Eisenbahntunnel in Salzburg werden enteist

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  • Eisenbahntunnel in Salzburg werden enteist

    Gefunden im "LOK Report" und bei ÖBB Presse:

    ÖBB: Eisenbahntunnel in Salzburg werden enteist

    Tunnelenteisung im Winter mehrfach pro Woche notwendig; Bis zu fünf Meter lange Eiszapfen müssen entfernt werden; Arbeiten beugen Schäden an Anlagen und Zügen vor


    Bis zu drei Mal pro Woche müssen die ÖBB in der kalten Jahreszeit Eisenbahntunnel in Salzburg enteisen. Das in die zwölf Natursteintunnel durch das Gestein natürlich eindringende Wasser gefriert bei den kalten Temperaturen an der Tunneldecke. Von dort wird es regelmäßig entfernt, um Störungen und Schäden an Anlagen und Zügen vorzubeugen, damit können Fahrgäste in Salzburg weiter sicher und pünktlich unterwegs sein. Während des Enteisens muss das Gleis gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet werden. Die Arbeiten im Tunnel werden deshalb im Vorfeld genau geplant und zu Zeiten durchgeführt, in denen der Bahnverkehr dadurch nicht beeinträchtigt wird. Entfernt werden die Eiszapfen händisch von einem Turmwagen aus, die größten Eiszapfen erreichen dabei eine Länge von bis zu fünf Meter.


    Edit: Die gleiche Maßnahme dürfte wohl auch in anderen gebirgigen Regionen Österreichs notwendig sein. ||
    Trotzdem die Frage: Sind die Bahn-Tunnels vielfach so undicht? Hat man nicht Maßnahmen getroffen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern?
    In Autobahn-Tunnels kann man sich solche Bilder (Eiszapfen-Bildungen) nicht vorstellen. :wacko:


  • Das Problem wird wohl in neueren Tunnels nicht mehr vorkommen...
    Oder doch? Der Bindermichl-Tunnel im Zuge der Mühlkreis-Autobahn war immer wieder von Eiszapfen betroffen. Dort trat das Wasser aus den Fugen aus und gefror. Erst nach einer speziellen Abdichtung und der Anbringung einer Begleitheizung wurde das Problem behoben.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • ttgo schrieb:

    Im Artikel ist konkret von "zwölf Natursteintunnel" die Rede!

    Richtig. Danke für den Hinweis; ich hatte das Wort "Natursteintunnel" glatt überlesen.
    Die Bilder zeigen auch einen eingleisigen Tunnel, der doch einen sehr hostorischen Eindruck macht.
    Könnte einer der Tunnels an der Tauernbahn-Nordrampe sein, oder einer an der Giselabahn (z.B. Blaue Wand- oder Thumersbacher Tunnel).

    Ich gehe davon aus, dass neuere Tunnels, wie beispielsweise der Tauerntunnel (laut Austria-Forum in Betrieb genommen im Jahr 1909, wurde vor wenigen Jahren aber grundlegend saniert) besser gegen Wassereintritte abgedichtet sind. Ebenso auch andere, z.B. an der Ennstalbahn in jüngeren Jahren errichtete Tunnels (Kreuzbergtunnel??).
    Auch der Pass-Lueg-Tunnel (in Betrieb genommen 1875) sollte puncto Eisbildung winterfest sein. Habe diese Strecke des öfteren im Winter problemlos benützen können.
  • Modell-Bahn.2016 schrieb:

    Taxenbacher- u. Untersteintunnel
    Danke für den Hinweis. Der Gedanke an die Giselabahn-Tunnels im Sakzachtal war also doch richtig.
    Auf der Web-Seite der ÖBB-Pressemeldung waren diese Namen leider nicht zu lesen.

    Sollte ein in Tunnels eindringendes Wasser am Boden gefrieren, wäre das Glatteis - so nehme ich an - für die Bahn nicht so ein Problem wie für Kraftfahrzeuge.
    Glatteis wäre für diese doch eine erhebliche Gefahr. Ich nehme an, dass man aus diesem Grund die betreffenden Bahntunnels noch nicht saniert hat.
    Vor allem gibt es für ÖBB Infra mehr als genügend andere Baustellen und sicher zu wenig Geld...
  • Sollte ein in Tunnels eindringendes Wasser am Boden gefrieren, wäre das Glatteis - so nehme ich an
    Glatteis entsteht im Straßentunnel eher nicht durch eindringendes Wasser, sondern viel öfter Witterungsbedingt: Wenn "draußen" die Sonne aufgeht und die Luft erwärmt, zieht diese durch den (noch) kalten Tunnel und die kondensierende Feuchtigkeit setzt sich an der Röhre und dem Boden ab - und friert. Da kann es durchaus passieren, dass man - obwohl draußen beste Sicht herrscht - im Tunnel durch dichten Nebel fährt und sogar die Scheibenwischer benötigt!
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • westbahn schrieb:

    Das Problem wird wohl in neueren Tunnels nicht mehr vorkommen...
    Oder doch? Der Bindermichl-Tunnel im Zuge der Mühlkreis-Autobahn war immer wieder von Eiszapfen betroffen. Dort trat das Wasser aus den Fugen aus und gefror. Erst nach einer speziellen Abdichtung und der Anbringung einer Begleitheizung wurde das Problem behoben.
    Die Fugen sollten allerdings dicht sein. Sind sie das nicht, wenn zum Beispiel beim Einbau das Fugenabdichtungsband beschädigt wurde, ist das ein Schaden am Bauwerk. Und dann muss man das eben sanieren.