[der Standard] Erster Schritt zur viergleisigen Bahn Wien – Wiener Neustadt

  • Bahnhofs-Eröffnung mit Appell

    Die 13,4 Kilometer lange Strecke zwischen Hennersdorf, Achau und Münchendorf wurde gebührend gefeiert.

    Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 30. November 2019 (14:21)
    Geschäftsführender Gemeinderat Rudolf Sattler (Achau), Bürgermeister Ferdinand Hausenberger (Hennersdorf), Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖBB-Infratrukturvorstandsmitglied Franz Bauer, Bürgermeister Josef Ehrenberger, Münchendorf. Foto: Jandrinitsch

    Den Auftakt zur großen Eröffnungsfeier machten die Münchendorfer Volksschulkinder, die sogar ein eigenes Zug-Lied einstudiert hatten, den passenden Tanz inklusive. Die Feier nahm Fahrt auf, Franz Bauer, Vorstandsmitglied der ÖBB Infrastruktur forderte die Gäste auf, sich gedanklich in die Zukunft zu beamen und sich eine Welt vorzustellen, „in der nicht nur die Pottendorfer Linie bis Wampersdorf zweigleisig ausgebaut ist, sondern auch die Südbahn viergleisig“.
    Was jetzt schon Realität ist: Die Bahnhöfe in Hennersdorf, Achau und Münchendorf sind „moderne Mobilitätszentren“, die auch auf Elektromobilität und Radfahrer Rücksicht nehmen.
    Bauer bedankte sich bei der Gemeinde Münchendorf für die Geduld während der vierjährigen Bauphase, „denn immerhin mussten es die Bürgermeister aushalten, wenn Anrainerbeschwerden wegen Baulärms kamen“. Hennersdorfs Ortschef Ferdinand Hausenberger, ÖVP, meinte zu seinem Amtskollegen Josef Ehrenberger, SPÖ: „Das Schlimmste ist überstanden. Das normale Leben kann wieder beginnen.“ Als Bahn-Profi weiß aber Ehrenberger, dass gerade der Bauabschnitt in Münchendorf ein technisch besonders herausfordernder war. Er lobte daher auch: „Es ist unglaublich, was die ÖBB hier geleistet haben. Wir werden auch als Gemeinde die entsprechenden Maßnahmen setzen, damit in der Bevölkerung nicht der Eindruck entsteht, die Ortschaft würde durch die Bahn zweigeteilt werden.“ Denn Unter- und Überfahrungen dominieren jetzt die Gemeinden, seit dem die Schrankenanlagen verschwunden sind. Der positive Effekt, kein Stau vor den Schranken, ist schon eingetreten.
    Einen kleinen Wermutstropfen ortete Bürgerlisten-Gemeindevorstand Rudolf Sattler aus Achau, der in Vertretung von Bürgermeister Michael Exarchos, Bürgerliste, gekommen war, dass der tägliche Stau vor Achau jetzt nicht vor dem Schranken, sondern vor dem Kreisverkehr auf der B16 stattfinde. „Eine Umfahrung für Achau ist daher unumgänglich“*), appellierte er an Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖVP.

    NÖN

    *) Keine Sorge. Die kommt mit Sicherheit noch, bevor der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie abgeschlossen ist.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Der Stau vor dem Kreisverkehr der B16 in Achau war aber vorher schon da, auch ganz ohne Bahnschranken...

    Aber von der Straße aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Bahnstrecke, das könnte sogar den einen oder anderen zum Umsteigen bewegen... Speziell wenn dort dann ab Fahrplanwechsel ordentlich schnell gefahren werden kann und man dem Zug zusieht, wie er da vorbeirauscht...
  • Benutzer online 1

    1 Besucher