Zugfahrt nach Madrid dauerte über 42 Stunden

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  • westbahn schrieb:

    Die Steuerbefreiung von Kerosin geht auf das Jahr 1944 zurück, als man sich im „Chicagoer Abkommen“ darauf einigte, die internationale Zivilluftfahrt zu fördern. Sie könne dazu beitragen, Freundschaft und Verständnis zwischen den Nationen und Völkern der Welt zu schaffen, so damals das Argument. Doch seitdem ist das Flugaufkommen rasant gestiegen und wird es wohl weiter tun. Eine Studie der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt prognostiziert, dass sich die derzeit 10,6 Millionen Flüge, die jährlich innerhalb Europas stattfinden, bis zum Jahr 2040 um 53 Prozent steigern werden.
    Österreich war no-na-ned erst später dran. Aber hier das "Chicagoer Abkommen": ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.…n&Gesetzesnummer=10011263
    Und was fällt auf? Es geht zwar in Artikel 15 und 24 um Abgaben, aber keine Vorschrift zur Steuerbefreiung von getanktem Kerosin. Das wächst alles auf bilateralen Luftverkehrsabkommen.


    Bei so langen Reisen würde ich die handvoll Euro investieren und 1. Klasse nehmen.
  • Bei solchen Politikern ist es allerdings auch schon egal, ob sie zur Klimakonferenz hinfahren oder nicht, oder womit...:

    „38 Gigabyte CO2-Ausstoß pro Jahr“: Stenzel (FPÖ) sorgt für Lacher
    Geht es nach der Wiener FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel wird der CO2-Ausstoß neuerdings in Gigabyte gemessen. Ein Videoausschnitt sorgt für Spott und Lacher in den sozialen Netzwerken.
    Wien — Die Wiener FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel sorgt einmal mehr für viel Spott und Lacher in den sozialen Netzwerken. In einem Beitrag von oe24-TV spricht sie über Klimapolitik. Ein Thema, das sie angesichts ihrer Wortwahl wohl besser nicht angeschnitten hätte.

    „Und er (Anm. Hans von Storch) spricht von 38 Gigabyte CO2-Ausstoß im Jahr. Von diesen 38 Gigabyte allein, stößt die Bundesrepublik Deutschland — jetzt nehmen wir Österreich dazu — ungefähr ein bis zwei Gigabyte aus. Bleiben immer noch 36 übrig, wenn Sie die gesamte EU dazu nehmen — sagen wir schon acht weniger, acht Gigabyte weniger. Bleiben immer noch 30 Gigabyte pro Jahr, die (in?) den Kosmos verstrahlen", sagte Stenzel wörtlich. Politische Kompetenz sieht jedenfalls anders aus. (TT.com)

    Originalvideo
  • Das Originalvideo wird auf deren Website nicht sehr beworben, warum wohl? :D
    Originalvideo

    Der Journalist versucht nichtmal das zu hinterfragen! "Sind Sie sicher, dass es sich um Gigabyte handelt?", wäre hier angebracht gewesen.

    Aber ja, es wäre auch angebracht gewesen "Sind Sie sicher, dass es sich beim menschengemachten Klimawandel um eine Glaubensfrage handelt?" Also was solls.

    Das Traurige ist: die Tagespresse kann jetzt zusperren. Wie will man DAS noch parodieren?
  • ttgo schrieb:

    Der Journalist versucht nichtmal das zu hinterfragen!
    Das Format ist nicht wirklich dafür bekannt.

    Ansonsten die übliche Beweihräucherung. Eine Quelle ist wohl ein Kettenbrief aus dem Sommer, der schon großenteils widerlegt ist. Dann hinterfragt sie auch noch, warum man auf die Straße geht. Just jene die mit den Identitären auf die Straße ging und das nicht mitbekommen haben will. :S
  • Ich empfehle die heutige PRESSE - URSCHITZ meint zu lesen ....

    Für mich der Kernsatz:

    Die Eisenbahnen wollen gar nicht, dass jemand von Wien nach Madrid fährt. oder .....

    Das hängt damit zusammen, dass es keine europäische Eisenbahnpolitik gibt und die staatlichen Eisenbahnen ihr Nationalstaatenkonzept aus dem 19. Jahrhundert im 21. Jahrhundert weiterleben.


    Dem ist - leider - nicht viel hinzuzufügen ...
  • Dazu passt die Story "[CH] ICE in Basel entgleist" mit dem Schweizer SUST-Untersuchungsbericht.
    Unter anderem geht es um die getrennten GSM-R Netze der Deutschen Bahn und der SBB, mit den Besonderheiten des Übergangs vom Deutschen zum Schweizer Netz.
    Sehr treffend und bezeichnend auch der Kommentar von KFNB X:

    KFNB X schrieb:

    Die Schweizer Behörde kann keine Sicherheitsempfehlungen für die deutschen Anlagen auf Schweizer Gebiet geben. Zuständig ist das deutsche Eisenbahn-Bundesamt. Von dem erhoffen die Schweizer eine Stellungnahme.
    Und dem obigen Kommentar

    KFNB X schrieb:

    Mit dem Nationalstaatenkonzept aus dem 20. Jahrhundert konnte man problemlos quer durch Europa fahren, ... Und gerade das "nicht-Nationalstaaten-Denk-Konzept" hat dies in meinen Augen zerstört.
    ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen. Außer dem Wunsch, wieder mehr Kooperation der Staats- und Eisenbahnverwaltungen zu üben. Gerade und besonders in einem "geeinten" Europa.
  • Wobei die Kleinen das besser hinbringen als die Grossen, letztere haben die weit stärkere Tendenz sich gegen (vermeintliche) Konkurrenz abzuschoten (Italien, Frankreich). Die Kleinen hingegen sind und bleiben international, wobei die ÖBB da eine erfreuliche Vorreiterrolle spielen. Allerdings, der Höhepunkt der Eigenbrötlerei ist schon überschritten.