Wien beteiligt sich an Park-and-ride-Anlagen

  • Wien beteiligt sich an Park-and-ride-Anlagen

    Wien scheint über gewisse Schatten zu springen:
    ORF Niederösterreich:

    Wien beteiligt sich an Park-and-ride-Anlagen
    Niederösterreich und Wien haben einen neuen Park-and-ride-Pakt geschlossen. Wien wird von 2021 bis 2025 bis zu 3,25 Mio. Euro zur Errichtung von acht Park-and-ride-Anlagen mit fast 2.000 Stellplätzen beitragen. Niederösterreich wird weiterhin jährlich etwa vier Mio. Euro in den Ausbau der Stellplätze investieren.

    Online seit heute, 15.30 Uhr

    Konkret wird gemeinsam an der Umsetzung der Anlagen in Himberg, Gramatneusiedl, Trautmannsdorf, Götzendorf (alle Bezirk Bruck an der Leitha), Leobersdorf, Ebreichsdorf (beide Bezirk Baden), Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt) und Wiener Neustadt gearbeitet.
    "Die Herausforderungen in Frage der Mobilität enden gerade in der Ost-Region Österreichs nicht an den Grenzen unserer Bundesländer. Auch bei den dazugehörigen Antworten darauf dürfen die Ländergrenzen daher keine Rolle spielen“, zeigten sich Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) und der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) einig.


    Ludwig Schleritzko (l.): „Eine Win-win-Situation sowohl für die Pendlerinnen und Pendler als auch für unsere Umwelt“ und Peter Hanke (r.): „Daher beteiligt sich auch die Stadt Wien an der Finanzierung neuer Park-and-ride-Anlagen im Süden Wiens, zusätzlich zu den ambitionierten Ausbauplänen der öffentlichen Verkehrsmittel im Rahmen des Verkehrsverbunds Ost-Region“

    Es ist der zweite Pakt zwischen den beiden Bundesländern nach jenem von 2012 bis 2016, der von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), ausverhandelt wurde. Damals wurden 2,7 Millionen Euro investiert.
    Wien wird sich von 2021 bis 2025 mit bis zu 3,25 Millionen Euro am Ausbau dieser acht Anlagen im Süden der Bundeshauptstadt beteiligen. Konkret übernimmt die Bundeshauptstadt 20 Prozent der vom Land Niederösterreich und den Standortgemeinden zu tragenden Kosten. In diesen Anlagen sollen insgesamt 1.987 zusätzliche Pkw-Stellplätze und 446 Fahrrad-Stellplätze entstehen. Niederösterreich wird in diesem Zeitraum mehr als 20 Millionen Euro für den Ausbau der Park-and-ride-Anlagen in die Hand nehmen.
    Schleritzko: „Ziehen an einem Strang“
    „Jeden Tag pendeln über 260.000 Menschen nach Wien. Jedes Auto, das bereits vor den Stadtgrenzen gegen ein öffentliches Verkehrsmittel getauscht wird, entlastet das Wiener Straßenverkehrsnetz und das Klima“, so Stadtrat Hanke. „Gemeinsam wollen wir den Pendlerinnen und Pendlern nach Wien den Umstieg vom Auto auf die Bahn so einfach wie möglich machen. Deshalb arbeiten wir im Verkehrsverbund Ost-Region zusammen, wenn es um die Planung von Öffi-Angeboten geht und ziehen auch hier an einem Strang, wenn es um die dazugehörige Infrastruktur geht“, ergänzt Landesrat Schleritzko.
    In Niederösterreich gibt es derzeit etwa 40.000 Park-and-ride-Stellplätze für Pkws. Das sind mehr als in allen acht Bundesländern zusammen. Bis 2025 soll diese Zahl weiter auf 50.000 Stellplätze ausgebaut werden, hieß es am Samstag in einer Aussendung des Landes Niederösterreich.
  • Was meint ihr... ist das sinnvoll, Anlagen, wie jene in Neustadt, weiter zu vergrößern? Abgesehen davon, dass tagtäglich Beschwerden über übervolle Züge auf FB auftauchen, gräbt man damit den Regionalstrecken ja noch weiter das Wasser ab und nimmt Anreize, direkt wo näher am Wohnort einzusteigen.
    Klar, unter dem Gesichtspunkt, dass jedes Auto weniger in Wien das Ziel ist, schon ok so. Auf der anderen Seite wiederum: gibts z.B. in Neustadt genug Maßnahmen, dass selbst Neustädter mit dem Bus zum Bf kommen und dort keine Parkplätze brauchen?
    Ebreichsdorf wird in der heutigen Form nicht mehr lange so existieren. Macht es Sinn, dort in eine P+R Anlage zu investieren?
  • Ich halte die Sache für ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite gebe ich Dir recht, dass zusätzliche P&R-Stellplätze in Wr. Neustadt womöglich von den dort ausgehenden Regionalstrecken Fahrgäste abspenstig machen wird, auf der anderen Seite eröffnen die neuen Stellplätze Pendler aus ÖV-mäßig schlecht bedienten Ortschaften des Steinfeldes die Möglichkeit, in Wr. Neustadt in die Bahn umzusteigen. Welche der beiden Varianten eher zutreffen wird, weiß wohl niemand so wirklich.

    5047.090 schrieb:

    Ebreichsdorf wird in der heutigen Form nicht mehr lange so existieren. Macht es Sinn, dort in eine P+R Anlage zu investieren?
    Vielleicht macht man eh nicht mehr als ein Provisorium. Aber da weiß unser Pottendorferlinie-Experte ttgo vielleicht mehr.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich gehe davon aus, dass du den Begriff "Pottendorferlinie-Experte" positiv meinst :rolleyes:

    Nachdem im Artikel von 2021-2025 die Rede ist wird es wohl um den neuen Bahnhof gehen. Hier ist man aber zurzeit damit beschäftigt sich zu streiten ob man nicht lieber ein Parkhaus errichten sollte da einige den Flächenverbrauch der neuen Anlage kritisieren. Vielleicht wird es aber aufgrund der Finanzspritze ja jetzt dazu kommen...

    Dann steht halt ein Betonklotz in der Landschaft, ob das dann so viel besser ist?

    Zurzeit würde ich werktags die Auslastung auf 75-80% schätzen, speziell am Nordparkplatz findet man jedenfalls sofort einen Platz. Aber es dürften mit Fahrplanwechsel doch ein paar mehr geworden sein, die auf die Bahn umgestiegen sind...
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