[ORF NÖ] Ausbau des NÖ. Regionalbusnetzes wird abgeschlossen

  • [ORF NÖ] Ausbau des NÖ. Regionalbusnetzes wird abgeschlossen

    Ausbau auf mehr als 1.700 Regionalbusse

    Das Netz an Regionalbussen in Niederösterreich soll heuer endgültig fertig gestellt werden. Derzeit laufen die Planungen für fünf Regionen, in denen das Bussystem optimiert werden soll – Neunkirchen, Baden, Weinviertel-Ost, Wachau und Tullnerfeld. Zwischen 1.700 und 1.800 Busse sollen dann in Niederösterreich unterwegs sein.

    Online seit heute, 17.58 Uhr Mit den Buslinien, die jetzt ausgeschrieben werden, werden vierzig Prozent aller Gemeinden des Landes erreicht. Damit wird der Prozess, der im Jahr 2012 begonnen hat, abgeschlossen sein und Niederösterreich ein flächendeckendes System an öffentlichen Verkehrsmitteln haben. Auf 600 Linien mit 8.100 Haltestellen werden dann mehr als 50 Millionen Kilometer pro Jahr in den VOR-Bussen zurückgelegt. Das entspricht schon fast dem neuen Regierungsprogramm, das ein stündliches Angebot vorsieht.
    Bessere Abstimmung angestrebt
    Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) zeigte sich bei einem Pressetermin am Donnerstag stolz darauf, dass Niederösterreich als größtes Flächenbundesland eine Abdeckung erreicht habe, die Platz 2 hinter Wien zusammen mit Vorarlberg bedeute: „Durch Bus, Anrufsammeltaxis und Bahn sind wir dem Ziel des stündlichen Angebotes schon sehr nahe. Schon jetzt sind die Mindeststandards für den öffentlichen Verkehr in allen Gemeinden, in denen Ausschreibungen durchgeführt wurden, erfüllt.“ Einzig bei der Kommunikation müsse noch nachgebessert werden, räumte Schleritzko ein, denn viele Menschen wüssten über die Breite des Angebotes noch gar nicht Bescheid.
    Dass es immer wieder Probleme bei der Einführung neuer Linien gibt, vor allem im Bereich der Schülertransporte, bestritt Schleritzko nicht. Das hänge aber auch damit zusammen, dass die Schülerfahrten von Bund und Gemeinden organisiert würden, die Linienbusse aber vom Land: „Es ist eine Prüfung angesagt, was den Schülergelegenheitsverkehr betrifft, um das besser aufeinander abzustimmen. Der Grund liegt in den meisten Fällen eben in den verschiedenen Verantwortlichkeiten.“ Die müssten zwischen dem Verkehrsverbund Ostregion und den Gemeinden besser abgestimmt werden, so Schleritzko.
    Die geplanten Linien im Detail
    Die grünen Linien werden nun ausgeschrieben und sollen das Busnetz in Niederösterreich vervollständigen. Grafik: Land NÖ
    • Region Neunkirchen: 51 statt 46 Linien; verstärkter Pendlerverkehr; Einführung Taktverkehr; neue Schülerverbindungen; Optimierung entlang touristischer Angebote
    • Region Baden: 800.000 Kilometer an zusätzlichen Angeboten; Verbesserung der Anbindung zwischen Bahn und Bus, vor allem in Leobersdorf, Bad Vöslau und Ebenfurth; Angebote bis 21.00 Uhr; Einführung Taktverkehr; Verstärker zu Hauptpendler- und Schulzeiten.
    • Region Weinviertel Ost: 2,1 Millionen Kilometer an zusätzlichen Angeboten; zusätzliche Kurse für den Schülerverkehr; verbesserte Erreichbarkeit von Hauptorten, Krankenhäusern und Bahnhöfen.
    • Region Wachau: 270.000 Kilometer an zusätzlichen Angeboten; Ausweitung der Betriebszeiten; Erhöhung Umstiegszeiten*) am Bahnhof Krems; Deutliche Ausweitungen im Stadtverkehr Krems.
    • Region Tullnerfeld: Prüfung Express-Verbindung Stockerau – Tulln – Tullnerfeld im Taktverkehr an allen Tagen; Verbesserungen auf Relation Zwentendorf – Tulln – Königstetten mit Bahnanschluss in Tulln.
    Robert Salzer, noe.ORF.at

    *) Erhöhung der Umstiegszeiten? Also quasi eine Verschlechterung. :D


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nein, das macht in Krems schon Sinn. Die Haltestellen dort am Bahnhof sind ziemlich verteilt, und bis man die richtige gefunden hat, kanns schon zu spät sein...

    Letztes Frühjahr fuhr ich mit dem Wachaubus von Krems nach Spitz, fahrplanmässig wären das grad mal drei Minuten Umsteigezeit gewesen! In echt fuhr der Bus dann aber eh mit +10 ab, weil so viele Fahrgäste noch Karten kaufen mussten...
  • 40% Abdeckung als Erfolg und "Flächendeckend" zu verkaufen ist aber schon ein starkes Stück.
    Auch ist wohl relativ zu sehen wann das "stündliche" Angebot erreicht wird - am Sonntag ist sicher weiter tote Hose - das aber in der Tat flächendeckend.

    Richtig und wichtig wäre gewesen in Folge der wirklich starken Verbesserung im Zugverkehr jetzt auch mit den Bussen auf gleich zu ziehen, denn da hat sich soweit ich das beurteilen kann überhaupt nix geändert.
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