SLB: Rückzug vom Güterverkehr

  • SLB: Rückzug vom Güterverkehr

    Die SLB zieht sich schrittweise aus dem Güterverkehr zurück. Begonnen wurde in diesem Jahr, indem Anschlussbahnen nicht mehr bedient werden. Grundsätzlich steht die SLB auch im Personenverkehr unter starker Kritik. Die neue grün-geschwängerte Regierung diskutiert ein neues Ticketformat (365€ pro Bundesland). Für die auf diese Bahn Angewiesenen ein Grund, sich zu freuen. Allerdings: Im Frühverkehr ist die Auslastung an der Grenze des Möglichen, die Züge nach Salzburg sind voll und Verspätungen sind an der Tagesordnung. Sollten jetzt noch mehr Personen die Lokalbahn benützen, wird es zu weiteren Verspätungen kommen, nicht zuletzt wegen der Zugkreuzungen auf den eingleisigen Strecken. Die Barrierefreiheit ist bei der Lokalbahn mit ihren Uralt-Fahrzeugen unter jeder Kritik. Der Aufzug am Hauptbahnhof ist eine Dauerbaustelle.
  • Da wird der Herr Schnöll halt nicht umhinkommen, ins Säckel zu greifen um die notwendigen Massnahmen endlich umzusetzen: ein zweigleisiger Abschnitt bei Bergheim und Anthering, so wie er in Weitwörth schon existiert und eine zusätzliche Ausweiche im Bereich der Haltestelle Arnsdorf um auf der ganzen Linie einen echten Viertelstundentakt fahren zu können. Und neue (Niederflur-) Fahrzeuge wären sicher auch kein Schaden.

    LH Haslauer hat ja angekündigt, dass das für den Gitzentunnel (Umfahrung Bergheim) vorgesehene Budget jetzt frei für genau solche Massnahmen ist.
  • Hauptgrund ist der Wegfall der Kohletransporte nach der Schließung des Kraftwerkes Riedersbach (von 408.000t 2005 auf 49.000t 2017). Zudem wird der Müll aus Siggerwiesen zunehmend auf LKWs transportiert. Nicht einmal für Mülltransporte ist die Bahn offenbar verwendbar! Wieder ein Beispiel, dass die Klimahysterie auch die viel geliebte Eisenbahn trifft und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Man zieht sich eben aus wirtschaftlichen Gründen zurück und da kann der Grüne LAbg Scheinast platzen vor Zorn - das interessiert keinen! :D :P

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  • Wieder ein Beispiel, dass die Klimahysterie auch die viel geliebte Eisenbahn trifft und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen.
    Das Ziel der "Klimahysterie" ist Verkehr zu vermeiden und dort wo er notwendig ist, ihn so viel wie möglich auf die Bahn zu verlagern. Das Ziel ist nicht, dass die Bahnen möglichst viele tkm produziert.
  • Das Ganze ist eigentlich schon ein alter Hut und wurde schon einmal hier publiziert.

    Und zum Mülltransport zur Verbrennungsanlage:

    meinbezirk.at schrieb:

    Etwa 50–55.000 Tonnen Müll im Jahr werden von uns aus in die thermische Verwertung gebracht", so Matousch(1). "Etwa die Hälfte davon wird per LKW und die andere Hälfte mit der Bahn transportiert. Wir sprechen da von etwa drei LKW pro Tag. Die Speditionen in der näheren Umgebung bewegen täglich Hunderte von LKWs." Und weiter: "Damit will ich veranschaulichen, dass die Verkehrsproblematik in Bergheim und anderen umliegenden Gemeinden sicher nicht durch Siggerwiesen verursacht wird."
    (1)Georg Matousch, Geschäftsführer in Siggerwiesen