[ORF Tirol] ÖBB-Planungen 2020

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    Was die ÖBB für 2020 planen

    Vom Ausbau der Rollenden Landstraße über die sogenannte Bahnhofsoffensive bis hin zur Verlagerung des Tourismusverkehrs auf die Schiene – die ÖBB haben für heuer so einiges in Planung. Die Gäste müssen sich daher auch auf Sperren einstellen.

    Online seit heute, 16.41 Uhr

    Mit Jahreswechsel ist das verschärfte sektorale Fahrverbot in Kraft getreten. Speziell für die Brennerstrecke bedeutet das, dass deutlich mehr Lkws auf der Schiene unterwegs sein werden. Deshalb wird die Rollende Landstraße dort massiv ausgebaut werden. Die Kapazität soll zu Beginn des Jahres auf 250.000 Lkws erhöht werden. Ende des Jahres sollen es bereits 400.000 sein.
    Bahnhofsoffensive soll weitergehen
    Im Rahmen der sogenannten Bahnhofsoffensive sind einige Projekte geplant, wie die ÖBB mitteilten. Die Modernisierung der Bahnhöfe im Sinne der Barrierefreiheit stehe dabei im Fokus. Die Bauarbeiten am Bahnhof in Schwaz laufen bereits, sollen heuer vorangetrieben und im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden.
    So soll der Bahnhof Schwaz dann ab 2021 ausschauen. ÖBB

    Beginnen wird im Frühjahr laut ÖBB auch der Bau des neuen Parkdecks am Bahnhof Jenbach. Rund 450 Auto-Parkplätze sollen hier entstehen. Zudem soll es dort künftig wesentlich mehr Stellplätze für Räder und Mopeds geben. In Innsbruck werde der Bau des Bahnhofs Messe-Saggen beginnen. Rund 10 Millionen Euro soll dieser kosten.
    Sperren und Schienenersatzverkehr
    Für 2020 seien zudem weitere Streckensanierungen geplant. In Frühjahr und Herbst wird es deshalb am Arlberg vereinzelt zu Sperren kommen. Auch im Außerfern wird es phasenweise einen Schienenersatzverkehr geben. Von Ende Mai bis Mitte Juni soll außerdem die Karwendelbahn saniert werden.
    Tourismus: Verlagerung auf Schiene
    Auch im Tourismus soll sich einiges auf die Schiene verlagern. Die Straßen seien teils bereits am Ende ihrer Kapazitäten angekommen, so ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mayr. Mit Angeboten wie dem „Nightjet zum Schnee“, der Touristen bequem mit Öffis zur Unterkunft bringen soll, will man hier Abhilfe schaffen. Laut Angaben der Tirol Werbung reisen derzeit nur sechs Prozent der Wintertouristen mit dem Zug an. Diese Zahl wollen die ÖBB deutlich steigern.
    red, tirol.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Mit Angeboten wie dem „Nightjet zum Schnee“, der Touristen bequem mit Öffis zur Unterkunft bringen soll, will man hier Abhilfe schaffen. Laut Angaben der Tirol Werbung reisen derzeit nur sechs Prozent der Wintertouristen mit dem Zug an. Diese Zahl wollen die ÖBB deutlich steigern.
    Neue Nachtzüge in Skigebiete gestartet

    Mit dem Jänner 2020 sind neue Nachtzugsverbindungen als Zubringer für vier Tiroler Skigebiete gestartet. Die Nachfrage sei bereits jetzt gut, so die ÖBB wenige Tage nach dem Start. Damit gibt es nun eine neue Möglichkeit, von Wien, Hamburg und Düsseldorf aus auf Skiurlaub zu fahren.

    Online seit heute, 6.24 Uhr

    Seit Dienstag haben Touristinnen und Touristen eine neue Möglichkeit, um nach Tirol in den Skiurlaub zu fahren. Ein neues Nightjet-Kombiticket ermöglicht die Anfahrt von Wien und auch mehreren Standorten in Deutschland aus. Angefahren werden vier Skigebiete in Tirol. Bei diesen handelt es sich um St. Anton am Arlberg, die SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental, SkiStar St. Johann in Tirol und den Stubaier Gletscher.
    Umweltfreundlichere Alternative

    Das Kombiticket soll auch eine kostengünstige Alternative zu den umweltschädlichen Städteflügen bieten. Daher ist im Kombiticket die An- und Rückreise mit Sitzplatzreservierung inkludiert. Auch ein Skipass ist inbegriffen: Dabei können die Gäste einen Gültigkeitszeitraum zwischen drei und sechs Tagen wählen. Separat kann ein Platz im Liegewagen gebucht werden. Im Kombiticket inkludiert ist auch ein Shuttlebus zwischen Bahnhof und Unterkunft.
    Der Nightjet zwischen Hamburg und Innsbruck fährt täglich, dasselbe gilt für den Nachtzug aus Wien. Zwischen Düsseldorf und Innsbruck verkehrt der Nightjet mehrmals pro Woche.
    Erste positive Rückmeldungen
    Die ersten Buchungen kamen vor allem aus Deutschland und Österreich, doch auch Kunden aus Schweden und Belgien haben laut ÖBB das neue Angebot bereits in Anspruch genommen. „Mit der derzeitigen Buchungslage sind wir sehr zufrieden. Es gab durchwegs positive Reaktionen auf das neue Produkt. Die Züge sind vor allem für die Ferienwochen sehr gut gebucht“, so Robert Mosser von den ÖBB.
    Zusammenarbeit von Seilbahnbetrieben und ÖBB
    Das Pilotprojekt geht auf eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs zurück. Als Teil der Wirtschaftskammer ermöglichten diese zusammen mit den ÖBB das neue Kombiticket. Nach einer Testphase soll das Angebot dann schrittweise ausgebaut werden. Dabei werden gemeinsam mit der Tirol Werbung weitere Angebote ins Auge gefasst.
    red, tirol.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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