetzt die in relativ kurzer Zeit aufgedeckten Machenschaften bei der WESTbahn, die Zeller-Geschichte (Verleih von Loks und Personal, obwohl kein EVU), jetzt der ÖBB-Sumpf in St. Pölten ansieht, muss man sich doch die konkrete Frage stellen: Was machen die Penner im BMVIT den ganzen Tag? Wo ist da auch nur eine marginale Kontrolltätigkeit festzustellen?
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
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    Die ÖBB betont, Prüfer H. sei nicht der Einzige im Dienst der ÖBB gewesen. Daher gebe es keinen Stillstand bei Ausbildungen. Und überhaupt könne man die Vorwürfe nicht nachvollziehen, alle Prüfungen liefen gemäß den einschlägigen Gesetzen und Verordnungen ab, versicherte ein ÖBB-Sprecher. "Alle Züge fahren bei uns unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards."
    Das Verkehrsministerium verweist darauf, dass erst nach einem Ermittlungsverfahren eine Stellungnahme erteilt werden kann. Ein Zusammenhang mit dem Mord in St. Pölten sei nicht erkennbar, auch habe der Anzeiger offenbar einige eisenbahnrechtliche Bestimmungen durcheinandergebracht. Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft sei jedenfalls noch nicht erfolgt.

    Ich finde diesen Artikel von Luise tatsächlich mal gut gestaltet. Kann ich nämlich wunderbar auf das hier verweisen. Der Anzeiger war also inakkurat in der Begriffswahl und ob und welche Konsequenzen das haben wird, ist a unklar.

    Wer weiß, vielleicht wollte man sich Zeit sparen. Ich finde es faszinierend, wie man aus komplexer interner Materie einen Skandal zimmern kann :D
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    dr. bahnsinn schrieb:

    westbahn schrieb:

    Auch bei ÖBB-Produktion geht es derzeit rund
    Der Standard berichtet heute ausführlich darüber.
    Wobei ich da keine neuen Aspekte sehe, nur die Vorwürfe die schon seit längerem durch die österreichische Forenszene getragen werden.


    derstandard.at - ung schrieb:

    ... und nicht, wie in der Triebfahrzeugführer-Verordnung vorgesehen, von einer dreiköpfigen Kommission ...
    Bei der Recherche hat es wohl nicht ein Mal bis zum Lesen der TFVO gereicht. Vielleicht wäre ihr dann der § 16 Abs. 2 untergekommen: Es können auch nur 2 sein.
    Auch ist es mir nicht komplett neu, dass man bei Prüfungen (allgemein nicht Tfzf) nicht sofort das Zeugnis bekommt, sondern dieses erst im Anschluss erstellt und unterfertigt wird.

    Der Rest ist halt typisch ung.
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    J-C schrieb:

    ......ob und welche Konsequenzen das haben wird, ist a unklar.
    Vorerst keine, denn ORF.at schreibt u. a. Folgendes:

    (.....)
    Verkehrsministerium wird vorerst nicht tätig
    (.....)
    Das Verkehrsministerium sieht derzeit jedenfalls keinen Grund zum Handeln – die Anzeige weise einige Ungereimheiten auf. Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft sei nicht erfolgt.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    Die Fahrerlaubnis (Führerschein) wird von der SCHIG bzw. den nationalen Behörden EU einheitlich auf 10 Jahre ausgestellt, die Bescheinigung (fälschlicherweise Zusatzbescheinigung genannt) kann man - muss man - immer aktualisieren, das macht ja das EVU. Der Pressesprecher ist ein wenig ahnungslos …
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
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    Ich habe gerade mit einem WESTbahn-Mitarbeiter aus dem Mittelholz gesprochen. Demnach pfeift das Unternehmen finanziell aus dem allerletzten Loch. Man weiß kaum, wie man den Betrieb aufrechterhalten kann und das Ende der Gesellschaft - HaPeHa hin oder her - ist absehbar. Alles, was noch versucht und an Neuigkeiten verzapft wird, ist bloß Chimäre, und auch die Belegschaft ist - zumindest nach innen hin - demoralisiert.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
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    Wunder würde uns das vermutlich alle nicht und er hat ja auch schon selbst gesagt, dass er nicht ewig Geld reinbuttern wird.

    Jetzt kann man natürlich spekulieren: Da sie für eine kurze Not- und Direktvergabe im VOR waren, hätten sie vielleicht gehofft, mit der Ausschreibung werden sie für ausländische Neueinsteiger ein attraktives Geschäft? Mit 15 schnellbahntauglichen DoSto kann sich schon ein kleines Los ausgehen.
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    Luise U. legt beim ÖBB-Bashing noch ein Schäuferl nach. Nachzulesen hier:

    Lokführerschein: ÖBB macht sich Lokführer-Stresstests selbst

    Anders als im EU-Lokführerschein vorgesehen, lässt die Staatsbahn ihre Triebfahrzeugführer nicht von unabhängigen Gutachtern auf psychische Belastbarkeit testen

    Luise Ungerboeck

    10. Dezember 2019, 11:00

    Das Fahren eines Triebfahrzeugs bedarf besonderer Kenntnisse bei Lokomotive und Strecke. Foto: Christian Fischer

    Wien – Bei der Ausbildung von Lokführern der Österreichischen Bundesbahn tun sich neue Fragestellungen auf. Nicht nur stehen Teilnahme- und Prüfungsbestätigungen infrage, weil Atteste nachträglich und/oder von bei der Prüfung nicht anwesendem Prüfungspersonal unterfertigt wurden. Auch andere in der Staatsbahn angewandte Regelungen scheinen mit den Bestimmungen der EU-Richtlinie (2007/59 EG) zur Zertifizierung von Triebfahrzeugführern unvereinbar.
    Denn die Staatsbahn ÖBB macht sich – im Gegensatz zu den rund 20 Privatbahnen in Österreich – einen Teil der Prüfungen für Befähigungsnachweise selber. Konkret einen besonders heiklen Teil: die für die Lokführerzulassung unabdingbaren arbeitspsychologischen Tests. Bei diesen Stresstests werden Lokführeranwärter auf sicherheitsrelevante Parameter wie Konzentrationsfähigkeit unter Stressbedingungen, Reaktionszeit und Entscheidungssicherheit abgeklopft. Dies ist mit Blick auf Unfallhäufig- und Zuverlässigkeit besonders wichtig.
    Bahnangestellte Experten
    Diese Stresstests werden bei der Staatsbahn wohl von Experten vorgenommen, deren Unabhängigkeit wird von Marktteilnehmern allerdings hinterfragt. Denn die Tests werden von der ÖBB-eigenen Dienstleistungstochter ÖBB-Business Competence Center (BCC) durchgeführt, der neben dem konzernweiten Einkauf auch sämtliche Personalagenden der rund 40.000 ÖBB-Bediensteten des Bahnkonzerns obliegen.
    Im Gegensatz zum deutschen Bundes-Eisenbahnamt, dem hoheitliche Aufgaben wie die Bestellung der Gutachter obliegen, lässt das österreichische Eisenbahngesetz diesbezüglich einiges offen. Wohl erteilt die (dem Verkehrsministerium nachgeordnete) Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft (Schig) den Lokführern nach Überprüfung der Gutachten die Zulassung und sie führt auch das Lokführerregister. Dass die Begutachtung und Tests jedoch von der ÖBB-Business Competence Center durchgeführt werden, also vom Dienstgeber der Lokführer-Probanden, stört offenbar niemanden.
    Zweifel an Unabhängigkeit
    Dies, obwohl das Eisenbahngesetz zumindest in Sachen Befangenheit und allfälligen Ausschließungsgründen für Gutachter klar ist, es verweist nämlich auf das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz. Demnach haben sich Verwaltungsorgane (§7 AVG) der Ausübung ihres Amtes zu enthalten, wenn ein Angehöriger oder Pflegebefohlener beteiligt ist oder sie als Bevollmächtigte einer Partei bestellt sind – oder wichtige Gründe vorliegen, die Zweifel an ihrer vollen Unbefangenheit wecken. Angestellte des ÖBB-Konzerns können diesen Kriterien als Prüfgutachter wohl eher nicht entsprechen, denn sie werden vom Dienstgeber des Probanden ausgewählt und bezahlt. Auch einem Vergleich mit dem Kraftfahrgesetz hält diese Praxis nicht stand. Führerscheinanwärter sind demnach von unabhängigen Ärzten oder Fachleuten zu überprüfen.
    Bei Lokführer-Eignungstests setzt die ÖBB auf Eigentraktion statt auf unabhängige externe Experten. Foto: ÖBB / H. Eisenberger

    Dass unmittelbare Dienstvorgesetzte bei den Prüfungen der ÖBB anwesend sind, wie Prüfkandidaten erzählen, der Prüfer, der hinterher die Bescheinigung ausstellt, aber nicht, erweckt nicht gerade den Anschein von Unbefangenheit. Wie ein Berufungsverfahren eines Lokführers gegen einen negativen Bescheid verlaufen könnte, an dem der eigene Arbeitgeber mitgewirkt hat, steht überhaupt auf einem anderen Blatt.
    Ministerium sieht keine Unvereinbarkeit
    Das Verkehrsministerium sieht keinerlei Unvereinbarkeit oder Befangenheit und verweist auf das Sozial- und Arbeitsministerium, das für die Überprüfung der eingesetzten Arbeitsmediziner, arbeitsmedizinischen Zentren oder klinischen Psychologen oder Gesundheitspsychologen zuständig sei. Ob die erforderlichen Gutachten auch von den zugelassenen Stellen eingeholt wurden, sei hingegen unternehmensintern zu prüfen. Demnach hat die ÖBB-Business Competence Center ihre hauseigenen Prüfer also selbst zu prüfen. Es stehe Unternehmen aber frei, zusätzliche Eignungstests durchzuführen, heißt es in der Stellungnahme weiter.
    Die ÖBB äußerte sich dazu ebensowenig wie zur Frage, wie es mit jenen Lokführer-Aspiranten weitergeht, deren Zeugnisse Ende Oktober nicht mehr unterfertigt wurden, weil der Prüfer verstorben war. Laut STANDARD-Informationen wurden diese Prüfungen für nichtig erklärt, sie müssen vermutlich wiederholt werden.
    Sehr viel Nähe
    Nicht ganz so nah wie beim psychologischen Eignungstest ist das Verhältnis zwischen ÖBB und Prüfern beim physischen. Den führt die Arbeitsmedizinfirma Wellcon durch. An ihr ist die ÖBB beteiligt und – nicht weniger heikel – die von der Eisenbahnergewerkschaft Vida dominierte Eisenbahnerversicherung VAEB. Die ÖBB-Personalvertreter mischen also bei der von ihr in höchsten Tönen gepriesenen Zulassung von Triebfahrzeugführern indirekt kräftig mit. (Luise Ungerboeck, 10.12.2019)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    ung / derstandard.at schrieb:

    ... oder wichtige Gründe vorliegen, die Zweifel an ihrer vollen Unbefangenheit wecken. Angestellte des ÖBB-Konzerns können diesen Kriterien als Prüfgutachter wohl eher nicht entsprechen, denn sie werden vom Dienstgeber des Probanden ausgewählt und bezahlt. Auch einem Vergleich mit dem Kraftfahrgesetz hält diese Praxis nicht stand. Führerscheinanwärter sind demnach von unabhängigen Ärzten oder Fachleuten zu überprüfen.
    Was ist denn das für ein wirres Geschreibsel?

    Und wer zahlt die "unabhängigen Ärzte" die die Führerscheinanwärter überprüfen? Der Führerscheinanwärter selbst, somit wäre es nach der ung-Logik sogar eine noch größere Befangenheit. Und wenn da jemand den 3 Meter entfernten, für die Ausgabe des befristeten Führerschein zuständigen BH-Mitarbeiter nicht versteht, frage ich mich schon, wie das ein Arzt absegnen kann.
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