[Hamburg] Autonom fahrende S-Bahn ab 2021 geplant

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  • [Hamburg] Autonom fahrende S-Bahn ab 2021 geplant

    Stand: 08.01.2020 14:00 Uhr

    Die ersten S-Bahnen sollen bald automatisch fahren


    Senator Westhagemann (l.) und S-Bahn-Chef Arnecke wollen mit computergesteuerten S-Bahnen Vorreiter in Deutschland sein.
    Die Hamburger S-Bahn geht mit großen Plänen für den Ausbau ihrer Infrastruktur und der Digitalisierung von Strecken und Bahnen ins neue Jahrzehnt. Unter anderem sollen hier früher als in anderen deutschen Städten alle S-Bahnen computergesteuert fahren.
    Fahrer bleibt an Bord und überwacht
    Zwischen Aumühle und dem Berliner Tor sollen ab Oktober 2021 vier Züge automatisiert fahren. Der Fahrer bleibt an Bord und würde dann nur noch im Notfall eingreifen. Diese Technik will die Bahn zukünftig deutschlandweit nutzen, sagte Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) bei der Vorstellung der Pläne am Mittwoch. "Unsere sportliche Aufgabe ist es, frühzeitig sicherzustellen, dass wir, wenn es irgend geht, in Hamburg anfangen." Seine Strategie sieht vor, die 1,5 Millionen Euro teure Machbarkeitsstudie aus der Stadtkasse zu bezahlen.
    Kürzere Abstände und mehr Fahrgäste
    Bei der digitalen S-Bahn werden Türen und Abfahrten computergesteuert. Damit sollen die Züge in 60-Sekunden-Abständen fahren und bis zu 30 Prozent mehr Fahrgäste mitnehmen können.

    S-Bahn-Chef rechnet mit mehr als einer Million Fahrgäste
    Insgesamt erwartet S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke im Netz einen Zuwachs von rund 50 Prozent. Gegenwärtig nutzen im Durchschnitt 700.000 Menschen täglich die Hamburger S-Bahn, mit dem erwarteten Wachstum wären es mehr als eine Million. Um damit Schritt zu halten, plant die S-Bahn moderne Stellwerke und Signaltechnik, zwei neue Linien, mehr und längere Bahnen und dichtere Taktzeiten.
    "2019 ein schwieriges Jahr"
    "2019 war für die S-Bahn ein schwieriges Jahr", sagte Arnecke. Durch Störungen und Engpässe in der Infrastruktur, technische Probleme mit neuen Zügen und Personen auf den Gleisen kam es zu Zugausfällen und Verspätungen. Die S-Bahn erreichte die vertraglich vorgegebene pünktliche Verfügbarkeit von 94 Prozent nicht - und wird deshalb wohl weniger Geld von der Stadt für die Bereitstellung ihrer Verkehrsleistung erhalten. Das ist aber von weiteren Faktoren abhängig, so dass die Höhe des Betrags noch unklar ist. "Wir wollen unser altes Qualitätsniveau wieder erreichen", sagte Arnecke.

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