Kraftwerk Spullersee wird entleert

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  • Kraftwerk Spullersee wird entleert

    ORF Vlbg.

    Spullersee wird entleert
    Der Spullersee oberhalb des Klostertals wird ab Dienstag komplett entleert. Bis Mitte Jänner werden rund 250.000 Kubikmeter Wasser kontrolliert abgelassen – das entspricht rund 1,7 Millionen voller Badewannen. Dann wird das Kraftwerk modernisiert. Die ÖBB produzieren damit den Großteil der Energie, die die Züge in Vorarlberg benötigen.

    Wo seit 1925 drei Druckrohre das Wasser Richtung ÖBB Krafterwerk in Wald am Arlberg donnern lassen, wird in Zukunft nur noch ein Rohr sein. Und dieses wird man dann nicht mehr sehen, sagte Stefan Pecina von der ÖBB Werkgruppe West: „Der Revisionsbedarf bzw. Instandsetzungsaufwand reduziert sich natürlich entsprechend, und dadurch, dass das Druckrohr in der Erde verlegt ist und nicht mehr an der Oberfläche, fallen solche Themen wie Korrosionsschutz zukünftig aus.“
    Vorarlberg heute, 7.1.2020



    Entleerung des Spullersees

    Seit Dienstag wird der Spullersee im Klostertal entleert. Bis Mitte Jänner werden rund 250.000 Kubikmeter Wasser kontrolliert abgelassen, um das Kraftwerk auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
    Drei Generatoren im Krafthaus produzieren den Strom, derzeit sind sie außer Betrieb. „Der Generator wird in seine Einzelteile zerlegt, und die einzelnen Komponenten der Anlage werden dann revidiert und überholt“, sagt Pecina.

    Überholung der Zugangsstollen und Rohre
    Überholt werden müssen auch die Zugangsstollen und Rohre vom Spullersee in Richtung Bergstation Grafenspitz, sagte ÖBB-Projektleiter Markus Wippersberger: „Das Wasser fließt durch den Verbindungsstollen zwischen Speicher und Grafenspitz mit einem natürlichen Gefälle von etwa fünf Metern Richtung Kraftwerk.“

    ORF Das Staubauwerk am Dienstag. Im Winter ruhen die oberirdischen Bauarbeiten, aber das Wasser wird abgelassen.

    Dosierte Entleerung über drei Tage
    Seit Dienstag wird das Wasser des Spullersees nun langsam und genau von den Umweltbehörden kontrolliert abgelassen, sagte Wippersberger: „Das Wasser, das durch den Grundablass bei der Südsperre dosiert abgelassen wird, rinnt entlang des Spreubachs durch die Spreubach-Schlucht und wird der Alfenz zugeführt.“

    Kraftwerk in etwa einem Jahr wieder in Betrieb
    300 Liter Wasser pro Sekunde verlassen den See derzeit. Der See werde etwa drei Tage lang ausgeleert bis auf den natürlichen Restsee, sagte Wippersberger. Anfang Juli beginnt der Austausch der alten Rohre in den engen Stollen der Anlage. Geht alles nach Plan, soll dann eines der ältesten ÖBB-Kraftwerke in circa einem Jahr wieder seinen Betrieb aufnehmen können.

    red, vorarlberg.ORF.at