WESTbahn sowohl beim VAI als auch beim BMVIT am Radar!

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  • WESTbahn sowohl beim VAI als auch beim BMVIT am Radar!

    Nicht nur das VAI interessiert sich derzeit für die WESTbahn (ein TFZf-Pärchen hat sich beschwert, weil sie nie "gemeinsam" Dienst verrichten dürfen), auch das BMVIT E4 hat den Laden nach einem entsprechenden Hinweis derzeit am Radar. Es wurden eine ganze Reihe ETCS und LZB Schulungen bzw. Prüfungen aberkannt, da man sie nicht nach Eisenbahngesetz T9 geprüft hat, obwohl die betreffenden Triebfahrzeugführer bereits Fahrerlaubnis/Bescheinigung gem. Eisenbahngesetz hatten! Dumm halt, wenn man dann als Schulender und Prüfer gleichzeitig auftritt oder Prüfungen abnimmt, ohne sachverständiger Prüfer zu sein. WESTbahn war bereits einmal Ziel der BMVITler nach den schweren Hoppalas und dem geknickten Triebwagen. Damals fuhr auf fast allen Zügen das BMVIT mit, um sich von der "Qualität" der Hebelbediener ein Bild zu machen und man schrammte haarscharf am Entzug der SiBe vorbei!

    BTW: Vortragender und Prüfer gleichzeitig zu sein, ist nicht unbedingt ein Problem, wenn die Schulungseinrichtung vom BMVIT genehmigt ist (§152 Abs 1 Eisenbahngesetz) und der Prüfer ein sachverständiger Prüfer ist (§148 Eisenbahngesetz). Ohne diese Voraussetzungen ist es eher dumm.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Welchen Investigativreporter interessiert das? Zudem: Wie willst du der Blödbevölkerung das eisenbahnrechtliche Umfeld erklären? Es steht ja auch in keinem Schmierblatt, dass WESTbahn-Hebelbediener andere anrufen, weil sie vor einem Signal stehen und den Signalbegriff nicht kennen. Wie oft standen denn Unzulänglichkeiten in deiner Firma in den Medien?
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Naja, aufgedeckt wurde das (und Anderes) im Profiforum, der Dominik hat es zuerst im Kurier gebracht und von dort haben alle anderen abgeschrieben. Und in diesem Fall ging es schon um die Sicherheit, das hat nichts mit dem Reizwort zu tun.

    Vielleicht noch zum Thema "aufdecken": Im Profiforum gibt es eine geschlossene Benutzergruppe, in der diverse Hoppalas dokumentiert werden. Als letztes Beispiel die Durchfahrt durch ein geschlossenes Hallentor in Matzleinsdorf oder der Aufprall einer Wagengruppe auf die andere, weil die Frau-Mag.a-TFZf die kreisende Bewegung des Armes des Spitzenverschiebers scheinbar falsch gedeutet hat: "Hätt i vielleicht stehbleibn soin?". Nur kann man solche Events nicht öffentlich machen. Nicht aus Mitleid zum betroffenen Hebelbediener, sondern, um den Informanten nicht zu schaden, weil von diesem Event nur sehr wenige Personen wissen. Und wenn später neuerlich etwas vorfällt und eine Person bei beiden Events anwesend war, dann gibts ein Problem. Die ÖBB-HVA versucht rigoros, Verräter ausfindig zu machen, Zeit haben's im ÖBB-Mittelholz ja genug dazu! Das hat man auch beim Semmering-Hoppala getan, aber Gott sei Dank ging das glimpflich aus!
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Gut, ETCS und PZB haben schon unterschiedliche Sicherheitslevel. Ich kann jederzeit die PZB deaktivieren und wenn keiner den Streifen ansieht, fällt es auch nicht auf. Was soll bei ETCS schon passieren? Wenn "ich" in den L2-Bereich ohne Fahrerlaubnis einfahre, stehe ich sofort. Dann aber stellt sich die Frage, ob der Hebelbediener weiß, wie man aus dieser Situation wieder herauskommt, wie man zur Not im Modus SR weiterfahren kann, also wenn für das RBC die Situation nicht eindeutig ist (z.B. für das RBC nicht eindeutige Position des Fahrzeugs). Und dann kann es auch noch vorkommen, dass selbst bei einer eindeutigen Situation für das RBC die Fortsetzung der Fahrt mittels einer vom RBC erteilten FS-MA oder gegebenenfalls OS-MA stattfindet. Und da sind die KIK- und Lidlfahrer halt öfter überfordert und müssen jemanden anrufen. BTW: Warum dieses Video, das du verlinkt hast, nicht mehr verfügbar ist?
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • [APA/Kurier] Justiz ermittelt gegen private Westbahn

    KURIER: Justiz ermittelt gegen die private Westbahn

    Das Verkehrsministerium und zwei Lokführer erstatteten Anzeigen wegen möglicher Sicherheitsverstöße des privaten Zugbetreibers. Dieser bestreitet jegliche Sicherheitsprobleme.
    Wien (OTS) - Angeblich gefälschte Zeugnisse für Lokführer und Fahrten mit defekten Brandschutztüren – derart massive Vorwürfe werden laut KURIER in zwei Anzeigen gegen die private Westbahn erhoben. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt Ermittlungen in dieser Causa. Im schlimmsten Fall könnte es zu einem Entzug der Sicherheitsbescheinigung für die Westbahn durch das Verkehrsministerium kommen.

    Bei der Westbahn werden gegenüber dem KURIER zwar einige der dokumentierten Vorfälle bestätigt, diese aber als nicht sicherheitsrelevant oder als kleine Fehler bezeichnet. Fünf Lokführern wurden in Folge aber von der Obersten Eisenbahnbehörde die Lizenzen aberkannt. Laut einem Betroffenen seien Prüfer, die Unterschriften geleistet haben, teilweise nicht einmal anwesend gewesen.

    Auch sollen Züge mitunter wochenlang mit defekten Brandschutztüren unterwegs gewesen sein, zitiert der „Kurier“ aus der Anzeige. Die Westbahn vereinzelte Probleme mit diesen Türen zu, diese seien aber nur ein „Conveniencethema“ und würden innerhalb von einem bis längstens 13 Tagen repariert.


    ots.at/presseaussendung/OTS_20…egen-die-private-westbahn
  • Und die Medien schweigen sich dazu aus?
    Jetzt nicht mehr! :)

    Diesmal hat der Dominik halt recht lange gebraucht, aber er muss natürlich alles "verifizieren".

    Das knapp 50-seitige Konvolut der Dokumentationen der Miss- und Übelstände befindet sich im VIP-Bereich des Profiforums.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Hier der Kurier-Plus-(=Bezahl)-Artikel: (Wer übrigens die Kurier+ - Berichte lesen will, lässt sich den "Seitenquelltext" anzeigen und filtert die diversen Tags heraus.

    Massive Vorwürfe: Westbahn droht Lizenzentzug

    Justiz ermittelt: Angeblich gefälschte Zeugnisse und Fahrten mit defektem Brandschutz. Betreiber sieht „kein Sicherheitsproblem“.

    Grobe Sicherheitsprobleme und gefälschte Zeugnisse für Lokführer oder doch nur „kleine Fehler“, die in einem Betrieb eben passieren können? Fest steht, dass die Staatsanwaltschaft Wien derzeit Ermittlungen gegen den privaten Eisenbahnbetreiber Westbahn führt.

    Diese wurden durch Anzeigen von zwei Lokführern, deren Schreiben auch dem KURIER vorliegen, ins Rollen gebracht. Die dort dokumentierten Vorwürfe – die die Westbahn teilweise einräumt, aber relativiert – waren derart massiv, dass auch das Verkehrsministerium deswegen Anzeige bei der Justiz erstattet hat. „Es sind polizeiliche Ermittlungen beauftragt worden“, bestätigt Thomas Vecsey von der Staatsanwaltschaft Wien.

    Zeugnisse eingezogen

    Die Zeugnisse von mindestens fünf Lokführern wurden von der Eisenbahnbehörde eingezogen. Dazu muss man wissen, dass Triebfahrzeugführer ähnlich umfangreiche Ausbildungen wie Piloten benötigen. Sie müssen Lizenzen für verschiedene Lokomotiv-Typen sowie für Sicherungssysteme wie PZB oder ETCS (siehe Zusatzbericht) vorweisen.

    Einer der betroffenen fünf Lokführer war darin offenbar so gut, dass er diese Lizenz gleich am ersten Arbeitstag ablegte, obwohl dafür eigentlich eine zweitägige Schulung notwendig sei. Dass er diese Lizenz erworben hat, erfuhr er erst nach seiner Kündigung, als er seinen Personalakt angefordert hatte.

    Dort fand der Deutsche, der zuvor für die Deutschen Bahn unterwegs war, zahlreiche Merkwürdigkeiten. So waren Unterschriften auf seinen Zeugnissen von Prüfern, die er nie gesehen haben will. An den entsprechenden Tagen fanden laut seinen Angaben gar keine Prüfungen statt. Und der Lokführer wunderte sich, dass Personen, die ihn ausgebildet haben, auch gleich Prüfungen abgenommen haben sollen.

    Auf 49 Seiten sind alle Vorwürfe mit deutscher Gründlichkeit dokumentiert. Auch interne Emails, Fotos und interne Dokumente sind beigefügt. Sollten die darin geschilderten Vorwürfe tatsächlich alle so zutreffen, könnte die Westbahn ihre Sicherheitsbescheinigung verlieren – in diesem Fall müsste sie den Betrieb einstellen.

    Westbahn-Sprecherin Ines Volpert betont, dass derzeit ein arbeitsgerichtlicher Prozess zwischen dem Unternehmen und zwei Lokführern (wegen Wiedereinstellung, Anm.) läuft. Die beiden wurden im vergangenen Juli ohne Angaben von Gründen gekündigt; laut deren Aussagen, weil sie zu sehr auf die Sicherheit gepocht hatten.

    Volpert wollte sich dazu „prinzipiell nicht äußern“. Es wird aber seitens der Westbahn betont, dass „wir die Vorwürfe nicht auf die leichte Schulter nehmen und die internen Abläufe unverzüglich überprüft haben.“
    Dabei werden „Fehler bei der internen Dokumentation“ bei den zwei betroffenen Lokführern zugegeben. Das sei „jedoch in keinem Moment ein sicherheitsrelevantes Thema“ gewesen. Gerüchte, wonach ein Drittel der Lokführer betroffen sei, würden nicht stimmen: „Es gab bei drei weiteren Triebfahrzeugführern Unschärfen“, heißt es in der Stellungnahme.

    Defekte Brandschutztür

    In der Anzeige ist auch ein möglicherweise sorgloser Umgang mit dem Brandschutz dokumentiert. So wurde „der Leiter Betrieb“ – laut einem Email am 11. Juni 2019 – von einem der beiden Lokführer über eine defekte Brandschutztür informiert. In dem Schreiben ist von „wiederholten Problemen mit gestörten Brandschutztüren auf verschiedensten Garnituren“ die Rede. Diese würden nicht ordnungsgemäß schließen, sollen aber im Brandfall die Flammen eindämmen. Videos und Fahrtenbücher sollen belegen, dass dies wochenlang nicht behoben wurde.

    Laut Westbahn gab es „im vergangenen Jahr bei 0,001 Prozent der Zugfahrten technische Schwierigkeiten mit Brandschutztüren“, dies sei „keinerlei Sicherheitsrisiko“. Auch sei „auf so einen technischen Defekt innerhalb von einem bis maximal dreizehn Tagen – aufgrund von Lieferverzug – reagiert worden. Das sei lediglich ein „Convenience-Thema“, also gehe es um Bequemlichkeit.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Aus strafrechtlicher Hinsicht würde ich meinen, dass zumindest einige Urkundenfälschungen im Raum stehen. Nachdem man aber keine "Firma" verurteilen kann, braucht es einen Täter und da wird es wieder schwierig, diesem habhaft zu werden. Aus eisenbahnrechtlicher Sicht hätte man schon vor einiger Zeit die SiBe entziehen müssen. Derzeit wird neuerlich laut darüber nachgedacht. Aber wie so oft muss man auch die Folgen bedenken. Das Chaos auf "den Schienen" ist da eher das kleinere Problem, es würden viele Menschen arbeitslos denn so schnell würde das Unternehmen die SiBe nicht wieder erlangen und während dieser Zeit wird man die Gehälter wohl nicht weiterbezahlen.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan